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Mittwoch, 1. Oktober 2025
Kirchentage 2011 und folgende
Sonntag, 4. Mai 2025
Evangelischer Kirchentag 2025 und früher
Kirchentag 2025
Das ökumenische Friedenszentrum wurde bisher noch nicht genügend wahrgenommen
Queering Kirchentag 2025
zu einigen früheren Kirchentagen
Ein kleines grünes Band (Aufforderung zum Gebet für Gefährdete - Christian Führer und Friedensgebete)
Statistik und Erfolgsbilanz
Insgesamt haben den Angaben zufolge 81.000 Menschen ein Ticket für den Kirchentag gekauft. Davon hatten 25.000 Menschen Tagestickets, 56.000 ein Dauerticket. Das sind deutlich mehr als vor zwei Jahren in Nürnberg, damals kamen rund 70.000 Besucher mit Eintrittskarte auf den Kirchentag. Rechnet man die Besucher der Konzerte, des Abends der Begegnung und der weiteren kostenlosen Angebote in der Innenstadt dazu, haben den Veranstaltern zufolge mehr als 150.000 Menschen am Kirchentag in Hannover teilgenommen.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) bezeichnete den Kirchentag als "Frühlingsmärchen". "Die Stadt war euphorisiert, wir sind wehmütig, dass es vorbei ist", sagte er. Beeindruckt habe ihn vor allem die Friedfertigkeit der Veranstaltung. "Der Kirchentag ist ein Großereignis und es gab keinerlei Konflikte, das ist wirklich erstaunlich."
Schwerpunktthemen der 1.500 Veranstaltungen in der Stadt und auf dem Gelände der Deutschen Messe waren Klimaschutz, Rechtsextremismus, Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt sowie Friedenspolitik. 4.500 freiwillige Helfer haben die Veranstaltung begleitet. Der Kirchentag findet alle zwei Jahre statt, der nächste vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf.
Einzelveranstaltungen:
Budde sagte, sie wünschte, sie würde Deutsch sprechen. Sie habe noch nie eine Bibelstelle vor so vielen Menschen ausgelegt. Weltweit bekannt wurde sie mit ihrer Predigt am Tag nach der zweiten Amtseinführung von Donald Trump, in der sie den anwesenden US-Präsidenten aufrief, Erbarmen und Mitgefühl mit den Schwächsten zu zeigen.
Die Bischöfin der episkopalen Diözese von Washington wies in ihrer Bibelarbeit auf die lebensverändernde Kraft des Christentums hin. Es gelte, in jedem Leben auf die innere Kraft zu vertrauen und das Richtige zu tun. Jeder könne den Weg von der Trauer zur Freude, von der Angst zum Mut finden.
Käßmann fordert mehr Gottvertrauen
Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, rief zu mehr Gottvertrauen in einer kriegs- und krisengeprägten Zeit auf. Vor Tausenden Zuhörerinnen und Zuhörern sagte sie, die Auferstehung Jesu könne den Mut geben, für eine bessere Welt einzustehen. "Dann können wir widerständig sein in einer Welt der Lügen, die verbreitet werden. Dann können wir trotzig sein gegenüber all dem Gerede von Aufrüstung, die Sicherheit und Zukunft bringen soll", unterstrich Käßmann.
Jesus habe eine "Kontrastgesellschaft" zu einer kriegerischen Welt entworfen, sagte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin. Eine solche Welt biete "Machotypen" wie Trump oder dem russischen Präsidentin Wladimir Putin keine Bühne. Sie betonte die für Frieden, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zentrale Bedeutung von Frauen.
Klöckner: Demokratie gibt es nicht im Schlafwagen
Bundestagspräsidentin Klöckner sagte bei ihrer Bibelauslegung: "Angst befreit nicht, Angst verkleinert und schnürt ein." Ängste sollten nicht zum Erreichen eigener politischer Ziele missbraucht werden. "Ein ganzes Volk permanent in Angst zu versetzen, das ist nicht nur unglaubwürdig, das ist auch unchristlich", erklärte Klöckner, ohne die AfD explizit zu nennen, und rief zum Einsatz für die Demokratie auf: "Demokratie gibt es nicht im Schlafwagen, die bleibt nicht einfach, nur weil sie da ist."
Die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst will den Umgang mit sexualisierter Gewalt in allen kirchlichen Ausbildungsberufen verankern. Von der Gemeindepädagogin bis zum Theologiestudium müsse das Thema in jede Ausbildung rein, forderte die Sprecherin der kirchlichen Beauftragten im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in EKD und Diakonie.
Die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs erklärte, die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Kirche sei ein bitterer Weg, "weil Verletzung und Unrecht in unserer Kirche begangen wurden". Der Publizist Heribert Prantl rief die Kirchen nach den Missbrauchsskandalen zu Machtverzicht auf. Eine Säkularisierung der Gesellschaft könne auch Positives bewirken.
Fehrs und Prantl begrüßten zu Beginn ihrer Dialogbibelarbeit die Einstufung der AfD durch den Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch.
Vor der Papstwahl in der kommenden Woche machte sich der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, erneut für die Rechte von Frauen stark. Er wünsche sich sehr, dass Frauen und Männer gemeinsam die Kirche leiten können, sagte der Limburger Bischof. Die Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Bettina Limperg, fragte in der Dialogbibelarbeit, wann es eine Päpstin geben werde. Sie akzeptiere, dass es eine katholische Frau sein müsste: "Deswegen bewerbe ich mich auch nicht."
Montag, 8. Juni 2015
Rau kanzelt Professor ab, Merkel und Obama spielen Bayerns Tourismus-Botschafter
Merkel lobt die bayrische Landschaft, Obama Bier, Weißwürste und Lederhosen. Irgendwofür müssen die 200 Mill. € Kosten des Gipfels doch gut sein.
Es gäbe so viel zu kommentieren zu G7-Gipfel und Kirchentag. Hoffentlich komme ich wenigstens noch dazu, das eine oder andere zu verlinken.
G7-Gipfel (Video) G7-Gipfel (Spiegel online)
Kirchentagsseite meine Auswahl vom Kirchentag
Zu Gauck insbesondere: Rosa und Gauck im Streitgespräch, taz.de, 4.6.
Der gesamte Artikel lobt Gauck in hohen Tönen. So, wenn er berichtet, Gauck habe Rosa entgegnet: "Überhaupt störe ihn der Klang der Impulse Rosas – dieser pessimistische Ton, diese antipolitische Haltung, die nie etwas zum Gelingen bringen will, sondern nur Recht zu haben beansprucht. " und der den Bericht zusammenfasst:
"Am Ende musste man zweimal hingucken: Wer von beiden war eigentlich der Jüngere, Erfrischendere, Kraftvollere? Rosa, der sich trotz seiner 49 Jahre wie ein Alter anhörte, der eine bittere Bilanz der politischen Lage zog? Oder Gauck, 75 Jahre, der sich streckenweise anhörte wie ein gelassen gewordener Aufmüpfiger, der dem Werden einer besseren Welt immer noch mit einem „Da mache ich mit!“ begegnet [...] Streitlustiger war ein Bundespräsident auf Kirchentagen nie."
Für mich ist freilich kritisch nicht gleich pessimistisch. Sonst wären die Kritiker des realexistierenden Sozialismus in der DDR Pessimisten gewesen. Offenbar ist Gauck inzwischen äußerst etabliert. Verantwortung will er als Politiker nicht übernehmen. Das solle jeder für sich und sein Leben tun, aber keine Forderungen an die Politik stellen.