Montag, 9. März 2026

Das Zusammenleben miit Flüchtlingen in der Nachkriegszeit

Wir hatten eine Flüchtlingsfamilie als Untermieter, das war für meine Mutter schwierig. Die Flüchtlinge hatten etwas andere Werte.

Meine Mutter hat sich damit geholfen, dass sie sich von Zeit zu Zeit in komischer Übertriebenheit gegenseitig beschimpft haben. Da konnten sie Dampf ablassen, ohne dass es Missstimmung vergrößerte. Ich wusste schon als Kind von ca. 5 Jahren, dass es Schauspielerei war. Erst 10 - 20 Jahre später habe ich erfahren, welche Funktion diese Schauspielerei erfüllte.

Wenn man so eng aufeinander sitzt, gibt es notwendigerweise Spannungen. Aber irgendwelche Abwertung gab es nicht. Ich habe nur schon relativ früh bemerkt, dass es meiner Mutter (mein Vater war im Krieg geblieben) nicht recht war, dass ich als Kleinster immer wieder einmal Süßigkeiten von der Untermieterin bekam. Aber dass es darüber eine Auseinandersetzung gab, habe ich nicht mitbekommen.

Also, es gab Spannungen, die nicht leicht auszuhalten waren. Dass das bei uns nicht so deutlich wurde, lag allerdings wohl nicht nur am Geschick meiner Mutter, sondern auch weitgehend daran, dass die Untermieterin mitgespielt hat. Der Mann der Untermieterin hat sich weitgehend herausgehalten.

Aber da habe ich vermutlich als Kind vieles nicht mitbekommen. Als ich älter war, hatten sich die Rituale und Regeln wohl schon eingespielt. Aber selbstverständlich empfand man es als Befreiung, als sie ausziehen konnten.

Die Zeit, dass zwei Familien bei uns Untermieter waren, habe ich überhaupt nicht in Erinnerung. Dass das der Fall war, habe ich nur nachher aus schriftlichen Unterlagen entnommen.

Aus historischen Untersuchungen geht klar hervor, dass es große Spannungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen gab.

Wenn die Flüchtlinge in Lagern getrennt von den Einheimischen wohnten, wurden sie oft gemieden und als Unterklasse behandelt.

Meine Mutter hat 1950/51 einen Leserbrief geschrieben, wo sie für die Flüchtlinge in dem Lager eintrat:

"Vor 9 Jahren begann man das Ostlandlager aufzubauen, um die Ostarbeiter [ verschleppte Zwangsarbeiter]unterzubringen, die unseren fehlenden Arbeitskräfte ersetzen sollten. Seitdem bin ich zu allen Jahreszeiten am Ostlandlager vorbeigekommen, denn mein Garten liegt ein kleines Stück dahinter. Jahr für Jahr änderte sich das Bild. Um die Barackenlager herrschte Morast und grau-schwarze Farbe, bis eines Tages alles still und verlassen da lag. Man ging scheu um die Haufen von Lumpen, Kleidern und Hausgerät herum, bis sie allmählich verbrannt wurden.

Und dann wurde desinfiziert und gereinigt und ausgebessert, es kamen die Flüchtlinge aus dem deutschen Osten. Immer mehr und immer mehr kamen und gingen und immer neue trafen ein, die Menschen wechselten dauernd, aber eines blieb stetig überall das Ziel Sauberkeit, die Arbeit an der Verbesserung des Lagers und Ordnung. Mit Gemüsebeten fing es an. [Unleserlich] Sträucher und Blumen. Im letzten Jahr aber ist ein wesentlicher Aufstieg zu beobachten. Ein Zaun trennt das eigentliche Lager von den Stadtbaracken, Wäschepfähle stehen ordentlich auf dem Rasen, an dem entlang schöne Blumen gepflegt sind. Blasmusik ruft abends zu christlicher Unterweisung, man sieht das [unleserlich] denn durch den Rundfunk hört man die verschiedenen Sorgen schwer geprüfter Heimatvertriebener, den quälenden Aufenthalt in den Behelfsunterkünften zu erleichtern. Täglich hoffen diese Menschen, abgerufen zu werden zu einer Arbeit in ein unbekanntes Gebiet, in dem sie ihre hier abgestellten Möbel unterbringen können. Es ist eine unerhört anstrengende, kraftzehrende Wartezeit.

Wollen wir diesen unseren Brüdern und Schwestern das Leben noch schwerer machen durch Unfreundlichkeit und Nichtachtung? Sollten wir Ihnen nicht durch Höflichkeit und Hilfsbereitschaft zeigen, dass wir ihre schwierige Lage erkennen. Heimatlose Menschen sind wund und empfinden Liebe und Güte doppelt stark, aber auch alle Herzenskälte. Wir wollen heilen helfen, denn die Wunden der anderen machen auch uns krank. Wir alle aber wollen gesunden."

Das Gefühl "Wir halten zusammen" bestand nicht von selbst, es kostete viel Mühe, es zu wecken und aufrechtzuerhalten.

Sonntag, 8. März 2026

Von der Pferdebahn 1898 bis zum Bierstreik

 Was KIs alles zu einem Lied zutage führen:

Zum Dresdner Straßenbahnerstreiks von 1900:

„Zu Dresden in der Residenz, Da gab es einen Streit, Den man in ganz Europa kennt, Er dauerte lange Zeit. Es war am neunzehnten August, Da fing die Sache an, Da streikten in der Residenz Die Leute von der Straßenbahn.“

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/das-lobtaulied-in-wolfgang-steinitz.html

Zum Löbtauer Bierstreik

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/erlautere-die-hintergrunde-des-lobtauer.html

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/03/der-lobtauer-bierstreik-von-189091.html


Freitag, 6. März 2026

Taubes und Carl Schmitt

Einführungsseminar zu Carl Schmidt Nägele Gegenuni

1. Carl Schmitt : Der Begriff des Politischen. 
Politik ist für Schmitt nicht einfach Handeln im staatlichen Raum, sondern direkt an den Begriff eines Feindes gebunden. 
"Die spezifische Unterscheidung, auf welche sich die politischen Handlungen und Motive zurückführen lassen, ist die Unterscheidung von Freund und Feind. [...] Jeder religiöse, moralische, ökonomische, ethnische oder andere Gegensatz verwandelt sich in einen politischen Gegensatz, wenn er stark genug ist, die Menschen nach Freund und Feind effektiv zu gruppieren."
Nach meinem Verständnis wird für Schmitt der Staat erst dann interessant, wenn es nicht mehr um Kompromisse und Aushandeln geht, sondern wenn der Staat die Funktion hat, bei einem Verhältnis von Freund und Feind  eine Regelung für den Ausnahmezustand zu finden. Dann erst ist der Souverän gefragt.
2. Carl Schmitt Parlamentarismuskritik
Parlamentarismus, Klärung durch Diskussion gehört zum Liberalismus,  aber nicht zur Demokratie.
Demokratie ist eine Organisationsform ohne Inhalt, Liberalismus ist Ideologie und Partei. De facto siegt nicht das bessere Argument, sondern Kompromisse zu Interessengegensätzen  werden ausgehandelt.
In der Demokratie wird nicht nur Gleiches gleich (wir), sondern auch Ungleiches ungleich (der Feind)  behandelt. Dafür braucht man Gleichheit der Bürger.  Demokratie ist auch ohne Wahlrecht möglich. (Akklamation, Auslosung)
Demokratie [...] ist die Identität von Herrscher und Beherrschten, Regierenden und Regierten, Befehlenden und Gehorchenden. Verfassungslehre S. 234
Prinzip der Identität des Volkes mit sich selbst als politischer Einheit. Ausscheidung und Vernichtung des Heterogenen. Für Einheit braucht man einen Mythos (Faschismus, Marxismus)

Konkretes Ordnungsdenken Carl Schmitt und NS






" [..] Mit Carl Schmitt traf er sich in der apokalyptischen Überzeugung, das eschatologische Ende der Geschichte eröffne die Möglichkeit einer neuen politischen Praxis. Israel steht für ihn als „Ort der Revolution“, als „unruhiges Element in der Weltgeschichte“, das erst eigentlich einen Geschichtsbegriff erschaffen habe. Wie Nietzsche und Max Weber betont er die weltgeschichtliche Bedeutung Israels als „axiologischen“ Anfang der abendländischen Eschatologie. Gegen Carl Schmitt will Taubes die Perspektive einer Erlösung von der Gebundenheit an diese Welt aufrechterhalten; ohne die notwendige Unterscheidung zwischen weltlich und geistlich sei der Mensch Herrschern und Gewalten ausgeliefert, die in einem „monistischen Kosmos kein Jenseits mehr kennen würden“.[9] Den „Kern des Judentums“ habe Taubes nach dem Holocaust in einem „mit Hilfe von Paulus spiritualisierten Judentum“ gefunden, während etwa Scholem diesen in der Kabbala gefunden habe. „Taubes rekonstruierte das Judentum nicht aus den Quellen der jüdischen Mystik, sondern aus denen der jüdisch-urchristlichen Apokalyptik, die den explosiven Gehalt der Gnosis aufnahm.“[10"(Jacob Taubes)

Seine Schrift: Ad Carl Schmitt. Gegenstrebige Fügung. Merve Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-88396-054-3 online (englische Ausgabe: To Carl Schmitt, Letters and Reflections, Columbia University Press 2013[12])



zusammengerollte Zeit / messianische Zeit (Kairos) Zwischenzeit, die von Handlung ergriffen werden muss
die vor dem jüngsten Tag Gestorben werden als erste auferstehen, die am jüngsten Tag noch Lebenden als letzte
Paulus lässt das jüdische Gottesvolk durch die Gemeinschaft der Glaubenden ersetzt
nicht mehr jemandem glauben, sondern an jemanden glauben
Römerbrief verheiratet sein, als sei man es nicht (im letzten Augenblick: Ernstfall, Ausnahmezustand)
Paulus versteht sich als Apostel der Heiden  Mose forderte vom Gottesvolk Treue
Inklusions- oder Exklusionstheologie
Paulus (Glaube)        Carl Schmitt (Bedrohungsbewusstsein - Krankheit)


H. M. Enzensberger  (youtube) Wikipedia

Lob der Wikipedia-Mitarbeiterschaft

 Zum 25-jährigen Jubiläum der Wikipedia wurde manches Positive über die Wikipedia gesagt. Bei Gelegenheit werde ich eine KI dazu auffordern, das zusammenzustellen.

Heute drängt es mich, nach über 20 Jahren Wikipediaarbeit, bei der ich durchaus manche unerfreuliche Erfahrungen gemacht habe, der Wikipediamitarbeiterschaft dafür zu danken, dass sie diese wichtige Einrichtung, obwohl es immer schwieriger wird, dort mitzuarbeiten, weiterhin voranbringt (voranbringen) und inzwischen in über 200 Sprachsektionen.

Insbesondere bin ich glücklich, dass Wikipedianerinnen in diese Gemeinschaft einen so empathischen Ton hineingebracht haben, dass das Erzübel des rauen Tons von beglückenden Edelsteinen unterbrochen wird.

Damit man mir abnimmt, dass ich weiß, wovon ich spreche, möchte ich elian (eine Wikipediapionierin)   und 1falt (eine Meisterin der Empathie seit 2018) nennen.

Danke!


Mittwoch, 4. März 2026

US-Kriegsministerium besteht auf Verwendung von KI für staatliche Überwachung und autonome Waffen



"Anthropic-Chef Dario Amodei erklärte, Künstliche Intelligenz mache es möglich, verstreute Daten einzelner Menschen in großem Stil automatisiert zu einem ausführlichen Bild ihres Lebens zusammenzusetzen. Zugleich sei KI noch nicht verlässlich genug, um in vollständig autonomen Waffen eingesetzt zu werden. „Wir werden nicht wissentlich ein Produkt liefern, das Amerikas Krieger und Zivilisten in Gefahr bringt“. "

"Im Februar 2026 stufte die US-Regierung Anthropic als Sicherheitsrisiko für die Lieferkette ein und untersagte allen Bundesbehörden mit sofortiger Wirkung die Nutzung von Anthropic-Technologie. Kriegsminister Pete Hegseth ordnete an, dass Auftragnehmer des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit Anthropic machen dürfen. Für das Ministerium gilt eine sechsmonatige Frist, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Anthropic besteht darauf, dass Künstliche Intelligenz der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird."

"Der mit Anthropic konkurrierende ChatGPT-Entwickler OpenAI schloss unterdessen eine Vereinbarung mit dem US-Militär über den Einsatz seiner KI-Modelle in klassifizierten Cloud-Netzwerken.[46][47]"

(Wikipedia)

"„Arroganz und Verrat“: Trump bestraft KI-Konzern Anthropic mit hartem Bann [...]

Die Weigerung seines Unternehmens begründete Anthropic-CEO Amodei mit zwei roten Linien, die nicht überschritten werden dürften. Die erste lautet: KI soll keine autonomen Waffen steuern, bei denen Maschinen selbstständig töten. Und die zweite: KI soll nicht zur Massenüberwachung von US-Bürger:innen eingesetzt werden." FR 3./4.3.26

Dienstag, 3. März 2026

Treibhausgasemissionen

Die natürlichen Quellen von CO₂ betragen etwa 750 Gigatonnen pro Jahr, und ungefähr gleiche Mengen werden durch natürliche Senken (Ozeane, Vegetation) wieder aufgenommen – das System war also über Jahrtausende nahezu im Gleichgewicht.

Der menschliche Zusatz liegt derzeit bei etwa 40 Gigatonnen CO₂ jährlich, was rund 5 % der natürlichen Flüsse entspricht, aber nicht vollständig kompensiert wird. Diese kleine, aber stetige Störung ist der Hauptgrund für den Anstieg der atmosphärischen CO₂-Konzentration (von etwa 280 ppm vor der Industrialisierung auf über 420 ppm heute).

Für Methan (CH₄) stammen etwa 40 % aus natürlichen Quellen (Feuchtgebiete, Termiten, Vulkane) und 60 % aus menschlichen Aktivitäten (Viehzucht, Reisanbau, fossile Brennstoffe).

Beim Distickstoffoxid (N₂O) ist der menschliche Anteil rund 40 %, vor allem durch Düngemittel und industrielle Prozesse.

Fazit: Die natürlichen Quellen sind zwar viel größer, aber im Gleichgewicht – der menschengemachte Überschuss kippt dieses Gleichgewicht langsam, was die langfristige Erwärmung antreibt."

https://www.gutefrage.net/frage/wie-hoch-sind-die-treibhausgasemissionen-die-durch-den-menschen-verursacht-werden-im-vergleich-zu-den-natuerlichen-quellen-von-co2n20-und-methan

Krankheit darf nicht dem Profit dienen

 

"[...] Bernard Lown sagte dazu einmal: „Ein profitorientiertes Gesundheitswesen ist ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich. In dem Augenblick, in dem die Fürsorge dem Profit dient, hat sie die wahre Fürsorge verloren.“ [...]"

Bernd Hontschik ist Chirurg und Publizist. www.medizinHuman.de

https://www.fr.de/meinung/kolumnen/das-system-wird-kollabieren-94190636.html


Freitag, 27. Februar 2026

"Was ist eigentlich, wenn ich Deutschland mal verlassen muss?".

 "Der Ex-FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai erlebt mit Sorge, wie sich das wohlhabende Bürgertum radikalisiert. Und fragt sich deshalb, ob er eines Tages auswandern muss. [...]

 "[...] Djir-Sarai: Um es klar zu sagen: Ich mache mir Sorgen um die bürgerliche Mitte in Deutschland. In den Milieus, die eigentlich mal für Diskurs, Verständigung und Kompromiss standen, herrscht mittlerweile ein Geist der Kompromisslosigkeit. Der Staat soll liefern – und zwar sofort. Und wenn er nicht liefert, muss eben ein neues System her. Diese Haltung ist brandgefährlich.

ZEIT: Haben Sie ein Beispiel für diese Haltung?

Djir-Sarai: Ich skizziere Ihnen mal einen Typus: Stellen wir uns den Geschäftsführer eines Unternehmens vor, finanziell erfolgreich, internationale Ausbildung, internationaler Freundeskreis, vielleicht mit einem türkischen Schwiegersohn. Und einige solcher Leute reden nun plötzlich wie Radikale.

ZEIT: Wie denn?

Djir-Sarai: Sie schimpfen auf "die da oben", obwohl sie selbst natürlich zu "denen da oben" gehören. Sie sprechen mit einer tiefen Verachtung über Politiker. "Die können das nicht, die sind doof, die verstehen die Probleme im Land nicht, die sind abgehoben." Und dazu kommt dann nicht selten eine Verachtung für das System: "Hier geht alles so langsam, hier reden zu viele Leute mit, hier muss mal einer durchgreifen." So in etwa ist die Tonlage.

ZEIT: Man könnte ja auch sagen: Es läuft tatsächlich vieles gerade nicht besonders gut in Deutschland.

Djir-Sarai: Das stimmt, und das macht mich auch wütend. Aber ich komme zu einer anderen Schlussfolgerung: Dann muss man sich mehr engagieren, sich mehr einbringen, mehr diskutieren. Was ich aber stattdessen erlebe, ist ein Rückzug. Man richtet sich ein in seiner Wut und schimpft nur noch auf all diejenigen, die es angeblich verbocken. Und das sind natürlich immer die anderen. [...]

Djir-Sarai: Ich bin schon immer für eine restriktive Migrationspolitik. Ich hatte immer ein Problem damit, dass wir Leute ins Land lassen, die unsere Werte ablehnen. Das ist eine Bedrohung für unsere offene Gesellschaft. Ich wäre auch beim Thema Einbürgerung und Integration weitaus härter als die bisherige Politik. Für diese Haltung habe ich von links immer Prügel bekommen. [...] 

Djir-Sarai: Ich habe mich selbst neulich dabei erwischt, wie ich meiner Frau die Frage gestellt habe: "War es eigentlich ein Fehler, dass unsere Kinder meinen iranischen Nachnamen tragen?" Ich war in diesem Moment über meine eigene Frage entsetzt. Noch vor zehn Jahren wäre es mir nie in den Sinn gekommen, so was auch nur zu denken. [...] 

Djir-Sarai: Ich glaube, sie war auch massiv irritiert davon. So hat sie jedenfalls geguckt. Aber das Thema ist ja noch größer. Ich liebe Deutschland, es ist meine Heimat. Aber ich habe mir zuletzt schon die Frage gestellt: Was ist eigentlich, wenn ich Deutschland mal verlassen muss? Die Frage fand ich früher absurd.

ZEIT: Warum?

Djir-Sarai: Weil meine Eltern mich das immer gefragt haben. Und ich habe mich deshalb mit ihnen gestritten. Die haben zum Beispiel immer zu mir gesagt, du musst etwas studieren, womit man überall auf der Welt arbeiten kann. Medizin zum Beispiel. Und ich habe gesagt: Warum soll ich denn weggehen? Ich bin hier zu Hause. Und die sagten: Na ja, man weiß nie, wie sich die Dinge entwickeln. Ich habe mich darüber richtig aufgeregt.

ZEIT: Und heute würden Sie sagen, Ihre Eltern hatten recht?

Djir-Sarai: Nein, aber ich erwische mich jedenfalls selbst, wie ich dieselben Gedanken habe und genauso mit meinen Kindern heute rede." ZEIT 26.2.26


Ein Milliardär

 "[...] Fünf Jahre nach seinem Einstieg in die Oberwald-Klinik schloss er sich mit dem Anwalt und Unternehmer Bernard große Broermann zusammen, sie gründeten die Asklepios Kliniken. Sie kauften immer mehr Kliniken. Nach sieben Jahren trennten sich die beiden, und Helmig gründete 1995 seine eigene Klinik-Gesellschaft, die Helios-Kliniken. Als er 59 Jahre alt war, verkaufte er alles an den Fresenius-Konzern. Für 1,5 Milliarden Euro. [...]"

ZEIT 26.2.26

Donnerstag, 26. Februar 2026

Ein ungewöhnliches Museum

 https://moopenheimer.com/


DDR 1949-90


Brotmarken

Magische Tiere

 Die Schule der magischen Tiere ist eine 2013 gestartete Kinderbuchreihe der deutschen Schriftstellerin Margit Auer.

Die Schule der magischen Tiere

Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien

Die Schule der magischen Tiere ermittelt


Rainbow Magic is a British children's fiction brand originally created by Working Partners[1] and currently owned by Mattel, with some licensing rights held by IoM Media Ventures.[2] It is best known for the children's books published by Orchard Books.[3] The books are ghostwritten by a number of authors under the collective pseudonym Daisy Meadows, and illustrated by Georgie Ripper and Alison Winfield in several books and uncredited illustrators in the latest books. The series follows the lives of Kirsty Tate, Rachel Walker, Gracie Adebayo and Khadijah Khan and their magical adventures with their fairy friends.

Rainbow Magic books by Daisy Meadows were the most-borrowed children's books at libraries in the United Kingdom, and the second-most borrowed books overall at those libraries, in 2010 and 2011, respectively.[4][5]

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_books_written_by_Daisy_Meadows

Specials

Early reader books

Dienstag, 24. Februar 2026

Geschichten aus der Geschichte

 

Eine Geschichte über das Leben eines Schwertes

Wir springen ins 11. Jahrhundert, und sprechen über ein Schwert. Ein Schwert, das nach hunderten Jahren aus dem Fluss Witham in England gefischt wurde, über das wir aber eigentlich sehr wenig wissen. Wir versuchen sein mögliches Leben nachzuzeichnen, und sprechen dabei über Stahl aus Afghanistan, Schwertschmieden im Rheinland und die Bedeutung, die ein Schwert ganz abseits vom Schlachtfeld hatte.

Vier Jahre Ukrainekrieg - ein Rückblick mit mit einem Vergleich mit dem Ersten Weltkrieg

Der erste Punkt, wo ich darüber nachdachte, wie stark die Parallelen des Ukrainekriegs zum ersten Weltkrieg seien, war der Stellungskrieg im Osten der Ukraine.

Einig bin ich mit Scholz in Hinsicht darauf, dass der Krieg eine Art von Zeitenwende darstellt; aber nicht so sehr wie der Erste Weltkrieg, denn es ist nicht erst damit der Krieg nach Europa gekommen, vielmehr war schon am Ende des vorigen Jahrhunderts über die Aufteilung Jugoslawiens Krieg entstanden. Und die Nato hat eifrig eingegriffen.

Mit Sicherheit war es nicht Deutschland das Land, dass den Krieg wollte und insofern an ihm schuld war. Mir scheint es gegenwärtig weiterhin so, dass die USA und mit ihr die wichtigen Politiker der Europäischen Union an ihren Zielen festgehalten haben: Ausweitung der EU und Ausdehnung der NATO, ohne zu bedenken, was das alles an Folgen haben könnte.
Es war aber nicht so, dass alle Seiten wie Schlafwandler in den Krieg gegangen wären, sondern der "Westen" war ebenso wie Russland der Meinung, dass er seine Ziele durchsetzen könne, ohne dabei unerträgliche Verluste zu erleben.

Die Krisen und Kriege auf dem Balkan vor dem Ersten Weltkrieg könnte man mit der Situation von 2014-2022 vergleichen. Alles schienen relativ begrenzt zu sein, von Deutschland aus gesehen in der Ferne "wenn hinten fern in der Türkei die Völker aufeinander schlagen" (Goethe: Faust I, Osterspaziergang)

Der übertriebene Optimismus nach der Einigung mit Gorbatschow war nicht gerechtfertigt: Weder der Gedanke, es käme "Das Ende der Geschichte" noch die Formel "Wir sind umzingelt von Freunden" hat zugetroffen. Das Ende der Geschichte war eine Illusion und Verkennung der damaligen Situation, die fast jeder erkennen konnte. Die Formel "umzingelt von Freunden" schien eine Friedensdividende möglich zu machen, ohne dass man dafür größere  Anstrengungen machen müsste. Das war ein verhängnisvoller Irrtum.

Dabei hätte man sehen müssen, dass die Veränderung nur die Konfrontation der Blöcke beseitigte, aber kein einziges Problem der übrigen Welt.

Folgen der ersten 4 Jahre Krieg in Zahlen:
"Der Ukrainekrieg hat bisher schätzungsweise sehr hohe Verluste gefordert. Die kombinierten militärischen Verluste von Russland und der Ukraine könnten bis zu 1,8 Millionen betragen und bis zum Frühjahr 2026 auf 2 Millionen steigen" (KI Ecosia) 26.2.26

Zivile Opfer in der Ukraine
14.999 davon Kinder 763 Tote
40.601, davon Kinder 2.486 Verletzte 

Vermint und zu räumen 139.000 km²
30% des Staatsgebietes

Zerstörter Wohnraum
236.000 Häuser
2.500.000 Wohneinheiten
19-13% des Wohnbestandes

Flüchtlinge
1,34 Mill. nach Deutschland
977.000 nach Polen
398.000 nach Tschechische Republik
                                                                                             Quelle Welt am Sonntag 22.2.2026