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Samstag, 11. März 2023

Recherche

 Ein hervorragendes Rechercheinstrument für Literatur, Begriffe, Personen, Fragen, Links

Beats Biblionetz


Mittwoch, 23. September 2020

Kathrin Passig recherchiert ein Leibniz-Zitat oder: über den Unterschied von Googeln und Recherchieren

 https://threadreaderapp.com/thread/1308750970407604224.html

Originalzitat: "Indignum enim est excellentium virorum horas servili calculandi labore perire, qui Machina adhibita vilissimo cuique secure transcribi posset." 
"Es ist eines ausgezeichneten Mannes nicht würdig, wertvolle Stunden wie ein Sklave im Kerker der einfachen Rechnungen zu verbringen. Diese Aufgaben könnten ohne Besorgnis abgegeben werden, wenn wir Maschinen hätten." 
Wer herausfinden will, wie es zur Verfälschung kam, lese bei Passig den oben angegebenen Thread nach.

Montag, 7. September 2020

Fakt oder Fake

„In der Schule ließe sich so eine Fake News-Überprüfung etwa in Form einer Textanalyse schulen, um das kritische Bewusstsein zu fördern“, sagt Medienexpertin Eikenbusch. Unterstützung dabei biete die klicksafe-Unterrichtsreihe „Fakt oder Fake“.
Eine detaillierte Video-Anleitung für Kinder und Jugendliche, wie sie Fake News im Netz erkennen können, finden Sie auf der Medienkompetenzseite „So geht Medien“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Lassen sich Meldungen einmal nicht einwandfrei beurteilen, können auch Online-Angebote professioneller Faktenprüfer weiterhelfen wie der ARD-Faktenfinder oder der Faktencheck des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv.

Freitag, 10. März 2017

Medienkompetenz wird unterschätzt

Immer wieder wird gefordert, zur Immunisierung gegen Fake News müsse früh genug Medienkompetenz geübt werden.
Fake News und Medienkompetenz sind freilich hochkomplexe Konzepte.

Zur Medienkompetenz gehört u.a.:
Sprachkompetenz: Wer nur einfache oder gar nur leichte Sprache versteht, kann die Mehrzahl der angebotenen Texte gar nicht erst entschlüsseln.
Wegen der fortschreitenden Anglisierung der fachsprachlichen Termini und ihrem Eindringen in die Umgangssprache sowie wegen der routinemäßigen Verwendung von Abkürzungen ist ständig eine Vielzahl neuer Vokabeln nachzulernen.
Fähigkeit, psychologische Manipulation zu erkennen: Hierzu nur die Kurzhinweise auf Tricks der Werbung und auf Kahnemanns Schnelles Denken, langsames Denken
Kenntnis des gesellschaftlichen Umfeldes: Dazu gehören
das Bewusstsein für die Verantwortung als Bürger der (Welt-)Gesellschaft und die daraus erwachsende Motivation, sich umfassend zu informieren
der Zugang zu Medien: gefährdet durch die stufenweise Abschaffung der Netzneutralität und staatlich geförderte Intransparenz (u.a. Lobbyismus und Korruption)

Zur Erläuterung dieses letzten Punktes:
An einer Auslandsschule in Europa legte ich im Abitur einer Schülerin, die insgesamt einen Notendurchschnitt von 1,0 erzielte, einen Bildzeitungstext vor. Sie war außerstande, die manipulative Argumentation zu durchschauen, und nahm die unausgesprochenen Grundannahmen als selbstverständlich hin. Erst als der Zweitprüfer ihr mit sokratischer Methode (weniger elegant gesagt: mit Suggestivfragen) klar machte, dass sie die Grundannahmen gar nicht teilte, deckte sie Stück für Stück die Manipulation auf.
Da sie nicht in Deutschland sozialisiert war, rechnete sie nicht mit schamloser Manipulation (die Bildzeitung war ihr unbekannt); aber sie kannte außerdem nicht die soziale Wirklichkeit, die verzerrt dargestellt wurde. Die Leistung wurde am Ende mit gut bewertet. Das wurde ihrer speziellen Situation gerecht. In Deutschland hätte es - angesichts der massiven Hilfen - vermutlich Schwierigkeiten gegeben, ein ausreichend zu rechtfertigen.

Medienkompetenz ist also nur durch umfassende politische und sprachliche Bildung zu erreichen.
Dass Fake News auch damit allein durchaus noch nicht durchschaut zu werden brauchen, wäre gesondert darzulegen.

vgl. dazu mein medienpädagogisches Konzept von 2009


Samstag, 18. Juli 2015

Techniken der Recherche: Frage und Antwort

Wie finde ich heraus, wer im Jahr 1905 im Zimmermann'schen Sanatorium in Chemnitz arbeitete? Ich finde online keine Mitarbeiterverzeichnisse o.ä. Da das Sanatorium nicht mehr existiert, kann man auch nicht einfach anrufen und fragen. Hat jemand eine Idee, wie ich an eine Liste mit Mitarbeitern kommen könnte?

Wie bei gutefrage.net auf diese sehr anspruchsvolle Frage geantwortet wird:

In den "Mitteilungen des Chemnitzer Geschichtsvereins", Jg. 76 (Neue Folge XV) von 2006 hat sich der Verein  mit dem Sanatorium der Zimmermannschen Stiftung beschäftigt.

http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/die-stadt-chemnitz/geschichte/stadtarchiv/bestaende/index.html

http://www.chemnitzer-geschichtsverein.de/CGV/Kontakt.htm

Vermutlich wird man auch so keine Mitarbeiterliste finden. Aber gutefrage.net führt vor, wie eine Recherche anfangen kann.