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Donnerstag, 26. Januar 2023

Herkunft eines Zitats

 http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/45520853

Der Spiegel ist relativ verlässlich. Demnach hat Nixon eine Äußerung von Johnson aufgegriffen. Danach stammt die Äußerung also nicht ursprünglich von Nixon. Ihre Glaubwürdigkeit ist allerdings recht groß, weil Johnson am Vietnamkrieg gescheitert ist. 

Nixon als Republikaner hätte damit ausgedrückt, dass der Demokrat Johnson den Krieg verloren habe und dass er es jedenfalls nur besser machen könne als er. Die Frage ist jetzt nur noch: Ist das Johnson-Zitat belegt?

Der US-Präsident Lyndon B. Johnson wird in Wikiquote angeführt mit dem Zitat: "John Kennedy wurde ermordet, und auch ich werde ermordet (...) der einzige Unterschied ist: Ich lebe." - gegen Ende seiner Amtszeit und vor dem Hintergrund des schleppend verlaufenden Vietnamkrieges; Der Spiegel: Ich lebe, Heftsausgabe vom 20. Januar 1969 - Wikiquote führt den Spiegel als Quelle an, wertet ihn freilich als unsichere Quelle, daher wird das Zitat als "zugeschrieben" und nicht belegt gewertet. Das vom Spiegel angeführte Zitat ´Ich werde nicht der erste amerikanische Präsident sein, der einen Krieg verliert. ´´ erwähnt Wikiquote nicht; aber es könnte natürlich glaubwürdig belegt sein.


Mittwoch, 1. März 2017

Kriegsopfer

Im Vietnamkrieg starben etwa 2 Millionen Vietnamesen und 58 000 US-Bürger.

"By dramatizing the deaths of Americans while disappearing its victims, this technique ensures that Americans perpetually regard themselves as victims of horrific, savage, tragic violence but never the perpetrators of it. That, in turn, is what keeps Americans supporting endless war: these savages keep killing us, so we have no choice but to fight them."  (Trump’s Use of Navy SEAL’s Wife Highlights All the Key Ingredients of U.S. War The Intercept 1.3.2017)

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Kriegskosten

Vermutlich weiß jeder Leser dieses Blogs, dass sich Preise über größere Zeiträume hinweg nicht sinnvoll vergleichen lassen. Weder das Existenzminimum noch die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten noch irgendwelche Warenkörbe enthalten genügend Entsprechungen, dass valide Kostenvergleiche möglich wären.
Dies vorausgeschickt lesen sich die Zahlen aus Werner Steins Kulturfahrplan dennoch eindrucksvoll.
Man sollte doch annehmen, dass im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen auch das Töten billiger geworden wäre, seit es nicht mehr von Hand geschah.

Für die Tötung eines Gegners wurden aufgewendet:
In den Kriegen Cäsars 0,75 Dollar,
Napoleons 3000 Dollar,
im 1. Weltkrieg 21 000 Dollar,
im 2. Weltkrieg 50 000 Dollar und
im Vietnamkrieg 100 000 - 300 000 Dollar
(Steins Kulturfahrplan des 20. Jhs, S.443)