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Freitag, 5. September 2025

Das Prinzip, wie ein Computer funktioniert, zum Nachspielen

 https://unterrichten.zum.de/wiki/Lernpfad_Know-How-Computer

Wenn man verstehen will, wie ein Computer in seinem Innersten funktioniert, dann kommt man um das Thema Programmierung und Maschinensprache nicht herum. Und am besten versteht man, was es damit auf sich hat, wenn man es einfach mal selber ausprobiert. Nun ist das Programmieren in Maschinensprache bei den "echten" Computern von heute zugegebenermaßen schon eine recht kniffelige Angelegenheit. Aber die gute Nachricht ist: Mit dem Know-How-Computer KHC ist es kinderleicht! Dieser Computer braucht keine Elektronik und keinen Strom. Ein Blatt Papier, ein Stift und ein paar Streichhölzer reichen aus. Und irgendwelche Vorkenntnisse braucht man dafür auch nicht.

In diesem Lernpfad wird ganz praktisch Schritt für Schritt am Beispiel des Know-How-Computers erklärt, wie man mit einer Hand voll sehr einfacher Maschinenbefehle erstaunlich viel erreichen kann, wenn man die Befehle nur geschickt genug in einem Programm miteinander kombiniert. Dabei erfährt man einiges über die Grundlagen der Programmiertechnik - und entdeckt nebenbei vielleicht auch, dass Programmieren richtig Spaß machen kann.

Freitag, 7. Januar 2022

Weshalb regt man sich über einen Computer mehr auf als über einen nicht funktionierenden Staubsauger?

 Hartmut Rosa schreibt (in anderem Zusammenhang):

"Eine Erklärung liegt gewiss darin, dass die Erratik des Computers unsere Selbstwirksamkeit untergräbt: Wir fühlen uns dabei absolut ohnmächtig, was Resonanz per definitionem ausschließt. Aber dies ist nicht alles: wir erfahren in solchen Momenten das Handeln der Maschine als genuin nicht-responsiv, obwohl ihre Oberflächen auf Dialog und entgegenkommendes Verhalten hin angelegt sind. Computer simulieren Resonanz, folgen aber nur Algorithmen; sie stehen zwar in einem Ursache-Wirkung-Zusammenhang mit unserem eigenen Tun, / allerdings in keinem entgegenkommenden, sondern in einem mechanischen, der sich allerdings immer wieder als kontingent-erratische erweist. Das Missverhältnis zwischen Resonanzsimulation und "blinder" oder "stummer" Widersetzlichkeit scheint gesteigerten Frust und bisweilen blinde Wut hervorzurufen." (Hartmut Rosa: Unverfügbarkeit, 2018, S.55/56)

Freitag, 14. Mai 2021

Freitag, 24. August 2018

Wie man Computerstandardprogrammen ausweicht

"[...] Die anderen Programme, die zusätzlich zum Standardprogramm installiert sind, kann man auswählen und dafür gibt es einen Trick. Klicken Sie die Datei, die Sie öffnen möchten, nicht mit einem Doppelklick an, sondern verwenden Sie den Rechtsklick. Es öffnet sich nun das Rechtsklick-Menü. Hier gibt es einen Menü-Punkt mit dem Namen “Öffnen mit”. Wenn Sie hier mit dem Mauszeiger über “öffnen mit” fahren, so werden in einem neuen Menü alle verfügbaren Programme angezeigt, die diese Datei öffnen können. Hier wählt man nun einfach das gewünschte Programm aus (im Foto Punkt 1). Dieses Programm wird dann aber nur dieses eine Mal verwendet. Wenn man das Standardprogramm dauerhaft umstellen möchte, so ist dies auch möglich. Dafür klickt man ganz unten auf den Punkt “Standardprogramm auswählen” (im Foto Punkt 2). Bei Windows 10 heißt der gleiche Punkt “Andere App auswählen”. Es öffnet sich dann ein Fenster, in dem man ein neues Standardprogramm zum Öffnen dieses Dateityps auswählen kann. [...]"
https://levato.de/so-tricksen-sie-den-computer-aus/

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Calliope : Dieser Computer kann unser Schulsystem revolutionieren

Digitalkunde ab der Grundschule: Jeder Drittklässler soll mit dem Calliope mini lernen, wie Computer funktionieren. Das Saarland macht den Anfang, andere dürften folgen.

Das Thema bedarf einer differenzierteren Behandlung. Hier zunächst nur drei Thesen:

1. Lobbyismus hat an Schulen nichts zu suchen.
2. Schule braucht Ideen und Engagement, nicht Apparate.
3. Spezialisten machen sich Illusionen darüber, was Lehrer lehren und Schüler lernen können.

Zur Erläuterung der These 3 dient mir das Beispiel Mengenlehre:
Wer viel Verständnis hat und viel pädagogische Einfühlung, kann sie jedem Kind nahe bringen. Aber nicht jeder Lehrer, der sie halbwegs verstanden hat, kann sie auch zureichend gut vermitteln. Das hat damals das Großexperiment gezeigt, und die Wahrscheinlichkeit, dass auch mit einem sehr geeigneten Instrument die Mehrzahl der Schüler nicht genügend gut lernt, worauf es für das Verständnis digitaler Instrumente ankommt, ist groß. Ob es dann an den Lehrern oder den Schülern liegt, ist egal.

Mehr zum Thema:

Webseite des Calliopeprojekts

Jöran ruft an

SPD will das Lernen des Programmierens verpflichtend machen.

Freitag, 1. Januar 2016

Redet der Telekom-Chef sich um Kopf und Kragen?

In der ZEIT vom 30.12.15 findet sich ein Interview, das Timotheus Höttges Giovanni di Lorenzo gibt. (S.13-15)
Das Erschreckende ist nicht, dass er behauptet, demnächst würde "der Unterschied zwischen Mensch und Computer [...] in Kürze aufgehoben" sein und dass er Silicon Valley als großes Vorbild sieht und dass er trotz Lektüre von "Der Circle" glaubt, die Verführung der Konsumenten zur Preisgabe ihrer Daten wäre eine Art "Volksabstimmung" der Konsumenten.
Das Erschreckende ist, dass er als Chef eines großen Technologiekonzerns weder von den wirtschaftlichen Folgen der Erderwärmung noch von Klimakriegen aufgrund von Wassermangel irgendwie beunruhigt scheint.

Dass uns ein Firmenchef vorzumachen versucht, seine Branche trage vor allem zum Fortschritt der Menschheit bei, legt sich nahe. Dass er Recht und Gesetz nur vordergründig verteidigt, aber gern ausgeschaltet sähe, braucht uns nach Libor- und Abgasskandal auch nicht mehr zu wundern.

Dass er aber Krieg und Klimaveränderung in den Wochen, wo in den Medien von nichts mehr als von Flüchtlingen die Rede ist, als nicht-existent behandelt, das muss sehr zu denken geben. Kann sich ein heutiger Großkonzern wirklich noch Manager leisten, die die Wirklichkeitsverleugnung so weit treiben?

Hat er wirklich nicht im Blick, dass Computer und Menschen aus unterschiedlichen Stoffen gemacht und von unterschiedlicher Energie angetrieben werden? Dass Menschen soziale Bedürfnisse haben und dass der Klimawandel schon jetzt verheerende Folgen hat?

Vorankündigung dieses Interviews durch die Zeit:
Telekom-Chef Höttges für bedingungsloses Grundeinkommen und Besteuerung großer Internetkonzerne
"Angesichts der durch die digitale Revolution bevorstehenden grundlegenden Veränderungen von Gesellschaft und Arbeitswelt fordert Telekom-Chef Timotheus Höttges "unkonventionelle Lösungen" zum Erhalt der Sozialsysteme: "Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann eine Grundlage sein, um ein menschenwürdiges Leben zu führen", so Höttges im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Es geht um die Frage, wie wir ein faires System für eine Welt von morgen schaffen." Mit Blick auf den Wegfall von Arbeitsplätzen fordert Höttges: "Wir müssen unsere Gesellschaft absichern. Deswegen die Idee des Grundeinkommens. (…) Es könnte eine Lösung sein – nicht heute, nicht morgen, aber in einer Gesellschaft, die sich durch die Digitalisierung grundlegend verändert hat."Finanziert werden könnte das Grundeinkommen durch die Besteuerung der Gewinne großer Internetkonzerne: "Wenn Produktivität zukünftig vor allem an Maschinen und die Auswertung von Daten gekoppelt ist, könnte die Besteuerung stärker auf den darauf beruhenden Gewinnen aufbauen und weniger auf der Einkommensteuer des Einzelnen", so Höttges. "Die Gewinnbesteuerung ist wahrscheinlich der richtige Weg. Eine Besteuerung von Daten scheint mir wenig praktikabel und nicht sinnvoll zu sein. [...]"

Freitag, 8. Mai 2015

Wie uns der Computer Lesen und Schreiben abnimmt

Henning Lobin Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt Rezension auf ZUM-Buch
"[...] Was das Lesen betrifft, so geht es vor allem um die neue Textdimension „Hypertext“: Das Auge des Lesers springt von Link zu Link, von Wort zu Bild, von Audio zu Video, von Information zu Werbung und zurück. Dabei wird er von Programmen unterstützt („gestütztes Lesen“) und zunehmend geleitet und gelenkt. [...]Die Leseproblematik, wie wir sie in der Schule erleben, wird allerdings nicht sehr eingehend behandelt. [...]
Beim Thema Schreiben ist der Aspekt „gestütztes Schreiben“ besonders relevant. Das beginnt mit den integrierten Rechtschreib- Grammatik - und Wortschatzhilfen gängiger Office-Programme. Das geht weiter mit der automatischen Vervollständigung von Zeichenketten (‚predictive Text‘), die wir von den Smartphones gewohnt sind (S.134 f) . Und das gipfelt in Programmen, die aus vorhandenem Sprachmaterial eigenständig Texte verfassen können (S. 138). [...]Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das ‚soziale Schreiben‘: Hier geht es um das gemeinsame Verfassen von Texten in Wikis, Etherpads und auf anderen Plattformen. Oder auch um das dialogische Schreiben in Chats. Henning Lobin findet es einerseits „eine faszinierende Erfahrung“, das Entstehen eines Textes in kollaborativen Editoren mitzuerleben. Besonders geeignet sei dies „für stark gegliederte Texte, deren einzelne Teile unabhängig voneinander bearbeitet werden können. Anwendbar ist es auch im Rahmen von Brainstorming-Prozessen …“ (S. 151)." (Klaus Dautel)