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Samstag, 24. September 2022

Stolpersteine am Goethegymnasium

 „Ich frage mich, was mein Großvater zu dem heutigen Gespräch sagen würde.“ Diese Frage stellte sich einer der Nachfahren, die das Team der Geschichtswerkstatt im Rahmen der Nachforschungen zu jüdischen Goethe-Schülerinnen und deren Familien durchführten. Insgesamt 63 Stolpersteine wurden seit September 2021 in unserer Region verlegt – ein besonderes Projekt des Goethe-Gymnasiums zum 150. Schuljubiläum. Welche Arbeit in den Nachforschungen steckt, welche Emotionen damit auf beiden Seiten ausgelöst wurden und was daraus für den Aufarbeitung des Holocaust insgesamt abgeleitet werden kann, lohnt es sich, immer wieder zu betrachten.

Sieh auch:

Stolperstein (Wikipedia)
Stolpertweets
 Blogartikel dazu: 
Der goldene Stein - ein Stolperstein und seine Verlegung in Berlin (Fontanefan)

"In der Nacht zum 7. Oktober 2024, dem Jahrestag des Massakers der Hamas in Israel, werden in Zeitz sämtliche Stolpersteine herausgebrochen und gestohlen. Spurensuche in einer geplagten Stadt" 

Freitag, 15. Mai 2015

Poetischer Stolperstein

Mit einer Lesung und einer Installation zum poetischen Stolperstein wird am 19. Mai die Ausstellung „‘Drum immer hinweg mit ihnen‘ – Luthers Sündenfall gegenüber dem Juden“ im Heppenheimer Haus der Kirche neu eröffnet [...] 
Der „poetische Stolperstein“, der von der Gemeindepfarrerin Dr. Vera-Sabine Winkler aus Gorxheimertal konzipiert wurde, gestaltet diese kritische Auseinandersetzung in Bild und Text – und will zugleich zum Innehalten und Nachdenken anregen: Über den 9. November 1938, über Luthers Bedeutung für die Judenverfolgung durch den Nationalsozialismus, über den 9. November 1989, der ohne die reformatorischen Impulse kritischer Christen in der DDR nicht möglich geworden wäre und über die Frage, wo heute Widerständigkeit zum Schutz von Minderheiten angesagt ist.Der „poetische Stolperstein“, der von der Gemeindepfarrerin Dr. Vera-Sabine Winkler aus Gorxheimertal konzipiert wurde, gestaltet diese kritische Auseinandersetzung in Bild und Text – und will zugleich zum Innehalten und Nachdenken anregen: Über den 9. November 1938, über Luthers Bedeutung für die Judenverfolgung durch den Nationalsozialismus, über den 9. November 1989, der ohne die reformatorischen Impulse kritischer Christen in der DDR nicht möglich geworden wäre und über die Frage, wo heute Widerständigkeit zum Schutz von Minderheiten angesagt ist.("Halt an den Schritt", Evangelisches Dekanat Bergstraße)
Der Text  auf dem Stolperstein (sieh Bild!) beginnt auf beiden Textseiten mit "Halt an den Schritt".
Auf der, die dem Holocaustgedenken gilt, fährt er fort "und sieh den Ort an dem millionenfacher mord ein leben wie das deine traf ...".
Auf der, die sich auf Luther bezieht, lautet die Fortsetzung: "und sieh den Mann, der immer wieder zieht in bann die protestanten aller welt ..."
Der volle Text ist auf den realen Würfeln zu sehen, die für die Gemeindearbeit ausgeliehen werden können:
"Gemeinden und Einzelpersonen haben im Anschluss an den Abend und solange die Ausstellung andauert die Möglichkeit, einen „poetischen Stolperstein“ mit in den eigenen Kontext zu nehmen: Als Denk- und Gesprächsanstoss, als Ausstellungsobjekt oder Impuls für den Gottesdienst. Eine "Gebrauchsanweissung" wird mit den „poetischen Stolpersteinen“ verteilt." (Evangelisches Dekanat Bergstraße)
(Neu)-Eröffnung der Ausstellung am 19. Mai um 18 Uhr im Haus der Kirche, Ludwigstr. 13, Heppenheim

mehr zur Ausstellung

Tweets zu Stolperstein


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