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Mittwoch, 21. August 2024

Libyen

 "Im Juni 2020 zwangen die Kräfte der Regierung in Tripolis mit türkischer Unterstützung die Truppen General Chalifa Haftars, sich aus Westlibyen zurückzuziehen. Damit endete der Versuch Haftars, durch eine im April 2019 begonnene Großoffensive die Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis – und damit die Macht im Land – zu erringen.

Seit dem Ende des Krieges um Tripolis kam es zu keiner größeren Eskalation der Konflikte mehr. Libyen ist seither in zwei grobe Einflussbereiche gespalten. Die in Tripolis amtierende, international anerkannte Regierung der Nationalen Einheit unter Premierminister Abdelhamid Dabeiba beherrscht mithilfe von mächtigen Milizen den Nordwesten des Landes. Ihr Einflussbereich wird maßgeblich durch türkische Militärbasen in der Region gesichert. Dagegen kontrollieren Haftar und dessen Söhne mithilfe einer russischen Militärpräsenz den Osten, das Zentrum und den Süden des Landes. Keine der beiden Seiten ist in der Lage, die andere anzugreifen, ohne dafür die Unterstützung ihrer ausländischen Schutzmacht zu haben.

Auch politisch herrscht Stillstand, seit im Dezember 2021 der Versuch scheiterte, allgemeine Wahlen abzuhalten. Anfang 2021 war mit der Bildung der Einheitsregierung die politische Spaltung des Landes vorübergehend überwunden worden; davor hatten sich seit 2014 zwei konkurrierende Regierungen gegenseitig die Legitimität abgesprochen. Die Einheitsregierung sollte das Land bis zu den Wahlen am Ende desselben Jahres führen. Die rivalisierenden politischen Lager konnten sich jedoch nicht darauf einigen, welche Kriterien für die Zulassung für Präsidentschaftskandidaten gelten sollten. Folglich fanden die Wahlen nicht statt. Auf Betreiben Haftars bildeten Gegner der Einheitsregierung Anfang 2022 eine neue Regierung, der es allerdings nicht gelang, in Tripolis die Amtsgeschäfte zu übernehmen. Diese Regierung, unter den Premierministern Fathi Bashagha (2022-2023) und Usama Hammad (seit 2023), dient in den von der Haftar-Familie kontrollierten Gebieten als zivile Fassade. Damit ist Libyen zur politischen Spaltung zwischen zwei Regierungen zurückgekehrt. Die Hindernisse für Wahlen, durch die diese Pattsituation überwunden werden könnte, bestehen unverändert fort."

Quelle und mehr dazu: https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/54649/libyen/

Dienstag, 11. April 2017

Was das westliche Eingreifen in Libyen bewirkt hat

"Der Fall des gestürzten und getöteten libyschen Diktators Muammar Gaddafi war Pjöngjang Lehre und Mahnung zugleich, dass der einzig effektive Schutz vor einer amerikanischen Intervention atomare Waffen sind. " ( in faz.net 11.4.17)

Sonntag, 16. August 2015

Sind dafür westliche Kriegsschiffe an Flüchtlingen in Seenot vorbei zum Kampf in den libyschen Bürgerkrieg gefahren?

Der Horror erfasst Sirte ZEIT online, 16.8.15

"Gekreuzigte und Enthauptete säumen die Straßen in Gaddafis Geburtsstadt: Nach einem blutigen Aufstand ist das libysche Sirte nun fest in Händen der IS-Terroristen."

Donnerstag, 10. Januar 2013

In Libyen wird weiter gekämpft


Die russische Presse kommentiert am Donnerstag die jüngste Entscheidung des libyschen Parlaments, das Land offiziell umzubenennen. Die Große Sozialistische Libysch-Arabisch e Volks-Dschamahir ija existiert nicht mehr. Der neue Name ist simpel: der Staat Libyen.
Die russische Tageszeitung „Kommersant“ schrieb: „Der libysche Staat hat damit ein maßgebliches Symbol eingebüßt, das ihn mit der Epoche des gestürzten Herrschers Muammar Gaddafi verknüpfte (…)Der bisherige Name war eine Erfindung von Oberst Gaddafi, der versucht hatte, die Ideen des Marxismus, des Anarchismus und des arabischen Nationalismus zu kombinieren. Er konzipierte die Große Dschamahirija als direkte Volksmacht und vorbildliche Demokratie, die keiner Verfassung bedarf“.
zitiert aus: Stimme Russlands, 10.1.13

Außerdem heißt es da:
Im südlibyschen Kufra kam es zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen der regierungstreuen Miliz „Libyscher Schild“ und Vertretern der Bevölkerungsgrup pe Tubu. Das meldete am Donnerstag die russische Agentur Itar-Tass.