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Samstag, 25. Februar 2023

Überforderung im Haushalt?

"[...] Davis: Unser Gehirn – insbesondere, wenn man ADHS hat – liebt Fortschritt. Wenn kein Ende in Sicht ist, demotiviert es schnell. Ich rate daher, Aufgaben in Kategorien aufzuteilen. Ich nehme mir zum Beispiel vor, den Müll im ganzen Haus aufzuheben. Wirklich nur den Müll, keine Spielzeuge, keine anderen Sachen. Das dauert oft nur wenige Minuten. Man hat ein Erfolgserlebnis und ist meistens motiviert, weiterzumachen. Und wenn ich am Ende eines Tages mal gar keine Kraft mehr habe, spüle ich per Hand nur drei Teller fürs Frühstück. Es ist wichtig, nachsichtig zu sich zu sein. Und Prioritäten zu setzen. 

 ZEITmagazin ONLINE: Genau das fällt aber vielen schwer, wenn sie ohnehin überfordert sind. Wie entscheidet man, welche Aufgaben man erledigt – und welche warten können?

Davis: Ich empfehle, Aufgaben danach einzuteilen, wie viel Energie sie brauchen und wie viel Auswirkung sie haben. Während einer Stressphase lässt man die Aufgaben fallen, bei denen das Verhältnis nicht stimmt. Das ist für jeden Menschen verschieden. Sauberes Geschirr bedeutet für mich mittelviel Arbeit, hat aber eine riesige Auswirkung darauf, wie ich mich fühle. Das erledige ich auch an schlimmen Tagen. Ein ordentlicher Kleiderschrank – viel Arbeit, wenig Auswirkung – fliegt raus. Es ist besser, jeden Tag ein, zwei Dinge zu machen, als einen perfekten Putzplan zu haben, den man nur eine Woche durchhält. [...]"

Donnerstag, 7. April 2016

Wie schafft man es, mit weniger auszukommen?

"Das Ziel soll nicht sein, gezwungenermaßen alles wegzuwerfen. Sondern nur so viel, wie es euch tut. Wenn euch die Büchersammlung ein gutes Gefühl gibt, obwohl ihr die meisten Bücher nicht noch einmal lesen werdet, dann behaltet sie. Gleiches gilt für Erinnerungsstücke. Für die könnte man eine schöne Box anlegen. Alles, was rein passt, bleibt, alles andere wird weitergegeben. [...] Jetzt aber nicht in alte Verhaltensmuster verfallen und den gewonnenen Platz mit neuem Ballast füllen. Sondern fangt an, bewusster einzukaufen. Nicht möglichst viel und möglichst billiges Zeug, sondern lieber etwas Wertigeres, das länger hält. Das schont Ressourcen. 
Fragt euch außerdem bei jedem Kauf, ob ihr das wirklich braucht. Oder ob ihr es nicht in einem Jahr spätestens doch wieder aussortieren würdet. Ist es die Lebenszeit, die ihr hinein gesteckt habt, um das nötige Geld zu verdienen, wirklich wert?"
So schafft ihr es, euch von unnützem Kram zu befreien ZEIT online 7.4.16