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Samstag, 27. Januar 2018

Nachrichten in leichter Sprache

http://www.nachrichtenleicht.de/

"Der neue Bahnhof in der Stadt Stuttgart wird teurer als geplant. Er soll mehr als 8 Milliarden Euro kosten. Das ist fast doppelt soviel wie gedacht. [...]

Dienstag, 5. Dezember 2017

Der Mittepunkt als Mediopunkt in der leichten Sprache

Der Mittepunkt ist uns allen als Rechenzeichen für die Grundrechnungsart Multiplikation (Malnehmen) bekannt und wird dann gelesen als "mal". 
Beispiel: 3·4=12 als 3 mal 4 = 12.
In der Leichten Sprache wird er dafür verwandt, zusammengesetzte Wörter optisch zu gliedern, wenn der Bindestrich dafür nicht geeignet ist, weil er zu Missverständnissen führen kann, und wird dann Mediopunkt genannt.
Beispiele: Geburts-Datum – Geburts·datum; Sach-Verständiger – Sach·verständiger.
Während der Bindestrich dazu führt, dass man den ersten Wortbestandteil als selbständiges Wort zu verstehen versucht, dient der Mediopunkt dazu, die Wortbestandteile abzugrenzen, ohne dass der Lesefluss unterbrochen wird. (Jedenfalls ist das die Absicht. Und wenn es nicht zumindest im Regelfall funktionierte, hätte man dies Hilfsmittel wohl aufgegeben.)

Montag, 23. Januar 2017

Literatur in einfacher Sprache


"Dieses Versteck ist wie ein Schiff auf dem offenen Meer. Man kann nicht einfach aussteigen. Wer aussteigt, ist tot." Alissa Walser erzählt an diesem Abend im Historischen Museum in Frankfurt die Geschichte von Margot Frank, der Schwester des jüdischen Mädchens Anne Frank, das mit seinem Tagebuch so viele Menschen erreichte. Walser wählt dafür kurze Sätze, einfache Worte, erläutert Sprachbilder. Diese Einfachheit gibt dem Text eine besondere Ästhetik. [...] 
Die einfache Sprache vereinfacht Grammatik und Wortschatz, Sätze sind kürzer und Fremdwörter werden vermieden. Im Alltag gebräuchliche Begriffe werden aber als bekannt vorausgesetzt und auch Nebensätze sind erlaubt. Walser ist eine von sechs Autorinnen und Autoren, die für das Projekt "Frankfurt, deine Geschichte" Texte in einfacher Sprache geschrieben haben."

http://www.badische-zeitung.de/autoren-schreiben-texte-in-einfacher-sprache

Einfache Sprache: "vereinfachte Standard-Schriftsprache für Menschen, die sich damit schwertun, sprachlich komplexe schriftliche Texte zu verarbeiten. Anders als die Leichte Sprache lässt sie keinen Regelverstoß gegen die Standardgrammatik zu und duldet unter anderem Nebensätze und Fremdwörter." (Wiktionary)

Leichte Sprache

Sonntag, 27. April 2014

Leichte Sprache und Auferstehung

Die Wikipedia zählt auf:
"Die vom Netzwerk Leichte Sprache aufgestellten Grundsätze der leichten Sprache sind[3]:
  • Es werden kurze Sätze verwendet.
  • Jeder Satz enthält nur eine Aussage.
  • Es werden Aktivsätze eingesetzt.
  • Ein verständlicher Satz besteht aus den Gliedern: Subjekt + Prädikat + Objekt, z. B. Das Kind streichelt den Hund.
  • Der Konjunktiv wird vermieden.
  • Der Genitiv wird in den meisten Fällen durch den Dativ ersetzt, z. B. Das Haus des Lehrers. oder Des Lehrers Haus. durch Das Haus von dem Lehrer. oder Das Haus vom Lehrer.
  • Abstrakte Begriffe werden vermieden; wo sie notwendig sind, werden sie durch anschauliche Beispiele oder Vergleiche erklärt.
  • Bildhafte Sprache wird vermieden, z. B. Rabeneltern.
  • Wenn Fremdwörter oder Fachwörter vorkommen, werden sie erklärt.
  • Bei langen Zusammensetzungen wird durch Bindestriche deutlich gemacht, aus welchen Wörtern die Zusammensetzungen bestehen.
  • Abkürzungen werden beim ersten Vorkommen durch die ausgeschriebene Form erklärt.
  • Es wird keine Kindersprache verwendet.
  • Bilder oder Filme helfen, einen Text besser zu verstehen.
  • Wörter werden nicht in durchgehenden Großbuchstaben geschrieben. Kursive Schrift wird nicht verwendet.
  • Texte werden übersichtlich gestaltet."
Im Blog von Aktion Mensch wird unter "Ist Leichte Sprache auch gut?" darauf hingewiesen, dass diese Regeln nicht ohne Ausnahmen gelten sollten. So ist "Netzwerk" zwar auch eine Metapher, aber dennoch "den allermeisten Menschen mit Behinderung vertraut". Auch muss bei Texten der Rechtssprache des öfteren die Negation verwendet werden, obwohl sie sonst vermieden werden sollte, um Missverständnisse zu vermeiden. (Mein Beispiel dazu: "Du sollst nicht töten." - Hier wird niemand das "nicht" überlesen. Und "Du sollst alles Leben bewahren" würde einen recht allgemein akzeptierten Grundsatz in einen Schweitzerschen Rigorismus verwandeln.)

Aufsätze zu "Leichte Sprache"

Kellermann zum Unterschied zwischen leichter und einfacher Sprache (letztere darf schwieriger sein.)

Zitat:
"Denn eine Vereinfachung sprachlicher Strukturen ist in Bezug auf die kommunizierten Inhalte nicht kostenneutral und sollte deshalb nicht automatisch als optimale Lösung betrachtet werden."


Über Auferstehung schreibt die Wikipedia:
"Als Auferstehung (griech. ἀνάστασις, Infinitiv ἀνιστάναι; 1. Pers. Präs. Indik. aktiv ἀνίστημι; lat. resurrectio) wird die Aufrichtung eines oder aller Gestorbenen zu einem ewigen Lebennach bzw. aus dem Tod bezeichnet. Eine Auferstehung erhoffen Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit, jedoch die Mehrheit der Gläubigen aller Weltreligionen. Nahezu alle Religionen teilen den Glauben an ein Ewiges Leben. [...]
Der Ausdruck wurde in verschiedenen Kulturkreisen der Antike für verschiedene religiöse Vorstellungen verwendet, die sich auf bestimmte Grundtypen zurückführen lassen:
im Zarathustrismus und später im Islam
als leibliche Auferstehung aller Gestorbenen zu einem Endgericht Gottes über Böse und Gute (ethischer Dualismus)
im HellenismusPlatonismus und Gnostizismus
als Wiedervereinigung der durch den Tod zuvor vom Leib getrennten Seele mit ihrem nunmehr wiederhergestellten und nicht mehr der Verwesung unterworfenen Leib. Diese Vorstellung kann sich mit älteren, ägyptischen oder fernöstlichen Gedanken einer Wiedergeburt oder Seelenwanderung verbinden. Sie setzt die Unsterblichkeit der körperlosen Seele voraus und begreift sie als den Wesenskern der Person und das Organisationszentrum des Leibes, das seine Vergänglichkeit überdauert.
im Judentum
als göttliche Rettung der auserwählten gerechten Israeliten aus dem Tod bzw. aus Gottes Endgericht zu einem neuen Leben auf dieser Erde – oder als umfassende Neuschöpfungder Welt, die alle Lebewesen einbezieht und den Tod überwindet (Bezug auf die Idee der Gerechtigkeit Gottes und eschatologische Heilsgeschichte)
im Christentum
als Vorwegnahme dieser Rettung aus dem Endgericht an der Person des Messias Jesus Christus, der zugleich der kommende Richter aller Lebenden und Toten ist und die kommende Auferstehung der Toten verbürgt (christologische Endzeiterwartung).
Leichte Sprache und Auferstehung passen nicht zusammen. Wie kann man dennoch versuchen, die Barriere zwischen beiden zu überwinden?

Im aktuellen Heft von Chrismon  wird über Schmerz geschrieben. Das Ende des Schmerzes kann wie eine Auferstehung erlebt werden.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Weshalb sind die Dinge, wie sie sind?

Über die Anfänge unserer Welt kann man auch in leichter Sprache berichten.

Hier folgt ein Beispiel:

Die Menschen wollten schon immer wissen, wie die Welt entstanden ist. Es gibt ganz verschiedene Geschichten, wie die Welt entstanden sein soll. Diese Geschichten waren für die Menschen immer wichtig. Die Geschichten haben den Menschen dabei geholfen, ihr Leben besser zu verstehen. Die Geschichten, wie die Welt entstanden sein soll, sind sehr verschieden. Aber alle Geschichten sind in einer Sache gleich: Sie erzählen immer, dass am Anfang alles durcheinander war. Und dann erzählen sie, wie das Durcheinander verschwunden sein soll und die Welt gemacht wurde. Und hier geht es weiter.