Psychologe: Drei Angewohnheiten entscheiden, wie glücklich Paare in der Beziehung sind
Ego-Probleme können einer Beziehung schaden. Ein Psychologe erklärt, was Paare verbessern können, um glücklicher zu werden.
Ego-Probleme können einer Beziehung schaden. Ein Psychologe erklärt, was Paare verbessern können, um glücklicher zu werden.
Hamburg – Jede Beziehung ist einzigartig und jedes Paar hat eine individuelle Dynamik. Trotzdem lassen sich bestimmte Verhaltensweisen feststellen, die für eine Beziehung gesund sind – zum Beispiel der anderen Person zuzuhören, wertschätzend zu kommunizieren und eine Balance aus gemeinsamer Zeit und Eigenständigkeit zu finden. Andere Angewohnheiten wirken sich dagegen oft negativ auf das Zusammensein aus, zum Beispiel, wenn die Partner nicht ehrlich miteinander sprechen können. Der Grund für manche dieser Schwierigkeiten könnte im Ego liegen.
Darauf weist ein Beitrag im US-amerikanischen Blog Elephant Journal hin. Darin heißt es, das Ego sei der „Feind von Verbindungen“. Es würde das Glück in Beziehungen aushöhlen, weil es Nähe und Verletzlichkeit verhindere. Wahre Freude in einer Partnerschaft erfordere dagegen emotionale Stabilität und die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren.
Der Blog nennt drei typische Ego-Faktoren, die beeinflussen, wie glücklich – oder unglücklich – Paare miteinander sind. Die Frankfurter Rundschau hat mit dem Psychologen und Parship-Experten Markus Ernst darüber gesprochen, wie sich diese Aspekte im Alltag zeigen.
1. Keine Impulskontrolle
Eines der Dinge, die Beziehungen verletzen können, sei der Umgang mit Wutausbrüchen und emotionalen Reaktionen, die zu Respektlosigkeit führten. Doch was bringt einige Menschen dazu, defensiv zu reagieren, wenn sie sich verletzt fühlen – obwohl sie wissen, dass es der Beziehung schaden kann? „In solchen Situationen schaltet das Gehirn in einen ‚Bedrohungsmodus‘, ähnlich wie bei echter Gefahr und es kommt zu typischen Stressreaktionen“, sagt Ernst der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Vor diesen „spontanen, impulsartigen Reaktionen“ würden die Personen nicht reflektieren – auch dann, wenn ihnen die Beziehung eigentlich wichtig ist.
Wahrgenommene Verletzungen fühlten sich dann wie ein „Angriff auf das eigene Selbst“ an und könnten zusätzlich alte Erfahrungen reaktivieren. Die Folge: Der Beziehungspartner mache emotional zu, verteidige sich – oder greife an.
2. Schwierigkeiten mit offener Kommunikation
Laut dem Artikel im Elephant Journal sinke die Zufriedenheit in einer Beziehung, wenn eine Person nicht in der Lage sei, offen über Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen, weil das Ego im Weg steht. Wenn Paare auch in schwierigen Zeiten miteinander reden, komme es zu weniger Missverständnissen – und zu mehr Nähe. Auch Psychologe Ernst betont, wie wichtig es ist, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie konstruktiv zu führen: „Gesünder zu streiten bedeutet nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern sie so zu führen, dass Annäherung möglich wird.“
Hilfreich sei es in solchen Momenten, sich kurz aus der Situation zu entfernen, durchzuatmen – um dann weniger emotional weiter zu kommunizieren. Zu einem konstruktiven Gespräch gehöre wirkliches Zuhören, betont der Experte – nicht nur abzuwarten, bis man wieder dran ist. „Oft erlebt man in der Praxis bei Streits eine Gewinner-Verlierer-Logik – davon sollte man sich frei machen“, sagt Ernst der Frankfurter Rundschau. Als Merksatz sollten Paare verinnerlichen: „Hilft das, was ich gerade sage oder tue, unserer Verbindung, oder schadet es ihr?“
3. Probleme, Konflikte hinter sich zu lassen
Auseinandersetzungen gehören zu jeder Beziehung – entscheidend ist, wie Paare danach wieder zueinanderfinden. In dem US-Blogbeitrag heißt es, dass viele Menschen Groll hegen, weil ihr Ego sie daran hindere, loszulassen. Das Bedürfnis, Recht zu behalten oder den eigenen Stolz zu wahren, stehe dann über dem Wunsch nach Nähe. Ernst rät zu einer „einfachen Selbstprüfung“ im Alltag: „Will ich meinen Partner verstehen oder will ich gewinnen?“ Gehe es eher um Kontrolle oder Selbstschutz, sei die Wahrscheinlichkeit „hoch, dass das eigene Ego der Beziehung im Weg steht“.
Hamburg – Jede Beziehung ist einzigartig und jedes Paar hat eine individuelle Dynamik. Trotzdem lassen sich bestimmte Verhaltensweisen feststellen, die für eine Beziehung gesund sind – zum Beispiel der anderen Person zuzuhören, wertschätzend zu kommunizieren und eine Balance aus gemeinsamer Zeit und Eigenständigkeit zu finden. Andere Angewohnheiten wirken sich dagegen oft negativ auf das Zusammensein aus, zum Beispiel, wenn die Partner nicht ehrlich miteinander sprechen können. Der Grund für manche dieser Schwierigkeiten könnte im Ego liegen.
1. Keine Impulskontrolle
Eines der Dinge, die Beziehungen verletzen können, sei der Umgang mit Wutausbrüchen und emotionalen Reaktionen, die zu Respektlosigkeit führten. Doch was bringt einige Menschen dazu, defensiv zu reagieren, wenn sie sich verletzt fühlen – obwohl sie wissen, dass es der Beziehung schaden kann? „In solchen Situationen schaltet das Gehirn in einen ‚Bedrohungsmodus‘, ähnlich wie bei echter Gefahr und es kommt zu typischen Stressreaktionen“, sagt Ernst der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Vor diesen „spontanen, impulsartigen Reaktionen“ würden die Personen nicht reflektieren – auch dann, wenn ihnen die Beziehung eigentlich wichtig ist.
Wahrgenommene Verletzungen fühlten sich dann wie ein „Angriff auf das eigene Selbst“ an und könnten zusätzlich alte Erfahrungen reaktivieren. Die Folge: Der Beziehungspartner mache emotional zu, verteidige sich – oder greife an.
2. Schwierigkeiten mit offener Kommunikation
Laut dem Artikel im Elephant Journal sinke die Zufriedenheit in einer Beziehung, wenn eine Person nicht in der Lage sei, offen über Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen, weil das Ego im Weg steht. Wenn Paare auch in schwierigen Zeiten miteinander reden, komme es zu weniger Missverständnissen – und zu mehr Nähe. Auch Psychologe Ernst betont, wie wichtig es ist, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie konstruktiv zu führen: „Gesünder zu streiten bedeutet nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern sie so zu führen, dass Annäherung möglich wird.“
Hilfreich sei es in solchen Momenten, sich kurz aus der Situation zu entfernen, durchzuatmen – um dann weniger emotional weiter zu kommunizieren. Zu einem konstruktiven Gespräch gehöre wirkliches Zuhören, betont der Experte – nicht nur abzuwarten, bis man wieder dran ist. „Oft erlebt man in der Praxis bei Streits eine Gewinner-Verlierer-Logik – davon sollte man sich frei machen“, sagt Ernst der Frankfurter Rundschau. Als Merksatz sollten Paare verinnerlichen: „Hilft das, was ich gerade sage oder tue, unserer Verbindung, oder schadet es ihr?“
3. Probleme, Konflikte hinter sich zu lassen
Auseinandersetzungen gehören zu jeder Beziehung – entscheidend ist, wie Paare danach wieder zueinanderfinden. In dem US-Blogbeitrag heißt es, dass viele Menschen Groll hegen, weil ihr Ego sie daran hindere, loszulassen. Das Bedürfnis, Recht zu behalten oder den eigenen Stolz zu wahren, stehe dann über dem Wunsch nach Nähe. Ernst rät zu einer „einfachen Selbstprüfung“ im Alltag: „Will ich meinen Partner verstehen oder will ich gewinnen?“ Gehe es eher um Kontrolle oder Selbstschutz, sei die Wahrscheinlichkeit „hoch, dass das eigene Ego der Beziehung im Weg steht“.
Der Experte betont jedoch auch, dass ein Ego grundsätzlich etwas Positives ist: „Ein Ego zu haben ist überlebenswichtig“, sagt Ernst. Die Frage sei, wie bewusst der Einzelne damit umgehe. Grenzen zu setzen stärke das Selbstwertgefühl und könne Abhängigkeit verhindern. „Ein gesundes Ego dient der Selbstachtung“, so Ernst. „Ein unbewusstes – in Beziehungen problematisches – Ego hat Selbstschutz um jeden Preis im Sinn.“ (Quellen: Elephant Journal, eigene Recherche)
Auch interessant
Der Experte betont jedoch auch, dass ein Ego grundsätzlich etwas Positives ist: „Ein Ego zu haben ist überlebenswichtig“, sagt Ernst. Die Frage sei, wie bewusst der Einzelne damit umgehe. Grenzen zu setzen stärke das Selbstwertgefühl und könne Abhängigkeit verhindern. „Ein gesundes Ego dient der Selbstachtung“, so Ernst. „Ein unbewusstes – in Beziehungen problematisches – Ego hat Selbstschutz um jeden Preis im Sinn.“ (Quellen: Elephant Journal, eigene Recherche)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen