Posts mit dem Label vierte Gewalt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label vierte Gewalt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. September 2022

Habermas: Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und Precht/Welzer:Die vierte Gewalt

Jürgen Habermas: Die neue, erst noch entstehende Öffentlichkeit 
Von Arno Widmann FR 15.09.2022 über

Jürgen Habermas: Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik. Suhrkamp, Berlin 2022. 108 S., 18 Euro.

[...] Es ist die überarbeitete Fassung eines großen Artikels in einem Sonderheft der Zeitschrift „Leviathan“ zum Thema „Ein erneuter Strukturwandel der Öffentlichkeit?“. [...]

Es [das Buch] beschränkt sich auf die Rolle, die der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit für die „deliberative Politik“ spielt. Deliberative Politik? „Deliberatio“ heißt Beratschlagung auf Latein. [...] Gemeint ist eine Politik, bei der aus verschiedenen Ansichten, Meinungen in einer öffentlichen Auseinandersetzung ein gemeinsamer Weg gefunden wird. Demokratische Gesellschaften sind darauf angewiesen, dass das nicht nur die Politiker:innen tun. Die Staatsbürger und Staatsbürgerinnen selbst müssen einander so begegnen. Sie müssen einander anerkennen, und sie müssen sich kundig machen, um vernünftige Entscheidungen oder doch wenigstens vernünftige Begründungen für sie entwickeln zu können.

Das Internet hat die größte Öffentlichkeit hergestellt, die es jemals gab. Niemals war es leichter, sich über unterschiedlichste Vorgänge und deren Interpretationen zu informieren. Niemals konnte man mit mehr Menschen kommunizieren. Aber gerade das lässt das Verlangen nach Zugehörigkeit wachsen. Man sucht sich Freunde, bleibt mit denen in einer Blase hängen und verzichtet auf die Kommunikation mit den Vertreter:innen anderer Ansichten. Je stärker diese Tendenz wird, desto schwieriger wird es mit der Demokratie.

An anderer Stelle hat Widmann den Gedankengang von Habermas noch plastischer formuliert:

"Die digitale Revolution hat uns alle zu potentiellen Autoren gemacht, schreibt Habermas. Die sozialen Medien lassen unserer „Plapperlust“ freien Lauf. Sie sind die allen ungefiltert zugängige Öffentlichkeit. Durch sie erst sind die Medien wirklich nichts als Medien. Die Kontrollinstanzen von z. B. Redakteur und Lektor entfallen. Jeder kann jedem twittern. Auch die Politiker sind nicht mehr angewiesen auf „Bild und Glotze“. Sie erreichen ihre Follower direkt. Habermas begrüßt ausdrücklich die so stattfindende „Inklusion“. Es handelt sich zweifelsohne um einen demokratischen Schub. Aber er gefährdet, so dialektisch geht es zu, die Demokratie. Nein, das Wort dialektisch verwendet Habermas nicht. Aber er beschreibt diesen zwiespältigen Vorgang sehr genau. Habermas sieht die Gefahr, dass „sich die Meinungsbildung in den zersplitterten und gleichzeitig von selektiven Standards entlasteten Kommunikationsblasen gegen die rationalisierende Kraft einer diskursiven Vielfalt der Beiträge immunisiert.“

Sieh auch:
Sind die digitalen Medien eine Gefahr für die Gesellschaft? In seinem neuen Buch schaut Jürgen Habermas besorgt auf einen neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Eine Rezension von Peter Neumann, ZEIT 22.9.22

"[...] Nicht die [...] immer befürchtete Herrschaft des Allgemeinen, des Austauschbaren, das alles Einzelne unterschiedslos unter sich zu begraben droht, lauert heute noch am Horizont der Gesellschaftstheorie. Im Gegenteil: Inzwischen ist es die Herrschaft des Besonderen und Singulären, die die Aufklärung in ein falsches Freiheitsversprechen zurückfallen lässt. Je fein ziselierter und individueller sich eine Gesellschaft gibt, desto schwerer wird es, über dem mehr oder minder berechtigten Selbstinteresse das Gemeinwohl nicht aus den Augen zu verlieren. An dieser Volte im Spätwerk des 93-Jährigen dürften künftige Nachfolger der Kritischen Theorie noch lange zu knabbern haben. [...]"

Weitere Rezensionen in Kurzfassung bei Perlentaucher

Dasselbe Phänomen des Auseinanderfalles von (in den Qualitätsmedien) veröffentlichter Meinung und der ungefilterten Meinung der vielen anderen beschreiben:

R.D. Precht u. H. Welzer: Die vierte Gewalt, Fischer Verlag 2022

Der erste Satz laut FR (26.9.22, S.20/21): "Deutschland, eines der freiesten Länder der Welt, hat ein Problem mit der gefühlten Meinungsfreiheit." 
Weiter in der FR: "Dass die beiden ernstzunehmenden und um Empirie bemühten Intellektuellen dieser Aussage die Zahlen einer Umfrage folgen lassen, ehrt sie. Nur, sie müssten wissen, dass ihre These, die sie öffentlichkeitswirksam vertreten, zu solchen Umfrageergebnissen beitragen kann, die dann diese These wiederum belegen sollen." 
Dass die Autoren auf diese Umfrage hinweisen, nimmt der FR-Autor Benninghoff ihnen freilich übel und schreibt deshalb weiter: "Ein Zirkelschluss, der das ganze Elend populistischer Meinungsdebatten auf den Punkt bringt."
Dass einem Autor der Qualitätsmedien die Kritik der Autoren nicht gefällt und er sie seinerseits kritisiert, kann man ihm nicht übelnehmen. Nur dass der Hinweis auf einen Sachverhalt ein unzulässiger Zirkelschluss sein sollte, will mir nicht recht einleuchten.
Zumal deshalb nicht, weil sie dazu beitragen wollen, den Sachverhalt zu beseitigen, nämlich, dass Meinungsfreiheit als bedroht gefühlt wird.

weitere Rezensionen: NDR FAZ
Interview mit den Autoren: ZEIT

Ich habe meinerseits festgestellt, dass ich die Artikel der Wochenzeitung "Der Freitag" erfrischend finde, auch wenn sie m.E. des öfteren daneben liegen, einfach deshalb, weil da abweichende Meinungen intelligent vertreten werden. 
Allerdings kommt etwas Entscheidendes hinzu: Es wird immer wieder auf Sachverhalte hingewiesen, die mir in anderen Qualitätsmedien entgangen sind. Das passiert mir so oft sonst nur in ausländischen Presseerzeugnissen. 

Dass die Überlegungen von Habermas, Precht und Welzer nicht ganz neu sind, zeigt der folgende Abschnitt aus einem Artikel von vor über 7 Jahren:

"[...] Der gesamte Mechanismus der Weltaneignung und Wirklichkeitskonstruktion, den Disintermediation ermöglicht, ist also zwiespältig: Er kann uns befreien, weil auf einmal für jeden sichtbar die Diktatur der Mono-Perspektive zerbröselt. Und er kann uns in eine neue Verbiesterung und ideologische Verhärtung hineinlocken, weil sich nun der Einzelne – ohne offizielles Korrektiv, ohne die Irritation durch einen allgemein anerkannten Glaubwürdigkeitsfilter – seine Weltsicht zusammenbasteln und in seine höchstpersönliche Wirklichkeitsblase hineingoogeln kann.
[...] Worauf es insgesamt ankommt, ebendies meint Disintermediation bei gleichzeitiger Hyperintermediation*: Es entstehen, parallel zur publizistischen Selbstermächtigung des Einzelnen, Nachrichten- und Weltbildmaschinen eigener Art, globale Monopole der Wirklichkeitskonstruktion, die längst mächtiger sind als die klassischen Nachrichtenmacher. [...] Diese Gesellschaft braucht also, will sie nicht ihre liberal-aufklärerische Tradition verlassen, Denkräume und Wertedebatten, um die Frage nach der publizistischen Verantwortung in der öffentlichen Sphäre neu zu stellen, sie überhaupt erst zu behandeln. [...] Die neuen Player in der Erregungsarena der Gegenwart sind längst mitten unter uns, und es wäre fatal, die Frage nach der publizistischen Verantwortung aller weiterhin zu ignorieren. [...]" (Pöbeleien im Netz ersticken Debatten. Wir brauchen endlich Regeln! Ein Appell von Bernhard Pörksen, Die ZEIT 25.6.2015
*It's the proliferation—not elimination—of intermediaries that has made blogging so widespread.  The right term here is “hyperintermediation,” not “disintermediation.”(Intermediaries online are more powerful, and more subtle, than ever before.)

Meinen (Fontanefans) Kommentar zu Pörskens Artikel habe ich damals so formuliert:
"Dass man sich "in seine höchstpersönliche Wirklichkeitsblase hineingoogeln kann" sehe ich als gesellschaftliche Gefahr, wenn es keine Konkurrenz von anspruchsvollen Redaktionen mehr gibt. (Deshalb sehe ich auch im Monopol der Wikipedia eine Gefahr, ohne das hier weiter zu begründen.)
Freilich, da ich in der Ukrainekrise [das bezog sich auf die von 2014] wie der griechischen Finanzkrise weitgehend eine unkritische Übernahme der EU-Perspektive durch die Medien beobachtet habe, befürchte ich, dass auch die traditionellen Medien - aufgrund welcher Mechanismen auch immer - keine zureichende Meinungsvielfalt mehr generieren können." 

Dienstag, 7. Juli 2015

Weshalb sinkt das Vertrauen in die Medien (die "vierte Gewalt") und was hat das für Folgen?

Götz Hamann: Wer vertraut uns noch?

Hamann fragt sich, woher es kommt, dass die Massenmedien, die "vierte Gewalt", heute so viel kritischer gesehen werden als vor der Konkurrenz durch Soziale Netzwerke im Internet. Dann beschreibt er die Rolle Sozialer Netzwerke so:

"In diesen Netzwerken werden Artikel von Journalisten empfohlen und geteilt, sie sind weiterhin die zentrale Informationsquelle, aber ihre Glaubwürdigkeit beziehen sie vor allem von denen, die auf sie verweisen.
Nur ist diese fünfte Gewalt bisher ziemlich unzuverlässig, und sie liefert auch keine verlässliche Einordnung des Weltgeschehens. Auf Twitter beispielsweise geht eine Nachricht unter, die nicht sofort tausendfach geteilt und bewertet wird."
Ich persönlich erlebe die Rolle Sozialer Netzwerke für mich anders. Glaubwürdigkeit bekommt ein Blogger für mich aufgrund dessen, was er schreibt und wie er argumentiert. Der Text, auf den er verweist, wird für mich glaubwürdig durch den Autor oder die Institution, von der er stammt, nicht durch den Verfasser des Tweets. - So bin ich dankbar für jeden Text von Heribert Prantl und Jürgen Habermas, auf den ich aufmerksam gemacht werde. Denn da ich nur drei Zeitungen regelmäßig lese, bin ich auf die Information über qualitätvolle Texte außerhalb der von mir gelesenen Presseorgane auf Tipps angewiesen. (Zum Teil erhalte ich sie durch Tweets der Zeitungen, denen ich folge, weil ich nicht dazu komme, sie zu lesen.) 
Interessante Artikel aus Zeitungen, deren Tendenz mir nicht liegt, erhalte ich nur über Tweets, denn zum Glück sind die Twitterer, denen ich folge, nicht nach politischen Gesichtspunkten ausgewählt. Die Zeitungen schon.
Dass die zufälligen Tweets, die ich lese, "keine verlässliche Einordnung des Weltgeschehens" liefern, ist mir klar. Dafür lese ich ja Zeitungen. Wenn die Leistung von Zeitungsredaktionen ganz durch soziale Netzwerke ersetzt werden sollte, würde mir freilich angst und bange. Leider sehe ich mich aber außerstande, ein erfolgreiches Bezahlmodell für Internetzeitungen zu entwickeln. (Meiner Meinung nach müsste es vor allem einfach und sicher sein. Das ist vermutlich die Quadratur des Kreises. Vielleicht liegt die Chance darin, dass es ein gemeinsames Bezahlmodell gibt, das auf sehr niedrigen Preisen für jeden einzelnen Abruf basiert??)

Ein paar weitere Zitate aus Hamanns Aufsatz zur Anregung einer intensiveren Lektüre:
[...] "Nicht Kommunikationsmedien sind gut oder böse, sondern die Menschen. Und so hat sich nicht nur die Zahl der klugen, sondern mehr noch die der wirren und der beleidigenden Kommentare ins Unermessliche gesteigert. "Im Internet ruft dauernd 'jemand Skandal, Skandal' und findet schneller Zuspruch denn je. So entsteht ein regelrechter Empörungsrausch", sagt Burkhardt. [Medienwissenschaftler in Hamburg]
Dieser Empörungsrausch richtet sich zunehmend gegen Journalisten: Die eingangs zitierten Attacken galten Kollegen, die über Russland schreiben. Aber solche Grenzüberschreitungen gibt es fast überall, sie treffen Kritiker der Piratenpartei und der AfD ebenso wie Befürworter einer großzügigeren Flüchtlingspolitik." [...]

Dass es diesen Empörungsrausch gibt, ist nicht zu leugnen. Das ist wohl nicht zu verhindern, wenn jeder mitschreiben kann. Zu Verantwortung aufzurufen, bringt freilich wenig. Zu Verantwortung zu erziehen, ist zwar auf erstaunlich vielen Gebieten möglich (Mülltrennungsbereitschaft aus Umweltbewusstsein hat funktioniert, ist freilich nicht das effizienteste Verfahren), aber das allgemeine, gleiche und freie Wahlrecht hat man schließlich auch eingeführt, ohne die Wähler vorher zu erziehen. 
"Nicht vergessen ist auch, dass einige Journalisten die Exzesse, die der Finanzkrise im Jahr 2008 vorangingen, zwar untersucht und kritisiert haben. Aber den großen Crash sahen auch sie nicht kommen. Und weil das in eine Zeit fiel, in der in deutschen Medien die neoliberalen Stimmen dominierten, blieb der Eindruck, Wirtschaftsjournalisten hätten nicht nur nicht genau hingesehen. Sie seien vielmehr Propagandisten dieses ungezügelten Kapitalismus." [...]
Hat diese Zeit, in der in deutschen Medien die neoliberalen Stimmen dominierten, denn schon aufgehört? Im Feuilleton der ZEIT schon, aber nicht im Wirtschaftsteil oder gar im politischen.
"Vielleicht wird man einmal sagen, dass der Absturz der Germanwings-Maschine ein Wendepunkt war. Dass das Publikum von nun an genug hatte vom Skandal. Und, dass Journalisten wieder Erfolg damit hatten, sich zurückzuhalten.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Debatte nur das bisher klarste Zeichen dafür war, wie tief gespalten das Publikum ist: auf der einen Seite diejenigen, die Stabilität und Orientierung wollen. Auf der anderen Seite jene, deren Lust am Skandal unstillbar ist. "
Das halte ich auch für das Wahrscheinlichere. Aber das ist eine Folge der menschlichen Freiheit.
Übrigens, ich schreibe im Internet unter mehreren Pseudonymen. Meine Blogbeiträge sind freilich über das Impressum meiner bürgerlichen Identität zuzuordnen. Dass Soziale Netzwerke eine fünfte Gewalt darstellten, halte ich für eine ganz unangebrachte Vorstellung. Sie ermöglichen allenfalls etwas mehr Bürgerbeteiligung. 

Weit gewichtiger als der Aufsatz von Götz Hamann ist der von Bernhard Pörksen aus derselben Nummer der ZEIT:
Pöbeleien im Netz ersticken Debatten. Wir brauchen endlich Regeln! Ein Appell von Bernhard Pörksen
"In einem solchen Zusammenwirken der unterschiedlichsten Kräfte zeigt sich eine Neuverteilung der publizistischen Machtverhältnisse. Einerseits verlieren die traditionellen Gatekeeper des Journalismus an Macht, aber damit beginnt nicht das Reich totaler Freiheit, sondern es gewinnen Gatekeeper neuen Typs an Einfluss, die ihre publizistische Mitverantwortung bislang offensiv ignorieren. Auf eine Formel gebracht: Beobachtbar ist eine Disintermediation bei gleichzeitiger Hyperintermediation*. Das sind, zugegebenermaßen, ziemlich scheußliche Ausdrücke aus dem Begriffsarsenal der Medienwissenschaft. Sie zeigen jedoch, warum die Ausweitung der Verantwortungszone in all den Debatten über die Macht der Medien und die Veränderung der Öffentlichkeit unbedingt geleistet werden muss und warum die allgemeinen Appelle in Richtung einer Publikumsethik ins Leere gehen. [...] Und schließlich bedeutet dies, dass der klassische Journalismus an Deutungsautorität verliert (und damit die Agenda der Allgemeinheit an Strahlkraft und Verbindlichkeit einbüßt). Der gesamte Mechanismus der Weltaneignung und Wirklichkeitskonstruktion, den Disintermediation ermöglicht, ist also zwiespältig: Er kann uns befreien, weil auf einmal für jeden sichtbar die Diktatur der Mono-Perspektive zerbröselt. Und er kann uns in eine neue Verbiesterung und ideologische Verhärtung hineinlocken, weil sich nun der Einzelne – ohne offizielles Korrektiv, ohne die Irritation durch einen allgemein anerkannten Glaubwürdigkeitsfilter – seine Weltsicht zusammenbasteln und in seine höchstpersönliche Wirklichkeitsblase hineingoogeln kann.
[...] Worauf es insgesamt ankommt, ebendies meint Disintermediation bei gleichzeitiger Hyperintermediation: Es entstehen, parallel zur publizistischen Selbstermächtigung des Einzelnen, Nachrichten- und Weltbildmaschinen eigener Art, globale Monopole der Wirklichkeitskonstruktion, die längst mächtiger sind als die klassischen Nachrichtenmacher. [...] Diese Gesellschaft braucht also, will sie nicht ihre liberal-aufklärerische Tradition verlassen, Denkräume und Wertedebatten, um die Frage nach der publizistischen Verantwortung in der öffentlichen Sphäre neu zu stellen, sie überhaupt erst zu behandeln. [...] Die neuen Player in der Erregungsarena der Gegenwart sind längst mitten unter uns, und es wäre fatal, die Frage nach der publizistischen Verantwortung aller weiterhin zu ignorieren."

Mein Kommentar zu Pörskens Artikel findet sich im Blog Fontanefan.

*It's the proliferation—not elimination—of intermediaries that has made blogging so widespread.  The right term here is “hyperintermediation,” not “disintermediation.”(Intermediaries online are more powerful, and more subtle, than ever before.)