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Samstag, 22. Mai 2021

Corona

 "Nun ist es also passiert - 2 meiner SuS sind positiv getestet worden, 1 mit starken Symptomen mittlerweile. Die andere Schülerin hat eine kleine, an Leukämie erkrankte Schwester. Sie hat auch bereits ihre Mutter angesteckt.

Nun hocken wir alle in Quarantäne, bangen und hoffen, & bedanken uns derweil bei unserer ach so kompetenten Landesregierung, für den überaus wichtigen Unterricht in Präsenz Face with symbols over mouthPouting face Leute, ich könnte vor Wut alles kurz und klein hacken!!"


Es liegt nicht immer an Uneinsichtigkeit auf beiden Seiten, wenn in dieser Krise die Gesellschaft auseinander driftet. Es gibt auch sehr unterschiedliche Erfahrungen, die nahezu notwendig zu unterschiedlichen Erfahrungen führen. 

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Wann fing das politische Versagen an?

 https://twitter.com/PatrickGensing/status/1336915231151431681

https://unterrichten.zum.de/wiki/Vergleich:_Coronaepidemie_und_Klimawandel#Allgemeines

Je nach dem, ab wann man eine Entwicklung betrachtet, kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Im Fall der Coronaepidemie sind die wichtigsten Fehler am Anfang begangen worden, als Flugreisende nicht kontrolliert wurden. Die Entwicklung der letzten Wochen ist hauptsächlich auf die Jahreszeit zurückzuführen. Das wusste man vorher.

Die langfristigen Folgen eines harten Lockdowns (wirtschaftlich, im Bildungsbereich, in fehlender Fürsorge für Alte und Kranke) und eines beschränkten Lockdowns sind noch nicht bekannt; es gibt durchaus begründete Vermutungen; aber ein oder zwei aktuelle Messwerte erlauben noch keine bestimmten Vorhersagen.   



Freitag, 13. November 2020

Sicherheit contra Freiheit - fehlende Diskussionskultur in der Krise

Sicherheit contra Freiheit arte 10.11.20 (verfügbar bis 7.2.21): "[...] Streiten und Kompromisse schließen. Selbstverständliches geht in der Krise verloren. Unsere Gesellschaften teilen sich in zwei unversöhnliche Lager: In das der Kritiker und das der Befürworter der Maßnahmen. [...]"

Das gilt - in abgeschwächter Form - auch in Schweden, nur mit vertauschten Fronten. Hier sind die, die energischer Maßnahmen fordern, in der Minderheit. 

Dienstag, 10. November 2020

COVID-19, Krankenhauskeime und globale Erwärmung

 Gemeinsam ist ihnen, dass man mit ihnen nicht verhandeln kann. Es gibt kein Moratorium. 

Man muss handeln, um sie einzudämmen. 

Das gesellschaftliche Bewusstsein ist jetzt für COVID-19 geschärft, die Zahl der Infizierten und der Opfer von COVID-19 kann man täglich lesen. Die Infektionen durch Krankenhauskeime schwanken zwischen 400.000 und 600.000 im Jahr in Deutschland, 10 000 bis 20 000 versterben jährlich daran in Deutschland.

Über die Opfer der globalen Erwärmung gibt es noch keine Statistiken, zu vielfältig sind die Begleiterscheinungen, die diese Erwärmung mit sich bringt. Seriöse Schätzungen, wie viele Todesopfer sie im Jahr 2030 fordern wird, kann es keine geben, weil noch unklar ist, wie ernst die Anstrengungen, sie zu begrenzen, in den kommenden Jahren sein werden. Dass es ein großer Erfolg wäre, wenn man sie weltweit unter 100 Millionen halten könnte, ist aber jetzt schon klar. Vorläufig aber hören wir nur von einer ständigen Zunahme von Naturkatastrophen, in welchem Umfang sie auf die verschiedenen Folgen der Erwärmung zurückzuführen sind, wird sich vermutlich niemals feststellen lassen. 

Im gesellschaftlichen Bewusstsein ist gegenwärtig COVID-19 beherrschend, vom Klimawandel wird seit Jahrzehnten gesprochen, gehandelt worden ist selbst seit der Pariser Klimakonferenz kaum. Dass an Krankenhauskeimen in Deutschland weit mehr Menschen sterben als an COVID-19, wird fast nie thematisiert. Sonst müsste man ja auch auf diesem Sektor ernsthafte Maßnahmen ergreifen. 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Kurzerinnerung

 https://fontanefan.blogspot.com/2018/07/eine-realistische-weltsicht-schliet.html

Wir waren einmal auf einem richtigen Weg. Die Art der Bekämpfung von COVID-19 - so alternativlos sie unter anderen Gesichtspunkten erscheinen mag - hat die absolute Armut um viele Millionen vermehrt und wird sie auf absehbare Zeit weiter vermehren (wenn auch - hoffentlich - langsamer).

Freitag, 16. Oktober 2020

Sterblichkeitsrisiko durch COVID-19 im Vergleich zu Verkehrsunfällen

 "Damit ist auf jeden Fall gezeigt, dass SARS-CoV-2 kein gefährliches Killervirus ist und dass es für Menschen im Alter bis 65 Jahren und ohne Vorerkrankungen weitgehend ungefährlich ist, wenn es für sie eine ausreichende Gesundheitsversorgung gibt. Damit ist nicht gesagt, dass man eine freie Verbreitung des Virus zulassen sollte, aber doch wird die Notwendigkeit eines harten Lockdowns in Frage gestellt."

Führende Epidemiologen berechneten das Sterberisiko durch COVID-19 von , heise.de  

Originalwortlaut des Papiers von John Ioannidis u.a.:  
"The infection fatality rate of COVID-19 can vary substantially across different locations and this may reflect differences in population age structure and casemix of infected and deceased patients and other factors. The inferred infection fatality rates tended to be much lower than estimates made earlier in the pandemic."
(Submitted: 13 May 2020 – Revised version received: 13 September 2020 – Accepted: 15 September 2020 – Published online: 14 October 2020)  

John Joannidis "ist ein griechisch-amerikanischer Gesundheitswissenschaftler und Statistiker. Er ist Professor für Medizin und Professor für Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit an der Stanford University School of Medicine" (Wikipedia)

Montag, 17. August 2020

Immunität gegen COVID-19

"[...] Aber generell bleiben die Erkenntnisse, die momentan aus der Immunologie bezogen auf Sars-CoV-2 kommen, ermutigend. In der oben erwähnten “Cell”-Studie wurde auch Blut untersucht, das gesunden Erwachsenen vor dem Ausbruch von Sars-CoV-2 in den Jahren 2015 bis 2018 entnommen worden war. 60 Prozent der Proben enthielten T-Helferzellen, die Sars-CoV-2 -Fragmente erkannten. Die oben genannte Berliner Studie bestätigte diese Ergebnisse. Sie könnten bedeuten, dass ein bedeutender Teil der Bevölkerung zumindest zum Teil vor Sars-CoV-2 geschützt ist, weil diese Menschen mit bei uns heimischen Corona-Erkältungsviren in ihrem Leben infiziert waren und daraufhin eine wirkungsvolle Immunantwort ausgebildet haben. [...]"

https://www.rnd.de/gesundheit/was-passiert-bei-einer-corona-infektion-in-der-zelle-BFUAMMKO6RC2HOXGFNM6IT4S5Q.html

Dienstag, 16. Juni 2020

CoronaWarnApp

"Die Corona-Warn-App ist eine während der COVID-19-Pandemie vom Robert Koch-Institut 2020 veröffentlichte und von den Unternehmen SAP und Deutsche Telekom AG entwickelte deutsche COVID-19-App zur Kontakt-Nachverfolgung.[3] Die Software-Schnittstellen von Apple und Google und die Software-Protokolle von DP-3T und TCN werden genutzt.[4][...]" (Corona-Warn-App bei Wikipedia)
Hashtag #Corona-Warn-App bei Twitter

Dienstag, 28. April 2020

"Das Virus liebt die Freiheit genauso wie ich"

"Das Virus liebt die Freiheit genauso wie ich" ZEIT magazin 22.4.20

Xifan Yang, eine Chinesin, die vor dem Virus von China nach Deutschland floh und danach vor demselben Virus nach China zurück, berichtet: Nach der Quarantäne wird sie an die Maskenpflicht erinnert. Denn natürlich muss jemand, der nicht ansteckt und nicht angesteckt werden kann, eine Maske tragen. 
Natürlich nur, wenn die Gesamtheit wichtiger genommen wird als die Freiheit des Individuums.

"Ende Februar flog ich nach Deutschland, um meinen Mann wiederzusehen und Pause von Corona zu machen. Aber Corona kam mir hinterher. Nach vier Wochen flog ich zurück nach Peking, um meine Arbeit in China wieder aufzunehmen. "

"Bis zum 21. Februar, dem Tag, an dem ich Peking verließ, meldete die Stadt nur 399 Infizierte. Unterschlagen wurden in der Statistik asymptomatische Corona-Fälle, dennoch, für eine 22-Millionen-Metropole war Peking erstaunlich wenig betroffen. Dass der Stadt ein größerer Ausbruch samt Ausgangssperre erspart blieb, lag nicht nur an der Strenge des Staates: Meine chinesischen Freunde und Bekannten verhielten sich ausnahmslos diszipliniert. Weil sie sich noch an den Sars-Ausbruch vor 17 Jahren erinnerten oder weil sie das Ansteckungsrisiko, anders als ich, unabhängig davon von Anfang an ernst nahmen. Ich sah in Covid-19 nichts anderes als eine etwas schwerere Grippe, jedenfalls keinen Grund, mein Leben komplett einzustellen. Meine Cousine dagegen setzte zweieinhalb Wochen lang keinen Fuß vor die Wohnung. Nicht mal in den Hausflur. "Danke, mir fehlt es an nichts", antwortete sie auf meine Frage, wie es ihr ging."

"Sieben Tage später landete ich in München. Am Flughafen hielt mir niemand ein Messgerät an die Stirn, keine Kontrollen, gar nichts, nur ein Zettel zum Ausfüllen wurde mir vorgelegt, auf den ich eintragen sollte, ob ich aus einem Risikogebiet kam und Kontakt zu Infizierten gehabt hatte. Meine Mutter war eine Woche zuvor zurück nach Frankfurt geflogen. Weil sie verunsichert war, hatte sie einen Grenzbeamten gefragt, was sie zu tun habe. Schließlich kam sie ja aus China. "Nichts", antwortete der Beamte achselzuckend. "Tun Sie, was Sie wollen." – "Und meine Maske?", fragte meine Mutter. "Können Sie wegschmeißen." [...]"

"In den Tagen meiner Quarantäne werden die Mauern von Tag zu Tag weiter hochgezogen: In den USA eilen chinesischstämmige Einwanderer in Waffengeschäfte und rüsten sich zur Selbstverteidigung, weil sie auf der Straße angespuckt und körperlich attackiert werden. In China ergießt sich eine Welle des nationalen Chauvinismus im Netz: Ein Comic stellt Ausländer, die sich nicht an Quarantäne-Regeln halten, als Müll dar, den es auszusortieren gilt. "

Wie passt das zusammen? Nachzulesen bei Xifan Yang.

Sonntag, 8. März 2020

Lars Fischer: Ist Covid-19 wirklich gefährlicher als die Grippe?

Es ist schon oft kurz dargelegt worden, ich habe es aber selten aber so genau, stringent und unaufgeregt gelesen.

"Die neue Krankheit Covid-19 ähnelt auffällig der Grippe, sie ist ähnlich ansteckend, ungefähr so tödlich und gefährdet auch die gleichen Risikogruppen. Viele Leute fragen sich deswegen, warum wegen SARS-CoV-2 so viel mehr Aufwand getrieben wird.
Die Grippe ist nicht harmlos, im Gegenteil. [...]

Es gibt Grippe-Subtypen, die weitaus mehr Menschen töten als die bisherigen. Zum Beispiel die “Vogelgrippe” H5N1. Mit der haben sich in den letzten Jahren 861 Menschen infiziert, 455 sind gestorben. Den Grippestamm H7N9 haben sich seit 2013 etwa 1600 Menschen eingefangen, über 600 sind gestorben.
Stellt euch eine globale Seuche vor, die zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Infizierten tötet. Wegen solcher möglicher Pandemien gilt Grippe als die gefährlichste Krankheit der Welt, und Coronaviren spielen etwa in der gleichen Liga.
SARS tötete etwa zehn Prozent, das andere neue Coronavirus MERS sogar etwa 30 Prozent aller Kranken. Wir haben Glück gehabt. Mit seiner Sterblichkeit weit unter diesen Werten ist das pandemische SARS-CoV-2 zwar immer noch gefährlich, aber nicht so gefährlich, wie es hätte sein können."
(https://scilogs.spektrum.de/fischblog/covid19-gefahrlicher-als-grippe/ Lars Fischer 8.3.2020)

dazu sieh auch:
https://www.republik.ch/2020/03/09/wie-enden-epidemien

Coronavirus in Italien SZ 10.3.20

Länder mit bestätigten Krankheitsfällen 10.3.8:33 - 15:33
Fallzahlen für Deutschland nach Ländern aufgeschlüsselt

Die soziale Dimension der Epidemie (internationale Kommentare)

Reisevermeidung:
Mit virtueller Zusammenarbeit durch die Krise (Cogneon)
 Lead-User-Ansatz  Der Ansatz von Automattic ist in A Year Without Pants beschrieben. Der CEO Matt Mullenweg betreibt den Podcast Distributed zum Thema verteilte Zusammenarbeit.