Regine Hildebrandt im Interview mit Günter Gaus
Es gibt mehrere Institutionen und Preise, die das Erbe und die Ziele von Regine Hildebrandt – insbesondere ihren Einsatz für soziale Gerechtigkeit, die Belange Ostdeutschlands und die Unterstützung Bedürftiger – am Leben erhalten.
Hier sind die wichtigsten Organisationen und Initiativen:
1. Stiftung „Hilfe für Familien in Not – Stiftung des Landes Brandenburg“
Diese Stiftung hat eine besonders enge Verbindung zu Regine Hildebrandt, da sie 1992 von ihr selbst (damals als Sozialministerin von Brandenburg) gegründet wurde.
Ziel: Die Stiftung leistet "Hilfe zur Selbsthilfe" für Familien, die unverschuldet in Not geraten sind.
Aktueller Bezug: Die Stiftungsarbeit wird explizit als Fortführung ihres Vermächtnisses verstanden.
2. Der Regine-Hildebrandt-Preis (SPD)
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) verleiht jährlich am 26. November (ihrem Todestag) den Regine-Hildebrandt-Preis.
Fokus: Ausgezeichnet werden Personen oder Projekte, die sich für die soziale Einheit Deutschlands, gegen Rechtsextremismus und für soziale Gerechtigkeit einsetzen.
Preisträger: Zuletzt wurden unter anderem Projekte wie die „Omas gegen Rechts“ oder der VfL Eintracht Hannover für ihr Engagement für Vielfalt und Integration geehrt.
3. Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut (Bielefeld)
Diese Stiftung vergibt ebenfalls einen Preis, der ihren Namen trägt (oft auch als „Stern der Solidarität“ bezeichnet).
Zweck: Würdigung von Engagement gegen Arbeitslosigkeit und Armut.
Besonderheit: Regine Hildebrandt war selbst die erste Preisträgerin dieser Auszeichnung (1997). Heute wird der Preis an Personen wie Hubertus Heil oder Organisationen wie den Caritasverband verliehen.
4. Weitere Institutionen mit ihrem Namen
Ihr Name wird zudem von verschiedenen sozialen Einrichtungen genutzt, um eine Programmatik der Menschlichkeit und Fürsorge auszudrücken:
Regine-Hildebrandt-Programm: Ein Förderprogramm der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem zur Unterstützung promovierter Wissenschaftlerinnen.
Seniorenzentren und Hospize: In Städten wie Bernau gibt es das „Seniorenzentrum Regine Hildebrandt“, und in verschiedenen Regionen tragen Hospize oder Wohnhäuser (z.B. der AWO) ihren Namen, um ihren Einsatz für Würde in allen Lebensphasen zu ehren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vor allem die SPD und die von ihr gegründete Stiftung „Hilfe für Familien in Not“ die zentralen Akteure sind, die ihre politischen und sozialen Ziele institutionell weiterverfolgen.