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Mittwoch, 9. Oktober 2024

Wi gefährlich ist Mikroplastik? Was wir wissen und was nicht.

Wie gefährlich ist Mikroplastik? Was wir wissen und was nicht (Silke Jäger, in Krautreporter 8.10.24) 

"[...] Kleinstplastik ist überall. Wirklich überall: im Meer, im Boden, in unseren Nahrungsmitteln, in Flüssen und Seen, im Trinkwasser, auf dem Mount Everest, im antarktischen Eis und in der Luft, die wir einatmen.

Wenn uns beim Strandurlaub weggeworfene Plastikflaschen oder -tüten stören, müssen wir uns bewusst machen: Plastik, das wir mit dem bloßen Auge sehen können, ist nur die Minispitze eines riesigen Problems. Inzwischen ist sicher, dass die Verschmutzung mit Mikro- und Nanoplastik ein noch größeres Problem ist als der sichtbare Plastikmüllberg. Gleichzeitig gilt: Je größer der sichtbare Plastikberg, desto mehr Kleinstplastik wird entstehen.  [...]"

Die KI Gemini meint dazu:

Absolut, das Thema Mikroplastik ist in der Tat besorgniserregend und Gegenstand intensiver Forschung.

Was ist Mikroplastik eigentlich?

Mikroplastik sind winzige Plastikpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie entstehen durch den Abrieb größerer Plastikteile oder werden bereits als winzige Kügelchen in Kosmetika oder Reinigungsmitteln eingesetzt.

Warum ist Mikroplastik so gefährlich?

  • Umweltverschmutzung: Mikroplastik gelangt in unsere Gewässer und Böden und reichert sich dort an. Es wird von Meereslebewesen aufgenommen und reichert sich in der Nahrungskette an.
  • Gesundheitliche Risiken: Obwohl die genauen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit noch nicht vollständig geklärt sind, gibt es Hinweise darauf, dass Mikroplastik über die Nahrungskette auch in unseren Körper gelangen kann und dort möglicherweise Entzündungen oder andere gesundheitliche Probleme auslösen könnte.
  • Langlebigkeit: Mikroplastik ist äußerst langlebig und zersetzt sich nur sehr langsam. Dadurch bleibt es lange in der Umwelt erhalten und reichert sich immer weiter an.

Welche Auswirkungen hat Mikroplastik auf die Umwelt und Lebewesen?

  • Meerestiere: Viele Meerestiere verwechseln Mikroplastik mit Nahrung und nehmen es auf. Dies kann zu Verstopfungen im Verdauungstrakt, Verletzungen und letztendlich zum Tod führen.
  • Nahrungskette: Mikroplastik reichert sich in der Nahrungskette an und kann so auch in unsere Nahrung gelangen.
  • Ökosysteme: Mikroplastik kann Ökosysteme stören und die Artenvielfalt beeinträchtigen.

Was können wir dagegen tun?

  • Plastikmüll reduzieren: Jeder kann dazu beitragen, die Plastikmüllmenge zu reduzieren, indem er auf Einwegplastik verzichtet und Produkte mit wenig oder keinem Plastik bevorzugt.
  • Aufklärung: Es ist wichtig, über die Gefahren von Mikroplastik aufzuklären und Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren.
  • Politik: Politische Maßnahmen sind erforderlich, um die Produktion und den Einsatz von Mikroplastik zu regulieren.
  • Forschung: Die Forschung muss weiter vorangetrieben werden, um die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit besser zu verstehen.

Möchtest du noch mehr über ein bestimmtes Thema erfahren? Zum Beispiel über die Quellen von Mikroplastik, die Auswirkungen auf bestimmte Tierarten oder mögliche Lösungen?

Hier sind einige weitere Links, die du vielleicht interessant findest:

Freitag, 3. März 2023

Mehr kaufen bedeutet mehr Müll, der die Umwelt verschmutzt

 Die Industrieländer "entsorgen" ihren Müll ins Ausland. Von dort gerät er in die Weltmeere.

"Der Bericht ist erschütternd. Die westliche Welt entsorgt ihre alten Kleidungsstücke nach 
Ghana, so dass am Flussufer ein stinkender Müllberg von 30 m Höhe entsteht. Der Fluss 
und das Ufer des angrenzenden atlantischen Ozeans sind voller Lumpen.
Das Mantra "mindestens 2 Prozent Wirtschaftswachstum pro Jahr" und die kostengünstige 
Entsorgung verursachen solche Missstände in den armen Ländern. [...] Es wäre für unser 
Zusammenleben, für unsere Gesellschaft und für die Umwelt besser, wenn wir statt 2 Prozent 
Wirtschaftswachstum mehr Gerechtigkeit mehr Zufriedenheit und eine verbesserte Umwelt 
als Ziele definieren würden, anstatt mehr zu produzieren, mehr zu kaufen und mehr zu 
entsorgen."
Leserbrief von Herbert Müller in der  Frankfurter Rundschau vom 3.3.23

Von Plastik ist es ja bekannt, dass Mikroplastik* überall bis weit in Polarregionen 
Fischsterben verursacht. 
Wir wissen, dass in armen Ländern Millionen, vor allem Kinder, davon leben,
aus Müllbergen Elektroschrott zu sammeln und die giftigen Dämpfe beim Recyceln in
Kauf zu nehmen. 
Aber dass unsere Wegwerftextilien nicht nur die Textilproduktion armer Länder ruiniert,
sondern dann auch die Umwelt, das hätten die meisten von uns wohl nicht angenommen.

*Karin Kvale: "[...] Nach Schätzungen gelangen 15 bis 40 Prozent der unzureichend 

behandelten Plastikabfälle aus Küstenländern alljährlich [...] ins Meer." (S.91)[4]

"Die gegenwärtigen Probleme mit der Plastikverschmutzung dürften sich noch verschärfen, 

da die petrochemischen Unternehmen im Kunststoff einen wichtigen Wachstumsbereich für 

die Zukunft erblicken. Die in unserem Leben so allgegenwärtigen billigen und bequemen 

Verpackungen sind mit Hinweisen auf die angebliche Wiederverwertbarkeit oder 

Kompostierbarkeit beklebt, die uns ermuntern, noch mehr zu kaufen und uns dabei 

wohlzufühlen. Doch weltweit bleibt unser Müllmanagementsystem weiterhin undicht 

und vermag einen Großteil der auf dem Markt befindlichen Produkte nicht zu recyceln. 

Die mangelhafte Regulierung der Verpackungskennzeichnung stärkt das Phänomen des 

bloßen Wunschdenkens auf dem Gebiet der Wiederverwertung, das zu einer Kontaminierung 

der Abfallströme und schließlich dazu führt, dass eigentlich recycelbare Kunststoffe auf 

Deponien oder gar in der freien Natur landen. [...] in unseren Meeren und in der Atmosphäre 

zeichnet sich eine Tragödie des AllgemeingutsWikipedia-logo.png ab, die zu ihrer Lösung dringend einer 

zwischenstaatlichen Koordinierung bedarf." (Greta Thunberg: Das Klima-Buch, S. 92/93)

"Die Aufnahme von Mikroplastik stellt eine Belastung für am Meeresboden lebende Tiere 

dar und beeinträchtigt deren Fortpflanzung, so dass die Funktionsweise des gesamten 

Ökosystems Schaden nehmen kann."

Freitag, 18. Mai 2018

Mehr Verbote für Mikroplastik!

Die Verwendung von FCKWs in Spraydosen konnte völlig unschuldig geschehen, solange man den Zusammenhang mit dem Ozonloch noch nicht kannte.
Die Verwendung von Mikroplastik in Cremes war unschuldig, solange man die Auswirkung auf  Gewässer und die Nahrungskette nicht kannte.
Jetzt, wo sie bekannt ist, darf man die Verantwortung für die Nichtverwendung von Plastik nicht den Verbrauchern überlassen, weil man von ihnen nicht verlangen kann, dass sie sich bei allen Produkten, die Mikroplastik enthalten könnten, kundig macht und sie boykottiert.
Aber auch dafür, den einzelnen Unternehmern die Verantwortung zu überlassen, ist es inzwischen zu spät. Die Produktionsprozesse sind inzwischen eingespielt und wer sich umstellt, erleidet einen kurzfristigen Konkurrenznachteil. Angesichts der kurzfristig orientierten Unternehmensstrategien wird sich kaum ein Unternehmen darauf einlassen.
Deshalb muss ein Verbot erfolgen.
Noch gibt es Bereiche, auf denen Politik gestaltenden Einfluss auf die Wirtschaft hat. Diesen Einfluss muss sie für das globale Allgemeinwohl nutzen.