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Freitag, 29. April 2022
Sonntag, 4. November 2018
Schicken IT-Fachleute ihre Kinder auf Waldorfschulen?
"Es gibt eine Waldorf-Schule im Silicon Valley, die ICT zurückhaltend und nuanciert einsetzt. Drei Viertel der Schülerinnen und Schüler haben einen Elternteil, der in der Techindustrie arbeitet.
Vermutlich hätten jedenfalls Weizenbaum und Stoll ihren Kindern sparsamen Umgang mit IT angeraten. Bei heutigen IT-Experten könnte es durchaus sein, dass sie daran zweifeln, dass Lehrer ihre Kinder kompetenter an IT heranführen können als sie selbst. Dann hieße ihr Interesse an Waldorfschulen nicht, dass sie an IT in der Kindererziehung zweifeln.
Andererseits: An Waldorfschulen war es lange üblich, Kindern bis zum 3. Schuljahr kein Fußballspielen zu erlauben, weil es erfahrungsgemäß so attraktiv ist, dass darüber andere körperliche Aktivitäten zurücktreten.
Wenn das für IT entsprechend gehandhabt würde, dann könnte es durchaus sein, dass IT-Nerds davon überzeugt sind, dass man IT sowieso lernt und dass es wichtig wäre, möglichst viel zu lernen, bevor (!) man von der Faszination von IT gefesselt wird. - Also nichts im Sinne von Schädlichkeit von IT (im Sinne gewisser Hirnforscher), aber die Überzeugung, dass IT für intelligente Kinder so "intellectually sweet" (Oppenheimer über Atomprojekt) sein könnte, dass sie sich unnötig früh darauf spezialisieren.
Diese Tatsache wird im »Silicon-Valley-CEO-Argument« verzerrt, verfälscht und zugespitzt – abgesehen davon, dass es gar kein schlüssiges Argument ist: [...]
Wer sich also eine Anti-Tech-Nanny und eine teure Privatschule leisten kann, kann getrost fordern, dass Technologie an der Schule keinen Platz einnehmen soll. Alle anderen sollten sich überlegen, wie Kinder selbstbestimmt mit Technologie umgehen lernen. Das geschieht im Wald, beim Spielen und Lernen in Gruppen – aber manchmal halt auch am Smartphone."
M.E. ist das ein Versuch, die Expertise von IT-Nerds in Sachen IT in der Kindererziehung herunterzuspielen, aber kein Beleg, dass sie sie nicht aus der Kindererziehung heraushalten wollen. Vermutlich hätten jedenfalls Weizenbaum und Stoll ihren Kindern sparsamen Umgang mit IT angeraten. Bei heutigen IT-Experten könnte es durchaus sein, dass sie daran zweifeln, dass Lehrer ihre Kinder kompetenter an IT heranführen können als sie selbst. Dann hieße ihr Interesse an Waldorfschulen nicht, dass sie an IT in der Kindererziehung zweifeln.
Andererseits: An Waldorfschulen war es lange üblich, Kindern bis zum 3. Schuljahr kein Fußballspielen zu erlauben, weil es erfahrungsgemäß so attraktiv ist, dass darüber andere körperliche Aktivitäten zurücktreten.
Wenn das für IT entsprechend gehandhabt würde, dann könnte es durchaus sein, dass IT-Nerds davon überzeugt sind, dass man IT sowieso lernt und dass es wichtig wäre, möglichst viel zu lernen, bevor (!) man von der Faszination von IT gefesselt wird. - Also nichts im Sinne von Schädlichkeit von IT (im Sinne gewisser Hirnforscher), aber die Überzeugung, dass IT für intelligente Kinder so "intellectually sweet" (Oppenheimer über Atomprojekt) sein könnte, dass sie sich unnötig früh darauf spezialisieren.
Sonntag, 16. September 2018
Frauen glänzen nicht nur durch Schönheit
Laureen Gambino berichtet im Guardian von einem afrikanischen Wettbewerb, in dem sich Mädchen und Frauen von 13 bis 25 Jahren durch brillanten Einsatz von IT-Kenntnissen für Gemeinschaftsprojekte hervortun können.
Die Siegerin bekommt finanzielle Unterstützung für die Realisierung ihres Projekts.
mehr dazu:
Zur Situation in Ruanda:
"[...] The government has set a target of achieving gender parity in the information communications technology sector by 2020, an ambitious goal in a worldwide industry notorious for its lack of diversity. But through educational campaigns, scholarships and mentorship programmes, Rwanda is determined to become a global leader for women in ICT.
Miss Geek Africa (englische Wikipedia)
Die Siegerin bekommt finanzielle Unterstützung für die Realisierung ihres Projekts.
mehr dazu:
Zur Situation in Ruanda:
"[...] The government has set a target of achieving gender parity in the information communications technology sector by 2020, an ambitious goal in a worldwide industry notorious for its lack of diversity. But through educational campaigns, scholarships and mentorship programmes, Rwanda is determined to become a global leader for women in ICT.
“It’s a good place to be a woman in tech right now,” Kunda says of Rwanda.
Before the genocide of 1994, it was uncommon for women in Rwanda to own land, receive a formal education or hold jobs outside of the home. After the atrocity, the country’s surviving population was 60-70% female, according to contemporary accounts.
President Paul Kagame, who has led Rwanda with an iron fist since 2000, realised that advancing women was the only way forward and has championed their rights ever since.
Rwanda now leads the world in female representation in parliament, due in part to a quota system that reserves seats for women. Gender rights are enshrined in the national constitution and laws were changed to give women the right to inherit land and obtain credit.
As a child, Rosine Mwiseneza, who was orphaned during the genocide, recalls watching the women around her stepping into leadership roles in government and civil society. They became police officers, accountants, butchers, shop owners. Girls went to school and competed alongside boys for internships and scholarships.
Mwiseneza was studying business management at Kepler University in Kigali when she entered the Ms Geek contest in 2016. Her idea was for an automated irrigation system that would help farmers cultivate their fields year-round as opposed to just during the rainy season.
Mwiseneza says she was astounded when she won the competition. In that moment, she remembered her parents and all the hardships she had endured.
“It was very difficult to believe,” she says. “I started thinking of everything that had passed before that day and I began to cry.”
As well as rapid economic growth and rising standards of living, Rwanda is fast becoming a highly digitised society.
In 2013, the Akilah Institute, Rwanda’s first college exclusively for women, launched a diploma in information systems. The programme, which started off enrolling just 10 students each year, has expanded sixfold in the five years since it opened. [...]" (The Guardian 28.5.2018)
Miss Geek Africa (englische Wikipedia)
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