Mephisto schrieb im Faust dem "Schüler" noch ein Bibelzitat ins Stammbuch: "Eritis sicut deus".
Das 16. Jh., in dem der Anfang des Faust spielt, war auch der Beginn des Stammbuchs.
Zu Goethes Zeiten (18. Jh.) schrieben schon 14-jährige wie Goethe fleißig ins Stammbuch der Freunde.
Da waren es eher Zitat großer Aufklärer, die man eintrug. Immer noch war dies Buch Studenten (und angehenden Studenten wie Goethe) vorbehalten.
Im 19. Jh. konnten auch Frauen und junge Schüler und Schülerinnen ein Stammbuch führen, das jetzt freilich, den Sprüchen, die jetzt vorherrschten, entsprechend, Poesiealbum hieß.
Gegen Ende des 19. Jh.s war die Poesie freilich schon zu Sprüchen wie "Sei wie das Veilchen im Mose ..." abgesunken.
Dann folgten Freundschaftsbücher, wo man von Hobbys, Lieblingsfilmen etc. an, "vorgeschrieben" bekam, was man schreiben sollte. Daneben gibt es jetzt Sprüche bei Facebook, Geistreicheleien in Twitter und Kommentare zu Blogs und online-Zeitungsartikeln, in denen eine völlig demokratisierte Öffentlichkeit sich "verewigt".
Beispiele für die verschiedenen Entwicklungsstufen sollen noch folgen.
1. 1. Wk. und WR
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Samstag, 9. April 2016
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