https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Immigration_and_Customs_Enforcement
In den USA steht die Abkürzung ICE für die U.S. Immigration and Customs Enforcement, eine Bundesbehörde unter dem Ministerium für Innere Sicherheit (DHS).
Aktueller Stand (Januar 2026)
Die Behörde befindet sich derzeit im Zentrum massiver politischer und gesellschaftlicher Spannungen:
- Landesweite Proteste: Nach der tödlichen Erschießung der 37-jährigen US-Bürgerin Renee Nicole Good durch einen ICE-Beamten in Minneapolis am 7. Januar 2026 kam es in zahlreichen US-Städten zu Großdemonstrationen. Zehntausende protestierten gegen die Aggressivität der aktuellen Abschiebekampagnen.
- Massive Aufstockung: Die Regierung unter Donald Trump hat die ICE im Rahmen des "One Big Beautiful Bill Act" von 2025 zur am besten finanzierten US-Bundespolizeibehörde der Geschichte ausgebaut (Budget von ca. 9 Milliarden USD jährlich). Zielmarken sehen bis zu 3.000 Festnahmen pro Tag vor.
- Führung: Die Behörde wird kommissarisch von Todd M. Lyons geleitet. Er untersteht der Heimatschutzministerin Kristi Noem, die angesichts der Unruhen aktuell Hunderte zusätzliche Sicherheitskräfte nach Minnesota entsandt hat.
Kernaufgaben der ICE
Die Behörde ist primär für den Vollzug von Gesetzen im Landesinneren zuständig (im Gegensatz zur Border Patrol, die direkt an der Grenze agiert):
- Enforcement and Removal Operations (ERO): Identifizierung, Festnahme, Inhaftierung und Abschiebung von Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus.
- Homeland Security Investigations (HSI): Ermittlungen gegen grenzüberschreitende Kriminalität wie Menschenhandel, Drogenschmuggel, Cyberkriminalität und Terrorfinanzierung.
Kritik und Kontroversen
Kritiker werfen der Behörde den Einsatz von Racial Profiling, die Missachtung von Bürgerrechten durch das Auftreten in Zivilkleidung oder mit Masken sowie eine zunehmende Militarisierung vor. Die Regierung verteidigt das Vorgehen als notwendig für die nationale Sicherheit und verweist auf eine drastische Zunahme von Angriffen auf Beamte.
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