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Dienstag, 27. Dezember 2022

Finanzierung von Klimaschutz (Gastbeitrag)

 Was die Frage angeht, wie die Welt den Kampf gegen den Klimawandel finanzieren könnte, halte ich die Einführung einer weltweiten Erbschaftssteuer für sinnvoll. Habe mal überschlagen: Wenn es einen Freibetrag von 1 Millionen Dollar gäbe und 50% Erbschaftssteuer oberhalb dieses Betrages ohne Ausnahmen gäbe und die zusätzlichen Einnahmen für Investitionen gegen die Klimaerwärmung eingesetzt werden würden, ständen der Welt pro Jahr ca. 3 Billionen Dollar zur Verfügung. Ein niedrigerer Steuersatz würde also auch schon viel bringen. Natürlich müsste man der Wirtschaft dann noch entgegenkommen und zum Beispiel die Erbschaftssteuer in 25 Jahresraten abzahlen lassen, aber mit den Einnahmen könnte man richtig viel ausrichten. Und das wäre auch gerecht, weil die reichen Nationen und die reichen Bürger, die am meisten zur Klimaerwärmung beitragen, dann zur Kasse gebeten werden. Im ersten Jahr könnten dann bis zu 120 Milliarden Dollar investiert werden, im zweiten Jahr 240 Milliarden usw. und noch viel mehr, da dann Kredite aufgenommen werden könnten angesichts der erwarteten künftigen Einnahmen und wirtschaftlich wären die Nachteile überschaubar glaube ich. Wenn man die Mehrheit der Bürger weltweit davon überzeugen könnte, dass sie Druck auf die Politik und die Reichen ausüben, könnte man glaube ich viel bewirken.

Freitag, 21. Februar 2020

Steuern

Das bisschen Steuer: "Der Staat sollte die sprudelnden Einnahmen nutzen, um seine Bürger zu entlasten – aber bitte nicht mich." von Mark Schieritz, ZEIT 7/2020 5.2.20

Samstag, 3. Januar 2015

Die Erbschaftssteuer ist die gerechteste Steuer, aber ...

Selbst die Korrekturforderungen des Verfassungsgerichtes berücksichtigt würden, wäre sie noch zu gering.
So sehen es Niejahr und Schieritz in ihrem Artikel "Weder einfach noch gerecht" in der ZEIT Nr.52  vom 17.12.2014

vgl. dazu auch Piketty, der eine massive Erbschaftssteuer befürwortet. ERBSCHAFTSTEUER Hört auf zu jammern! ZEIT Nr.25 18.6.15, S.21
"Warum beschweren sich Unternehmer über die geplante Reform der Erbschaftsteuer? Sie kommen immer noch so gut weg, dass es einer Leistungsgesellschaft unwürdig ist"

Donnerstag, 14. November 2013

Wie Deutschland seinen Exportüberschuss reduzieren könnte

David Böcking schreibt umständlich darüber, weshalb die deutsche Regierung keine Chance hätte, den das wirtschaftliche Gleichgewicht gefährdenden Exportüberschuss zu vermindern.
Die nächstliegende Lösung "Finanzierung staatlicher Investitionen über höhere Steuern für die Gewinner der Steuersenkungen" des letzten 15 Jahre vermeidet er ebenso, wie es die SPD in den Koalitionsverhandlungen tut.
Gilt selbst für Journalisten ein Denkverbot für alles, was die Große Koalition gefährden könnte?

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Der Millionär hat's schwer

"Weltwoche"-Chefredakteur Roger Köppel und Luxuswarendiscounterin Claudia Obert wird Gelegenheit gegeben, ihr interessengeleitetes Denken zu produzieren. Köppel tut so, als wäre die Französische Revolution verhindert worden, wenn es nur mehr reiche Adelige gegeben hätte. ("Je mehr Reiche es gibt, umso besser ist es für die Gesellschaft." und meint offenbar besser für Schweizer Banken) Claudia Obert sagt: "Ich mach mir nichts aus Hab und Gut. Ich gebe lieber am Tag 1000 Euro aus, als dass ich 1000 Euro spare. [...] Ich geh nach dem Geld."

Sandra Maischberger, die hervorragende Interviews mit Einzelpersonen geführt hat, hat sich wieder einmal ein Team zusammenstellen lassen, das keinem einzigen Argumentationsgang folgt. Und sie macht kaum einen ernsthaften Versuch, daran etwas zu ändern.

Wenn man bedenkt, wie nah unsere Gesellschaft vor verschiedenen Katastrophen steht - die Klimakatastrophe ist wohl die unausweichlichste - dann klingt das chaotische Durcheinanderreden wie die Tanzmusik während des Untergangs der Titanic.
Trotzdem, ich brachte es nicht fertig, abzubrechen. Da kommen einzelne kurzfristig dazu, Probleme zu benennen; aber die andern schaffen es ohne weiteres den Weckruf "Schiff vom Eisberg gerammt!" zu ignorieren.
Wer's nicht glaubt, darf es gern hier nachhören: Maischberger: Der Millionär hats schwer - Reiche zur Kasse.

Aber: Niemandem droht für seine Meinungsäußerung Gefängnis oder gar KZ.
Uns geht es gut.
Nur: wie viele Menschen verhungern, weil wir so mit einander reden?
Wie wird es unseren Kindern und Enkeln gehen, weil wir so mit einander reden?

Übrigens, wenn man wissen will, was Johannes Ponader zu sagen hat, wenn er zu Wort kommt, kann hier etwas nachlesen.

Politischer Geschäftsführer der Piraten zu sein, ist ein harter Job. Die ehemalige Geschäftsführerin Marina Weisband bekommt freilich Hilfe, wenn sie sie braucht. Jedenfalls entnehme ich das ihren Tweets:
"Allein in Berlin mit zwei Koffern. Obdachlose helfen mir weiter.

Es ist ja gerade in den entscheidenden Momenten am schwierigsten, um Hilfe zu bitten."
 Marina Weisband, 6 Okt‏obern 2012 

Übrigens: Wer in der Chaosdiskussion bei Maischberger etwas Vernünftiges hören will, höre auf Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Nach dem, was ich über Talk Shows gelernt habe, wird der gewiss nicht wieder eingeladen.
Das ist bei Sahra Wagenknecht und Johannes Ponader anders. Denn die garantieren dafür, dass sie unsachlich angegangen werden und auch durch eigene Äußerungen polarisieren.