Freitag, 28. Juli 2017

Eine "gerichtsnotorische arglistige Täuscherin" ?

Ein Beispiel für die kurzfristigen Hypes, die sich durch die gegenwärtige Medienlandschaft ziehen, war die eifrige Plagiatsuche.
So nannte der Verfasser des schavanplag-Blogs unter dem Pseudonym "Robert Schmidt"  2013 die jetzige deutsche Botschafterin am Vatikan eine "sich als fromme Katholikin gerierende gerichtsnotorische arglistige Täuscherin" (schavanplag).
Dass er in einem anderen Blog (ebenfalls 2013) eine "Dokumentation wissenschaftlichen Fehlverhaltens in der Dissertation von Prof. Dr. Norbert Lammert" vorgelegt hat, verdeutlicht noch stärker, wie sehr die Plagiatsaffäre zu Guttenbergs von 2011 damals noch nachgewirkt hat. 

Von einer umfassenden Prüfung aller Dissertationen der Jahrzehnte vor 1990 hat man dann bekanntlich abgesehen. Nicht zu Unrecht möchte ich meinen. 


Da heute Plagiate deutlich leichter zu erstellen, aber auch extrem leichter zu erkennen sind, ist sehr zu Recht in den auf 2011 folgenden Jahren weit mehr Wert auf die Aufdeckung von Plagiaten in der aktuellen Wissenschaftsszene gelegt worden. Offenbar mit gutem Erfolg.

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