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Sonntag, 10. Mai 2020

Hesychasmus

"Der Hesychasmus (altgriechisch ἡσυχασμός hēsychasmós) ist eine Form von Spiritualität, die im Mittelalter von orthodoxen byzantinischen Mönchen entwickelt wurde. Seine Ausgangsbasis bilden Verhaltensregeln des spätantiken Mönchtums. Der Begriff ist von dem griechischen Wort hesychia (ἡσυχία hēsychía) abgeleitet, das „Ruhe“ oder „Stille“ bedeutet. Mit hesychia verbinden sich die Vorstellungen von Gelassenheit und innerem Frieden. Hesychasten machen die Erlangung und Bewahrung solcher Ruhe zum Ziel intensiver systematischer Bemühungen.
Der Verwirklichung der hesychia dient beharrliches Üben im Rahmen einer speziellen Gebetspraxis. Die betenden Hesychasten wiederholen über lange Zeiträume das Jesusgebet*. Als Hilfsmittel zur Förderung der Konzentration setzen sie eine Atemtechnik ein. Angestrebt wird der Zustand des völligen Seelenfriedens, der als Voraussetzung für das Erleben einer besonderen göttlichen Gnade gilt: Nach der Auffassung der Hesychasten können Betende das ungeschaffene Taborlicht in einer Vision wahrnehmen. Die Lehre, der zufolge im ungeschaffenen Licht Gott selbst anwesend und sichtbar ist, gehört seit dem Spätmittelalter zum Kernbestand der hesychastischen Überzeugungen.
Ihr Zentrum hatte die mittelalterliche hesychastische Bewegung in den Klöstern und Skiten auf dem Berg Athos. In ihrer Blütezeit im Spätmittelalter breitete sie sich auch in den nördlichen Balkanraum und nach Russland aus. [...]"
mehr dazu sieh -> Wikipedia

*Das Jesusgebet, auch Herzensgebet oder immerwährendes Gebet genannt, ist ein besonders in den orthodoxen Kirchen weit verbreitetes Gebet, bei dem ununterbrochen der Name Jesu Christi angerufen wird. Damit soll der Aufforderung „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17 EU) des Apostels Paulus Genüge getan werden. Im Hesychasmus und anderen Meditationsformen der Ostkirchen nimmt dieses Gebet eine zentrale Stellung ein. [...] (Wikipedia:Jesusgebet)

Mittwoch, 6. Mai 2015

Byzantinisches Heldenepos Digenis Akritas

"Digenis Akritas, Hauptfigur und Namensgeber des Epos, ist ein fiktiver oder jedenfalls mythischer Vertreter der Akriten aus der Zeit des Kaisers Basileios I. (867-886) oder aber Basileios II. (976-1025). Allgemein wird die Zeit der Makedonischen Dynastie als historischer Hintergrund angenommen; gleichwohl bleibt die Historizität der Ereignisse und Gestalten des Epos im Unklaren. Das Gedicht selber ist in Alexandrinern abgefasst und handelt von Leben und Taten des Helden." (Wikipedia)

Nach Steven Runciman in mancher Weise mit der Chanson de Roland vergleichbar, "in der Brillanz der Schilderungen und  der Feinheit der psychologischen Zeichnung ist ihm der Digenis Akritas jedoch unendlich überlegen". (Byzanz, dtv, S.306)