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Montag, 4. Mai 2026

Obdachlosigkeit

 

„Obdachlose Menschen sind noch mehr zur Zielscheibe von Hass geworden"

"[...] Gerade bei den geflüchteten Menschen ist die Stimmung im Land stark gekippt.

Unvorstellbar, dass Menschen, die alles, was sie hatten, hinter sich lassen, weil das Leid zu groß ist, weil die Heimat weggebombt wurde, hier angefeindet, diskriminiert werden und unerwünscht sind, anstatt Hilfe zu erfahren und Zuwendung zu erhalten. Der Hass ist inzwischen so groß geworden in diesem Land, dass die Zuwendung, die Wahrnehmung als Mensch in Teilen der Gesellschaft fehlt. Unsere Gesellschaft ist nicht ausreichend bereit zu teilen. Der Geflüchtete ist unerwünscht, er stört im heilen Alltag. Übrigens genauso wie die Obdachlosen. Auch sie werden diskriminiert. Aber Obdachlose sind Teil der Gesellschaft. Jeder kann in die Obdachlosigkeit abgleiten. [...] Oft werden sie aber verachtet oder ignoriert. Für Armut muss sich aber niemand schämen. Ich habe das Gefühl, dass das gesellschaftliche Klima frostiger geworden ist, und der Neid ist in den zurückliegenden Jahren immer stärker geworden. Im Zuge dessen sind obdachlose Menschen leider noch einmal mehr zur Zielscheibe von Hass geworden. [...] Studien zufolge haben 77 Prozent der wohnungslosen Menschen eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung. Häufig ist sie die Ursache dafür, dass Menschen ihr Zuhause verlieren und in Not geraten. Und auf der anderen Seite macht das Leben auf der Straße krank, das sagen mir immer wieder Gäste des Frühstückstreffs. [...] Psychische Erkrankungen lähmen, da ist nicht das Leben möglich, das ich jedem wünsche. Wenn wir gegen psychische Erkrankungen angehen können, kann für Erkrankte der Weg aus der Obdachlosigkeit gelingen. [...]"

(Interview mit Michael Masseo Maldacker, Franziskustreff Frankfurt)

Der Franziskustreff befindet sich mitten in Frankfurt. Direkt neben dem Kloster Liebfrauen: am Schärfengässchen 3 in 60311 Frankfurt.

Der Frühstücksraum öffnet werktags sowie an christlichen Feiertagen um 7:45 Uhr. Und schließt um 11:30 Uhr. Obdachlose und arme Menschen frühstücken bei uns in einer besonders warmen und herzlichen Atmosphäre. Die Sozialberatung nebenan steht allen offen, die möchten: montags bis freitags, jeweils von 8:00 bis 12:00 Uhr.

An den Feiertagen schmücken wir den Treff für unsere Gäste. Und wir überraschen sie immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten. Außerdem entlasten wir andere Einrichtungen, indem wir unsere Tür genau dann öffnen: Am 1. Weihnachtstag, 2. Weihnachtstag, Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Pfingstsonntag und Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam.


KI Ecosia: Unterbringung von Obdachlosen

"Die Zuständigkeit für die Unterbringung obdachloser Menschen liegt in Deutschland bei den Kommunen, und wie sie dies umsetzen, entscheiden die Gemeinden selbst www.bmwsb.bund.de. Es gibt keine gesetzlich definierten bundesweiten Standards oder Verpflichtungen, dass eine Kommune einer anderen Kommune Kosten für eine solche Unterbringung erstatten muss www.deutscher-verein.de. Die Regelungen können daher je nach Bundesland oder Kommune unterschiedlich ausfallen und sind oft in kommunalen Satzungen oder Landesgesetzen geregelt www.berlin.de www.nussbaum.de.

Fazit: Eine bundesweite Regelung, die eine solche Kostenübernahmepflicht vorsieht, existiert aktuell nicht. Die Praxis kann lokal unterschiedlich gehandhabt werden, aber es gibt keine allgemeingültige gesetzliche Grundlage dafür www.deutscher-verein.de www.bmwsb.bund.de."

Bruder Michael Masseo Maldacker is a prominent member of the Order of Friars Minor Capuchin (the Capuchins). His life is marked by a significant transition from a professional career in media to a life of service and religious devotion.

Here is a breakdown of his background and current roles:

Religious Life & Service

  • Vows: Br. Michael Masseo took his perpetual (final) vows in September 2024 at the St. Andrä Church in Salzburg. This marked his lifelong commitment to poverty, chastity, and obedience within the Capuchin Order.

  • Current Role: As of early 2026, he serves as the Head of the Franziskustreff in Frankfurt, Germany. This center is a vital social project that provides breakfast, social counseling, and support for homeless and impoverished individuals.

  • Humanitarian Work: Before moving to Frankfurt, he spent several years in Salzburg working as a social worker for the Red Cross, specifically supporting refugees from countries like Syria, Somalia, and Afghanistan.

Professional Background

  • Journalism: Born in 1974 in Rheinfelden, Baden-Württemberg, Maldacker was a trained journalist before entering the monastery. He continues to use these skills within the order to communicate the "Good News" and the mission of the Capuchins.

  • Education: He was notably the first German Capuchin novice in Italy in modern history, reflecting the international nature of his training.

Core Philosophy

Br. Michael Masseo is often quoted regarding his dual commitment to following Jesus Christ and Saint Francis of Assisi. He focuses on the "theology of the encounter," emphasizing that humanity and dignity should be restored to those on the margins of society. His personal motto for his profession was:

"The Lord is my strength and my song; he has become my salvation."

https://www.fr.de/suche?tt=1&tx=&sb=0&td=&fd=&qr=Obdachlosigkeit

Mittwoch, 8. Mai 2024

Frage und Antwort zu Obdachlosigkeit

Ist es schlimm, wenn man Obdachlose auslacht? Das Problem ist die sind in manchen Städten überall, und die sollte man halt irgendwie vertreiben, sonst finden sie es zu bequem.

Und naja eine Methode wäre da, sie dafür auszulachen, bzw. blosszustellen.

Sie können ja versteckt Obdachlos sein, oder vielleicht wird es sie dazu motivieren nicht mehr Obdachlos zu sein.

Mir ist es eigentlich egal, sie sollen einfach nicht dort sein wo ich sie sehen kann.

Ich habe einen Regelrechten Hass gegen sie Entwickelt muss ich sagen. Ist das schlimm? Und für die, die sagen jeder kann obdachlos werden ja, aber dann sollte man nicht betteln.

Sonst sind sie mir egal, wenn sie irgendwo versteckt Obdachlos sind. Aber halt nicht dort wo ich sie sehen kann, das ist doch normal, oder?


Schau mal auf dieser Webseite nach, was Wohnungslosigkeit bedeutet und wie schwierig es ist, Wohnungslosen zu helfen: https://vereinwohnungslosenhilfe.wordpress.com/

Wie sollen sie das alleine schaffen? Und das, wo überall Wohnungen fehlen?

Nur weil du Elend nicht mit ansehen willst?

mehr zu Obdachlosigkeit

u.a.: "Eine #Obdachlose hat im Nürnberger Stadtgraben bei minus 15 Grad im Freien ein Kind zur Welt gebracht. Eine Polizeistreife fand die 20-jährige Frau, ihren Begleiter und das Neugeborene wenig später gegen 5 Uhr morgens auf einem Lüftungsgitter in der Nähe einer U-Bahnstation."

Montag, 2. Oktober 2023

Obdachlosigkeit, Wohnsitzlosigkeit, Wohnungslosigkeit

 Der Übergang von Wohnsitzlosen zu Obdachlosen ist fließend. Wer wohnsitzlos ist, ist ständig gefährdet, obdachlos zu werden, und der Wohnungslosenhilfe gelingt es immer wieder, Obdachlosen Wohnungen zu verschaffen. Doch es kommen stets neue Obdachlose hinzu.

Die Wikipedia definiert daher Obdachlosigkeit so: "Obdachlosigkeit ist eine Lebenslage, in der Menschen keinen festen Wohnsitz haben und im öffentlichen Raumim Freien oder in Notunterkünften übernachten. Die Mehrzahl der Obdachlosen in den Industriestaaten ist männlich, unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80 % aus. Ende 2022 hatten 263.000 Menschen in Deutschland nach Angaben der Bundesregierung keine eigene Wohnung.[1]"

Wohnungslose ist deshalb als Oberbegriff gewählt worden, der Wohnsitzlose   und  Obdachlose umfasst. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe betont: Obdachlos sind auch Menschen in Notunterkünften, die keinen festen Wohnsitz haben und in Wärmestuben, Notschlafstellen oder anderen niedrigschwelligen Einrichtungen übernachten.

Bei Obdachlosen ist auch allein vom Habitus aus kaum zu unterscheiden, wo jemand übernachtet hat. Im Winter gelingt es zum Glück weitgehend, Obdachlosen in Wärmebussen Notschlafstellen zu verschaffen, die das Jahr über im Freien übernachten.

Das Ziel der Wohnungslosenhilfe ist es, allen, die unfreiwillig obdachlos sind, die Möglichkeit zu verschaffen, sich wieder in Wohnungen einzugewöhnen. Das ist ein schwieriger Lernprozess für alle, die langfristig obdachlos waren. Und in der Zeit, wo der Wohnungsmangel so groß ist wie heute, ist es oft unsäglich schwer, überhaupt ein Angebot an Schlafstellen zu verschaffen.