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Montag, 10. Mai 2021

Werkzeug der Unbequemlichkeit

 So hat Fontane in "Vor dem Sturm" die Zuckerzange genannt.

Was hätte er über die neusten Handys/Smartphones gesagt? Oder hätten die selbst ihm die Sprache verschlagen?

Wo es Hunderte (oder sind es Tausende?) von Tipps gibt, wie man was mit einem Handy machen kann, wo aber andererseits die Benutzung nicht nur von Marke zu Marke, sondern auch von Modell zu Modell sich unterscheidet, wo aber andererseits die Modellbezeichnung so sinnreich versteckt ist, dass - wenn man einen Nutzer derselben Marke fragt - man den Weg zur Modellbezeichnung kennen muss, um zu wissen, ob dieser Nutzer wissen kann, wie das eigene Modell bedient wird.

Was für eine stolze Erfahrung, wenn man einmal einen Tipp zu Ende nachvollzogen hat und dann erfahrenen Benutzern etwas erklären kann, was sie trotz Experimentierfreude noch nie entdeckt haben. 

Wenn sich über 90-Jährige im Internet zur Impfung anmelden sollen und dann per SMS über den Erfolg informiert bzw. gerade nicht informiert werden.

Sonntag, 24. Januar 2021

Damit er nicht immer liest!

 "Ich setze auf Beschäftigung für Helmut [9 J.], wo er nicht immer liest. Na, nächstes Jahr ist er im Jungvolk!"

Von heute aus ist das Klagen über viel lesen von Grundschülern und die Hoffnung auf Gleichschaltung durch Nazipropaganda etwas überraschend.

Ja, Lesen war 1944 das, was heute Daddeln mit dem Smartphone ist. 

Später hat er dann über seinem politischen Engagement und seiner Arbeit als Schulsprecher das Abitur verpasst und ist als Kommunalbeamter durch seine ausschweifende philosophische Lektüre aufgefallen und hat in einem politischen Arbeitskreis einen Professor dabei beraten, wie der sein Referat anlegen sollte. 

Mein großer Bruder, der schon mit 6 Jahren seinen kleinen Geschwistern vorgelesen hat. 

Samstag, 7. September 2019

Smartphone

Um zu frühe Vernetzungen zu verhindern, die zu Smartphonesucht führen können, sollten Kinder nach Expertenmeinung erst relativ spät Smartphones erhalten, etwa beim Übergang in die weiterführende Schule.
Oft kennen Erwachsene selbst die Gefahren nicht zureichend, denen man bei Smartphonenutzung ausgesetzt ist.

Freitag, 2. Oktober 2015

Smartphones in Kinderhand

Wie die Erziehung beim Smartphone-Konsum versagt 

"Die Auswirkungen von Smartphones sind vor allem bei Kindern verheerend. Eine Studie zeigt: Eltern sind oft machtlos. Mannheimer Forscher haben vier verschiedene Erziehungsstrategien ausgemacht. [...]
Fast die Hälfte gibt zu, durch das Handy abgelenkt zu werden, etwa von den Hausaufgaben (48 Prozent), oder unüberlegt persönliche Daten preiszugeben (43 Prozent).
Mehr als jeder vierte junge Befragte gab an, schon einmal Nachrichten von Fremden erhalten zu haben.
Jeder Vierte fühlt sich durch die permanente Kommunikation über Messenger-Dienste wie WhatsApp gestresst (24 Prozent).
 Jeder Fünfte (21 Prozent) ist schon auf nicht jugendfreien Seiten gelandet, gibt schulische Probleme durch seine starke Handynutzung zu (20 Prozent) und hat via Smartphone schon Gewaltvideos mit entwürdigenden Darstellungen bekommen (19 Prozent).
Jeder Siebte (15 Prozent) bemängelt, dass die echten Kontakte zu Freunden zu kurz kommen.
Jeder Zehnte (11 Prozent) ist bereits Opfer digitalen Mobbings oder von Ausgrenzung aus WhatsApp-Gruppen geworden.
Am geringsten scheint bei den Acht- bis Vierzehnjährigen noch das Problem des sogenannten Sextings: Nur knapp jeder zwanzigste Befragte (4 Prozent) gab an, bereits intime Fotos verschickt zu haben. [...]
Die Forscher fanden vier verschiedene Typen von Eltern:
Ein Siebtel (15 Prozent) kapituliert vor den mobilen Multifunktionsapparaten und verzichtet auf erzieherische Vorgaben.
Im Gegensatz zu dieser "Laissez-faire"-Gruppe stehen die "ängstlich-konservativen Reglementierer". Sie schränken den Umgang mit dem Smartphone ein und ignorieren die Nachteile, die ihren Kindern dadurch entstehen.
 Die "freundschaftlichen Liberalen" setzen auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kindern, können deren Handybegeisterung nachvollziehen und machen sich wenig Sorgen.
Die "kindzentrierten Aktiven" setzen sich mit dem Handykonsum ihrer Kinder stark auseinander, sprechen viel darüber und bemühen sich um nachvollziehbare Vorgaben für einen altersgerechten Umgang.
Technische Nutzungseinschränkungen sind den meisten Eltern unbekannt. Medienpädagogischen Rat aus dem Internet holen sich ebenfalls die wenigsten, fanden die Forscher heraus.

Dienstag, 22. September 2015

Smartphones in der Schule

Merkblatt Social Media im Unterricht

http://de.slideshare.net/richard_he/byod-in-duisburg-erfahrungen-aus-dem-projekt-lernen-25

https://davidsdenkarium.wordpress.com/2015/09/20/neue-schule-woche-4-smartphones-stundenklingel-a-wochen-technik-computer/

https://www.handysektor.de/navigation-paedagogen/paedagogenecke/handy-in-der-schule/handyordnung/handy-in-der-schule-regelungen-der-bundeslaender.html

F4: Schüler heute in Duisburg: In der Q1 passiert soviel im Unterricht, da hast du keine Zeit für Whatsapp.

A4: PLE: Schüler und Lehrer haben mit Smartphones Zugriff auf ihre persönliche Lernumgebung.

F6: Schüler heute: Im Internet wird niemand gemobbt, der nicht auch so gemobbt wird. Das Problem ist nicht das Internet.

A6: Ist imho Aufgabe der Schule und Eltern hier wieder Grundwerte zu vermitteln. So wie mir die Eltern auch Grundwerte verm. haben

A6 Unser Elternverein holt einen pens. Kripobeamten (Onlinekriminalität) i.d. Klassen der JS 8. Wäre m.E. bereits in JS 5 nötig.

Wichtiger ist, klarzumachen, dass das Internet nicht vergisst. Und wer heute mobbt, hat morgen ein Bewerbungsgespräch.