Montag, 23. Oktober 2017

Humor im alten Ägypten

"In den Reliefs, Papyri und Tonscherben hat der Ägyptologe einen „sehr subtilen Humor“ ausgemacht, der auch heutige Zeitgenossen dazu bringe, „lauthals herauszulachen“. Teilweise erschließe sich die Komik auch jetzt noch auf Anhieb. So hätten die Ägypter gerne ihre Feinde verspottet. Auf einer Tonscherbe etwa sei ein Nubier (ein häufig befehdetes Volk) dargestellt, der mit erhobenen Händen vor Katze und Maus um Gnade flehe. Beliebt seien auch Berufssatiren gewesen. Als Beispiel dafür nennt Morenz ein Relief aus einem Grab in Saqqara, auf dem ein schlafender Türhüter dargestellt sei. Der Wissenschaftler wertet diese Abbildung als eine Art „Shakespearesche groteske Nebenrolle“, die die geordnete Welt der Grab- und Tempelbilder „etwas menschlicher machen und zugleich den Sinn für das Komische bedienen sollte“."
(http://www.fr.de/wissen/humor-was-die-alten-aegypter-amuesierte-a-596582)

Sonntag, 22. Oktober 2017

Du hast die Wahl - jeden Tag

Wer seine Wahlentscheidung von der großen Koalition verfälscht sah, braucht mit der Jamaika-Koalition um keinen Deut glücklicher zu sein.
Und wer nur aus Protest gewählt hat, der fühlt sich gewiss weder von AfD noch von der Linken richtig repräsentiert.
Da erinnern Maria und Rebecca Stremmel aus Köln mit ihrem Spruch daran, dass wir versuchen können, uns selbst an die Grundsätze zu halten, die wir für richtig halten.
Anregungen bietet z.B. Utopia.de . Rasch wird klar, dass das auch nicht einfach ist und dass man selbst Kompromisse schließen muss zwischen dem, was man anstrebt und was man zu tun bereit ist.

Freilich gibt es auch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten politischer Beteiligung außerhalb der Parteien und zwischen den Wahlterminen. (Was es bedeutet, wenn man die Wahltermine gar nicht nutzt, wird hier erklärt.*)

Informationen als Ausgangspunkt und Anregungen für politische Beteiligung findet man bei der Bundeszentrale für politische Bildung und insbesondere im neusten Magazin der bpb, in dem ich auf S.9 auf einem Poster den Spruch von Maria und Rebecca gefunden habe.
Das Magazin und manches andere kann man bei der bpb kostenlos bestellen, anderes kostet auch was.
Ich habe z.B. über http://www.eurotopics.net/de/ einen kostenlosen E-Mailservice mit Zeitungskommentaren aus vielen europäischen Ländern abonniert.

Und jeden Tag kann man sich neu entscheiden für soziales oder eher politisches Engagement oder für keins von beiden oder beides. Das ist Teil unserer Freiheit und Teil unserer Verantwortung.

Wogegen habe ich mich wohl entschieden, als ich beschlossen habe, diese Zeilen zu schreiben?
Das kann diesem Blogartikel kein Geheimdienst eindeutig entnehmen.
Aber vermutlich gegen etwas, was mir mehr Mühe machen würde und was gefährlicher für mich wäre.
Wofür entscheide ich mich jetzt?

*Verantwortung

SWR Archivradio

https://twitter.com/SWRGeschichte

Die neue Herausforderung Demenz

Die neue Herausforderung Demenz Vortrag von Helga Rohra 2010

"[...] Machen wir uns auf den Weg in eine demenzfreundliche Gesellschaft! [...] Leben wir Gemeinschaft!"


Bewegend die Szene, wo die 96-jährige Mutter des Mannes (Malte) nachfragt, wie alt seine Frau Gretel ist. Als sie erfährt, dass sie 73 Jahre alt ist, meint sie: "Aber das kann mein Sohn doch nicht machen, ihr könnt ihn doch nicht so verbrauchen."
[...]

Gewiss ist sie eifersüchtig auf ihre Schwiegertochter, die so viel Zuwendung erfährt und sie doch gar nicht richtig nutzen kann, weil sie schon im nächsten Moment vergessen hat, dass sie sie erfahren hat. Und sie, die Mutter, die doch Jahrzehnte so für ihren Sohn da war, wird von ihm so vernachlässigt. (Vergiss mein nicht!)



Samstag, 21. Oktober 2017

Zur Bewahrung der Lebensgrundlagen für die kommende Generation

Generationenmanifest

1. Frieden: Eine Zukunft ohne Krieg ist nicht selbstverständlich. ...

2. Klima: Mit allen Mitteln die Klimakatastrophe abwenden. ...
3. Bildung: Wir werden neue Kompetenzen brauchen. ...
4. Armutsbekämpfung: Hunger, Armut und Überbevölkerung beenden. ...
5. Gerechtigkeit: Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich verringern. ...
6. Unternehmenshaftung: Unternehmen und Banken dürfen nicht gegen, sondern müssen für die Menschen arbeiten. ...

...

Liebespaare in der englischen Literatur

  • Elizabeth Bennett und Fitzwilliam Darcy (Jane Austen: Pride and Prejudice)
  • Jane Eyre und Edward Rochester (Charlotte Brontë: Jane Eyre)
  • Catherine und Heathcliff (Emily Brontë: Wuthering Heights)
  • Scarlett O'Hara und Rhett Butler (Margaret Mitchell: Gone With the Wind)
  • Daisy Buchanan und Jay Gatsby (F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby)

(zusammengestellt von  TheseGoToEleven bei gutefrage.net)

Außerdem:
Ginever und Lancelot, aus der Arthussage
Robin Hood und Maid Marian
Emma und Knightley und alle anderen Protagonistinnen in Jane Austens Romanen mit ihren Liebhabern
König Harold und Edith Schwanenhals in: Hope Muntz: The Golden Warrior (dt. Der goldene Reiter)

Literarisches Magazin des S. Fischer Verlags: 114

https://www.hundertvierzehn.de/

Der Sommer ihre Lebens Ein poetischer Comic darüber, was von einem Leben bleibt.

Jetzt als Buch zu haben:
Barbara Jelin / Thomas von Steinaecker:
Der Sommer ihres Lebens. Berlin 2017. 80 S. 20 €

"Die Geschichte handelt von Gerda Wendt, die in einem Seniorenwohnheim lebt. Und die sich fragt, ob es das jetzt war, und wenn ja: Was "das" dann gewesen ist. Was Gutes? Was Schlechtes? Mit diesem Bisschen an Inhalt füllt Yelin 80 Seiten, die deshalb so grandios sind, weil sie zusammen mit dem Autor Thomas von Steinaecker immer ganz aufs Ziel fixiert ist: das ziemlich normale Altern zu schildern, das Leben auf der Zielgeraden, das mit etwas gesundheitlichem Glück bei uns allen nicht schlimmer aussehen wird, sondern genauso. [...] Ich kann diesen Comic nicht genug empfehlen. Die einzige Einschränkung: Er schlägt vermutlich eindrucksvoller ein, wenn man deutlich jenseits der 30 ist." (Spiegel online 6.10.2017)

Die erste Folge des Blogs