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Mittwoch, 13. November 2019

Kylie Jenner, die jüngste Selfmade-Milliardärin

"Kylie Jenner ist nicht nur die jüngste Selfmade-Milliardärin, sondern auch, wie Forbes bemerkt, die erste Selfie-made-Milliardärin – im Wortsinn, denn Jenner ist selbst ihr häufigstes Bildmotiv auf Instagram." (Sascha Lobo: Realitätsschock, S.335)

"Ende 2016 hat Kylie Jenner nach nicht einmal einem Jahr über 300 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Sie eröffnet einige Pop-up-Stores, Kurzzeit-Läden, in Los Angeles, die in wenigen Tagen Zehntausende Kundinnen anziehen. Aber diese Form des Handels dient eher als Event denn als Marketingmaßnahme. Das Internet, die sozialen Medien bleiben Jenners Heimat." (S.337)

"Viele gewöhnliche Nutzer fühlen sich einer Plattform gegenüber regelrecht ausgeliefert, aber das gilt nicht mehr auf der Ebene von Kylie Jenner. Dort kann  sich das Machtverhältnis umdrehen. Als Jenner twittert, dass sie den Instagram-Konkurrenten Snapchat wegen eines Updates nicht mehr nutzen wolle, fällt der Aktienkurs des Unternehmens um acht Prozent. Und erholt sich wieder, als sie nachschiebt, dass sie Snapchat trotzdem nicht verlassen wollte. Das Update wird rasch angepasst." (S.338)

Sonntag, 10. November 2019

Sascha Lobo über Künstliche Intelligenz


"Das Fließband des frühen 21. Jahrhunderts ist die algorithmisch gesteuerte Dienstleistung, wie sie bei Paketboten die Regel ist." (S.227)
"Die eigene Arbeitskraft gerät in einen nicht zu gewinnenden Wettstreit mit der Produktivität der Maschine, lange bevor die menschliche Aufgabe völlig durch Maschinen übernommen werden kann." (S.234) (Sascha Lobo: Realitätsschock, 2019)

Wie man KI irreführt ZEIT 14.11.19

Plastikmüllproblem seit 1969 bekannt

In der NYT im Juni 1969 "ein Artikel über die "Dritte Verschmutzung"/ nach der Luft- und Wasserverschmutzung, den feststofflichen Abfall" (Sascha Lobo: Der Realitätsschock, S.34/35)
Aber es geht weiter: 
"Nestlé verkauft im selben Jahr [2017] etwa eine Milliarde Produkte täglich, 98 Prozent davon verpackt in Einwegplastik."  (Sascha Lobo: Der Realitätsschock, S.34)

Freitag, 7. November 2014

Wen Drohnen töten sollen, wird anhand von Kommunikationsprofilen berechnet

Man braucht also nicht den Namen der Personen zu kennen. Es reicht aus, wenn die Metadaten eine zureichend große Wahrscheinlichkeit errechnen lassen, dass die betreffende Person Terrorist ist.
Es gibt schon Drohnenmodelle, die das automatisch anhand der Metadaten tun können. Bis jetzt muss aber noch ein Mensch die Entscheidung über die Tötung treffen.
Eine seriöse Schätzung besagt, dass jährlich 4 700 Personen durch Drohnen getötet werden, aufgrund von Metadaten.

No-Name Terrorists Now CIA Drone Targets, Wired 5.6.2010

Diese kurzen Hinweise basieren auf einem
Vortrag von Sascha Lobo über die digitale Sphäre
veröffentlicht am 6.11.14 auf Youtube


Julie Zeh: Wer rettet die Privatsphäre? FAZ  4.5.14

Montag, 20. Januar 2014

Sascha Lobo: Die digitale Kränkung des Menschen

Abschied von der Utopie

Das Internet ist nicht das, wofür ich es so lange gehalten habe. Ich glaubte, es sei das perfekte Medium der Demokratie und der Selbstbefreiung. Der Spähskandal und der Kontrollwahn der Konzerne haben alles geändert.
Bei so viel klugen Analysen von Lobo erstaunt mich, dass er, ohne der Ideologie vom "Ende der Privatheit" anzuhängen, geglaubt haben will, es würde nur im Rahmen der Gesetze ausgespäht.

Wie sollte ihn das Internet enttäuscht haben? Die NSA vielleicht, eher doch wohl die demokratischen Regierungen in Rechtsstaat. Aber letztlich wurde er doch wohl dadurch enttäuscht, dass die Internetcommunity die Ausspähung nicht verhindern konnte. Aber die Möglichkeit ging doch bereits mit dem Eindringen der kommerziellen Nutzer verloren.