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Donnerstag, 6. Juli 2023

Pflege: "Ich habe Gott immer um Kraft gebeten"

 "[...] Woher haben Sie Ihren Glauben?

Schubert: Es ist ein Geschenk, das ich früher einmal bekommen habe durch den Segen am Ende des Kindergottesdienstes. Das ist für mich bis heute das Wichtigste.

Gab es Momente, in denen Ihnen der Glaube abhandengekommen ist?

Schubert: Nein. Das ist ja das Schöne. Auch in den schlimmsten Situationen. Ich habe Gott immer um Kraft gebeten. Merkwürdiger­weise habe ich wenig um Verzeihung gebeten. Müsste man ja eigentlich auch.

Was ist Gott denn für Sie?

Schubert: Es gibt etwas, auf dem alles beruht, ein konstruktives Prinzip – das ist für mich Gott. Alle Blumen, alle Sterne, alles, was es gibt. [...]"

Chrismon 07/2023

Dienstag, 1. Oktober 2019

Hans-Jürgen Schultz: auch Gott ist nicht fertig

"Im Gespräch suchen sich die Fragmente der Welt."Hans Jürgen Schultz: auch Gott ist nicht fertig,  S.13

Sieh auch:
»Wer ist das eigentlich — Gott?«
»Gott« war einmal ein Name. Er wurde in einen Begriff umgewertet. »Gott« war einmal ein Adressat. Er wurde in ein Objekt verwandelt. Aus einem Du wurde ein Es. Das ist eine Entwicklung, die sich mit einer einfachen Formel nicht beschreiben läßt. Ihre Voraussetzungen und vor allem ihre Folgen sind ungemein schwierig. Kann man sie rückgängig machen?"
http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/schultz-hans-juergen_g.htm~main2


Samstag, 12. Dezember 2015

Hans Küng erklärt von Enzylexikon

Hans Küng 

eins seiner Werke zum Gottesbegriff: Existiert Gott?

Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!
Eine Interpretation wäre, das man Gott und Welt nicht trennen kann, so wie man Geist und Körper nicht trennen kann. Es gibt keinen Widerspruch zwischen beidem. 
Immerhin soll die Welt Gottes Schöpfung und der Mensch sogar nach seinem Ebenbild geschaffen sein - wie könnte es also sein, dass die Schöpfung nicht selbst, das Göttliche inne hat?
Der Anblick einer grandiosen Landschaft beeindruckt uns - "wow, der Fluß muss Jahrmillionen gebraucht haben, sich so durch den Fels zu fressen...."
Aber ich denke, wir bewundern da nicht nur einfach die Leistung einer beeindruckenden Naturgewalt, sondern empfinden emotional, dass diese Welt viel größer und mächtiger ist, als wir als einzelnes Individuum jemals sein können.
Diese "Ehrfurcht" vor der Macht von Zeit und Natur ist vielleicht mit der Ursprung des religiösen Empfindens. 
Islam
Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!“
Das klingt beeindruckend, groß, riesig.
Im Islam sagt man "Allahu akbar" - Gott ist größer. Aber da stellt sich natürlich die Frage - "größer als wer oder was?"
Größer als ein Mensch? 
Wäre der Schöpfer eines Universums ganz sicher. 
Größer als die eigene Schöpfung? 
Vermutlich, denn sonst hätte er sie nicht schaffen können.
Gleichzeitig heißt es im konservativen Islam aber auch, das man den Körper nicht durch Tätowierungen verändern soll - er ist Gottes Geschenk. Man soll sich auch kein Bildnis von Gott machen.
Allerdings muss auch die Schöpfung etwas besonderes sein, dann im konservativen Islam ist auch die Darstellung von Lebewesen verboten, was gedeutet werden kann, dass man der Schöpfung den gleichen Respekt entgegen bringen soll, wie dem Schöpfer.
Das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz.....
Hinduismus
Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!“
Gott kann in diesem Zitat auch als Symbol für das Unergründliche gesehen werden, dass sich in der gesamten Schöpfung findet. 
In den hinduistischen Upanischaden gibt es die Erzählung von der Feige oder Mango die immer weiter geteilt wird, bis sie so klein ist, das man sie nicht mehr sehen kann.
Dieses nicht mehr Wahrnehmbare und daher Unteilbare, sei der Wesenskern des Menschen (Atman) und identisch mit dem Göttlichen (Brahman), ohne sich dessen bewusst zu sein.
Es wäre also das "Unendliche im Endlichen", wie Küng es nennt.
Enzylexikon Sein gesamter Text

Wenn ich - bis auf ein paar stillschweigende Änderungen der Rechtschreibung - den Text verbessern wollte, müsste er weit ausführlicher werden. Was mir an dem Text gefällt, ist, dass er immanent auf Küngs Konzept vom Weltethos hinweist. 

Montag, 16. Dezember 2013

Albert Camus - kein Atheist

Der Gott von Camus ist das göttliche Geheimnis des Lebens. 1954 notiert er in seinem Tagebuch: »Ich glaube nicht an Gott, bin aber kein Atheist.«. In der Zeitung Le Monde sagt er zwei Jahre später: »Ich halte das Nichtreligiöse für etwas Vulgäres und Überholtes.« (Christian Modehn: Camus, Meister der Spiritualität, in Publik Forum, 7.11.2013)