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Samstag, 4. Januar 2025

Weshalb Michelle Obama nicht für die US-Präsidentschaft kandidiert hat

  Sie kennt ihren Mann vermutlich ziemlich gut und hat ihn wohl auch deshalb so lieb gewonnen, weil er sich für allgemeine Interessen und für Benachteiligte eingesetzt hat. Andererseits hat sie gesehen, dass er trotz seiner politischen Begabung weit hinter den Zielen zurückgeblieben ist, die er sich gesetzt hat.

Eins seiner Ziele war ja durchaus, die Frontstellung zwischen Republikanern und Demokraten abzubauen. Inzwischen ist dank Trump das Gegenteil passiert. Wie sollte sie - deren gute Intentionen ein sehr großer Teil der Bevölkerung gewiss schätzt - bei weit geringerer Erfahrung angesichts der verfahrenen Lage mehr Erfolg haben?

Außerdem sind für Kinder, deren Eltern 8 Jahre lang durch einen anspruchsvollen Job des Vaters und Repräsentationspflichten und Engagement der Mutter für Frauen- und Kinderrechte nur mit verminderter Kraft Eltern sein konnten, gerade aus ihrer Sicht - vgl. auch ihre Bücher - die Eltern und nicht zuletzt die Mutter besonders verantwortlich. Nelson Mandela konnte im Zuchthaus nicht viel für seine Kinder tun, er musste all seine Kraft für den politischen Wandel einsetzen. Was in der Familie schief lief, konnte er aus dem Zuchthaus heraus nicht ändern. Nach dem Ende der 2. Amtszeit waren beide Eltern frei und konnten versuchen, ihre Versäumnisse an den ihnen Nächststehenden so weit als möglich gut zu machen.

Außerdem: Hätte Michelle Obama die Tötung Osama Bin Ladens oder umfangreiche militärische "Spezialoperationen" befehlen wollen?

Sonntag, 1. August 2021

Wie viele Geburtstagsgeschenke zu Obamas 60. Geburtstag am 4.8.?

I’m asking you, friend, to help us celebrate Barack’s 60th birthday by chipping in $6 or $60 to help bring the Obama Presidential Center to life and support the young leaders it will empower.


Or you can simply tell us how you’ve spent 60 minutes—maybe even just 60 seconds—giving back to your community over the last year and a half.

Maybe you lent a hand to a neighbor in need. Maybe you helped your favorite local business stay open through pandemic closures. Maybe you took action to keep your communities safe and healthy. Big or small, I know Barack would love to hear from you. 

So I hope you’ll help make his 60th birthday one he’ll never forget.

For as long as I’ve known him, Barack has always loved hearing about the good work folks are doing to make a positive impact—and, some things never change. In this case, that’s a very good thing."

—Michelle

Sonntag, 5. Juli 2015

Rassismus in der Sprache

Rassismus in der Sprache liegt vor, wenn ein Ausdruck oder eine Redeweise rassistische Nebenbedeutungen hat oder ganz auf Zeiten zurückgeführt werden kann, als die Gesellschaft in sich rassistisch war.
Wenn Michelle Obama sich beklagt, dass ihr uppity nachgesagt wird, dann bleibt ihre Empörung wenig verständlich, solange man daraus nur schließt, dass sie als hochnäsig bezeichnet wird. Die rassistische Konnotation von uppity ist nämlich, dass sie "doesn't know her place", dass sie also ihre Stellung als Schwarze im Verhältnis zu Weißen nicht kennt. Wenn der first lady nachgesagt wird, sie sei aufmüpfig, wenn sie für sich beansprucht, als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft akzeptiert zu werden, dann ist es mehr als verständlich, wenn sie das einem Rassismus zuschreibt.
Von daher wird verständlicher, weshalb viele gegen die Verwendung von Neger im Deutschen sind und sogar gegen das Kinderlied "Zehn kleine Negerlein" polemisieren. Man stelle sich vor, wir hätten einen schwarzen Kanzler und immer wenn er aufträte, würde das Lied "Zehn kleine Negerlein" gesungen, oder Angela Merkel würde, wenn sie im Kreise der europäischen Regierungschefs auftritt, von diesen mit "anerkennenden" Bauarbeiterpfiffen begrüßt.
Auch ist das Wort Indianer im Deutschen kaum von rassistischen Konnotationen begleitet, während für einen native american, der sich als Überlebenden eines Völkermordes begreift, die Bezeichnung als red Indian empören muss, weil darin immer das Wort "The best Indian is a dead Indian." mitschwingt.