Mittwoch, 17. Januar 2018

Viel Lob für das Klexikon und Klaus Dautels ZUM-Seiten

OER-Award 2017:

Klexikon: Wikipedia für Kinder 

Rüdiger Fries (Referent für Medienbildung Kultusministerium Saarland):

 "Das Klexikon „will eine „Wikipedia für Kinder“ sein“ – so steht es auf ihrer Webseite. Ich denke, das ist sie schon.
Denn sie bietet freie, und das heißt kostenlose und zur Weiterverbreitung gedachte, Artikel an, die lexikalisch aufbereitet sind. Und zwar nicht nur in einer Sprache, die Kinder verstehen können, sondern auch in einer Länge und in den Artikeln untergebrachten Informationen, die Kindern Lust macht, weiterzulesen oder wiederzukommen. [...]" mehr dazu

K. Dautels ZUM-Seiten

Maria Eirich (stellv. Schulleiterin Gym, ZUM-Vorstand):

" „Was?! Du kennst Klaus Dautel?!“
Diese Reaktion höre ich im Lehrerzimmer seit vielen Jahren immer wieder. – Ganz offensichtlich ist Klaus Dautel vielen Lehrkräften, die Deutsch unterrichten, ein vertrauter Name, da sie seine Seiten „K. Dautels ZUM-Seiten“ mit Deutsch-Materialien schon des Öfteren bei ihrer Suche nach geeigneten Informationen oder Materialien für ihren Unterricht im Internet gefunden und schätzen gelernt haben. [...]
Wer Klaus Dautels Deutschseiten aufsucht, wird schnell erkennen, dass sie von hoher inhaltlicher Qualität und sehr gut für den Unterricht geeignet sind, sei es, dass Lehrkräfte sich damit auf den Unterricht vorbereiten, Materialien direkt für ihren Unterricht nutzen oder diese dafür abwandeln, was die OER-Lizenz der Seiten ja erlaubt. [...]" mehr dazu 

Kostenlose Straßenbahn spart der Stadt Kosten

"Ich wollte wissen, warum der Innenstadtverkehr mit der Straßenbahn kostenlos ist, und habe bei der Transportbehörde in Melbourne nachgefragt.
"Weil die Stadt so Geld spart", war die Antwort.
Es fahren Zehntausende Pkws weniger durch das Stadtzentrum, Straßen halten länger, Unfälle sind seltener, die positiven Auswirkungen auf die Luft sind immens. Dazu kommt, dass man keine Fahrkartenkontrolleure bezahlen muss, die Zahl der kostspieligen Strafverfahren gegen Schwarzfahrer ist gegen Null gegangen - und die Zahl der Touristen angestiegen."
(web.de Reiseblog Dieter Hermann 12.1.2018)

Frankfurts älteste U-Bahnlinie: 1968

Frankfurts älteste U-Bahnlinie

Die älteste U-Bahnlinie Frankfurts wurde 1968 eröffnet. Damit folgte Frankfurt Berlin und Hamburg.
Mehr dazu in der Wikipedia:
"Die U-Bahn Frankfurt ist das Stadtbahnsystem der Stadt Frankfurt am Main und nach der S-Bahn Rhein-Main und vor der Straßenbahn Frankfurt am Main wichtigster Verkehrsträger des öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadtregion Frankfurt. Die U-Bahn wird täglich von mehr als 300.000 Fahrgästen benutzt.
Das Netz wurde seit 1968 in mehreren Stufen in Betrieb genommen. Es besteht aus drei Stammstrecken mit innerstädtischen U-Bahn-Tunneln und oberirdischen Strecken in den Außenbereichen. Die oberirdischen Abschnitte haben unterschiedliche Ausbaustandards vom unabhängigen bis zum straßenbündigen Bahnkörper.
Die Frankfurter U-Bahn hat neun Linien, davon acht Linien in der Innenstadt, mit zusammen 27 Tunnelbahnhöfen und 59 oberirdischen Stationen. Auf dem 65 Kilometer langen Streckennetz wurden im Jahr 2014 über 123 Millionen Passagiere befördert. Zuletzt kamen am 12. Dezember 2010 mit der U8 und der U9 zwei neue Linien hinzu, die den Universitätscampus und das Neubaugebiet am Riedberg erschließen. Die U-Bahn-Linie U9 ist die erste Linie, die nicht die Innenstadt berührt. [...]"
 U-Bahn Frankfurt. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Dezember 2017, 17:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=U-Bahn_Frankfurt&oldid=172175648 (Abgerufen: 17. Januar 2018, 14:58 UTC)

Samstag, 13. Januar 2018

Weshalb SPD-Parteitag und SPD-Mitglieder jetzt eine große Koalition ablehnen müssen

Ich nehme den Vertretern der SPD bei den Sondierungen nicht übel, dass sie in vielen sozialen Fragen nur bescheidene Kompromisse erreicht hat.
Übel nehme ich ihnen auch nicht, dass sie schon in den Sondierungsgesprächen gemeinsam mit den Vertretern der Union erklärt haben, dass die für 2020 fest zugesagte CO2-Reduzierung nicht erreicht werden wird.
Kompromisse gehören zum Politikgeschäft und ihr eigenes Scheitern gibt eine Partei ungern vor den Wahlen zu. (Denn dass die Union so unverantwortlich an der Braunkohleverstromung festhalten konnte, die das Erreichen der offiziell verkündeten Ziele verhindert hat, ist auch darauf zurückzuführen, dass die SPD nicht schon bei den Koalitionsverhandlungen 2013 energischer gegengesteuert hat.)

Das Fatale ist, dass die SPD keinen Kurs durchsetzen konnte, der es möglich gemacht hätte, die für 2020 gesteckten Klimaziele wenigstens 2022 oder spätestens 2025 zu erreichen.
Dasselbe gilt für das Einschwenken auf den Unionskurs bei der Besteuerung und beim Familiennachzug für Flüchtlinge.
Kompromisse müssen sein, aber schon in den Sondierungsgesprächen hätte die SPD keine unverantwortliche Weichenstellungen in entscheidenden Fragen akzeptieren dürfen.
(Sieh dazu mehr!)

Eine energische Opposition oder eine an Bedingungen geknüpfte Duldung einer Minderheitsregierung wären Alternativen, die der Verantwortung für unser Gemeinwesen gerecht geworden wären. Eine Kapitulation vor ultimativen Forderungen von Seiten der Union aber nicht.

Angesichts der Kritik in der Öffentlichkeit ist jetzt eine Formulierung gefunden worden, die den Verzicht auf das Klimaziel nicht mehr ausdrücklich ausspricht, aber keine Festlegung auf ein klares Ziel enthält. In der Zusammenfassung der SZ heißt es dazu:

Klima und Energie

Die umstrittenste Formulierung haben Union und SPD hier umschifft - das Klimaziel für 2020. In der Fassung der Arbeitsgruppe hatte es noch geheißen, dieses werde "aus heutiger Sicht nicht mehr erreicht werden". Davon ist nicht mehr die Rede. Stattdessen will eine neue Koalition nun "die Handlungslücke" zur Erreichung des Ziels "so schnell wie möglich schließen". Die Lücke ist nicht klein: Ursprünglich sollte Deutschland bis zum Jahr 2020 "mindestens" 40Prozent weniger Treibhausgase verursachen als 1990. Erreicht sind aber gerade einmal gut 27 Prozent. Nun soll eine Kommission sich der Frage annehmen, wie sich noch rasch Kohlendioxid einsparen lässt. Sie soll auch "einen Plan zur schrittweisen Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung einschließlich eines Abschlussdatums" erarbeiten - all das bis Ende dieses Jahres. Ähnliche Kommissionen sollen rund um Gebäude und Verkehr ihre Arbeit aufnehmen. Am Ende soll ein Klimaschutzgesetz stehen, mit dessen Hilfe sich dann das nächste Klimaziel erreichen lässt: minus 55 Prozent Kohlendioxid bis 2030.
Dem soll auch der weitere Ausbau erneuerbarer Energien dienen. Bis 2030 soll ihr Anteil am Strommix auf "etwa" 65 Prozent anwachsen. Das geht weit über das Ziel der bisherigen Koalition hinaus - sie hatte 55 bis 60 Prozent angepeilt, und das erst bis 2035. Dazu sollen schon im kommenden und darauffolgenden Jahr weitere Ausschreibungsrunden stattfinden, in denen Investoren um Zuschläge für Wind- und Solarparks buhlen können."(SZ 12.1.18)

Donnerstag, 11. Januar 2018

Hatespeech und was man dagegen tun kann

Als normaler Internetbenutzer begegnet man nur Pöbeleien und vereinzelten scharfen Angriffen und selbst diesen meist nur indirekt über Presseberichte.
Der Journalist Richard Gutjahr stellt dar, was eine Hasslawine für einen selbst und für die Familie bedeuten kann: http://www.gutjahr.biz/2018/01/hatespeech

Seine Hinweise, wie man sich wehren kann:
  1. Hass-Urheber anzeigen! Strafanzeigen kann man über Online-Wachen bequem von zuhause aus erstatten. Das ist mit ein paar Klicks erledigt – der ganze Vorgang dauert keine 10 Minuten.
  1. Screenshots machen – aber richtig: Um Polizei und Staatsanwaltschaft die Arbeit zu erleichtern, unbedingt die folgenden Punkte beachten:
    Bild von  http://www.gutjahr.biz/2018/01/hatespeech

Backwards Books : Die "umgekehrten" Bibliotheken

Bücher mit Rücken zur Wand, zu sehen nur der Schnitt der Bücher, damit man Autor und Titel nicht erkennt:
"Wer seine Bibliothek "umdreht", signalisiert, dass er das Bücherlesen einst selbst betrieben hat und auf einen Notspeicher zurückgreifen könnte, falls die papierlose Technik zusammenbrechen sollte. Aber eigentlich will er das nicht. Um es in vollem Alarmton zu sagen: Die umgedrehte Bibliothek ist der Gnadenhof des Gutenberg-Zeitalters."
( Die "umgekehrten" Bibliotheken ZEIT 11.1.18)

Kommunikationsmodell

https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_Ossipowitsch_Jakobson#Das_Kommunikationsmodell

Mittwoch, 10. Januar 2018

Dienstag, 9. Januar 2018

Theodor Körners Leben

  "Die bisherigen Biographen Körner's waren – mit Ausnahme des Vaters – darauf angewiesen, aus fremden Quellen ihre Nachrichten und Schilderungen zu schöpfen; ich darf es als einen Vorzug geltend machen, daß die Quelle, aus der ich schöpfe, meine eigenen Erlebnisse sind. Die von dem Vater geschriebene Biographie ist nur genügend für die Jahre der Kindheit, des Knabenalters und der ersten Jugend bis dahin, wo er siebenzehn Jahre alt das älterliche Haus verließ und die Bergakademie in Freiberg bezog. – An einen Vater von so anspruchslosem, edlem Charakter wie Körner dürfen wir nicht den Anspruch machen, daß er die Vorzüge und trefflichen Eigenschaften des Sohnes nach ihrem vollen Werthe hervorhebe, da er sich hierdurch den Vorwurf eitler Vorliebe zuzuziehen fürchten würde; ebensowenig aber ist ihm zuzumuthen, über die Fehler und Verirrungen des Sohnes ausführlichen Bericht zu erstatten. Der Briefwechsel Theodor's mit den Aeltern und Freunden liefert allerdings für die Biographie »ein schätzbares Material«; wer aber nicht »zwischen den Zeilen« zu lesen versteht, mit den Briefstellern und mit den in den Briefen erwähnten Personen nicht persönlich befreundet oder mindestens bekannt war, wird über Vieles nur unwahr oder ungenügend berichten können. Der Verfasser gegenwärtiger Biographie stand – mit wenigen Ausnahmen – zu allen in den Briefen erwähnten Personen in näherem Verhältniß, mit einigen in vertrauterem Umgange und freundschaftlichem Verkehr. Aus einem früher veröffentlichten Aufsatze: »Meine Begegnungen mit Theodor Körner« möge Nachstehendes hier eine schickliche Stelle finden. Meine erste Bekanntschaft mit Theodor Körner machte ich in Freiberg im August 1808, wohin ich als Primaner des Gymnasiums zu Altenburg einer Einladung meines früheren Schul-Pensionskameraden, des Bergstudenten Eduard v. Gottschalk, gefolgt war. Noch bewahre ich ein Stammbuchblatt, auf welchem Theodor in Bergmannstracht, sich mit der Guitarre begleitend, abgebildet ist, und die Freunde daneben mit Gläserklang in den Rundreim einstimmend. Mit Aufträgen und Empfehlungen an seine Aeltern ging ich nach Dresden und wurde freundlich auf dem Weinberge in Loschwitz aufgenommen. – Die Universität Leipzig feierte 1810 im Spätherbste ihr vierhundertjähriges Jubiläum; ich befand mich als Jenaischer Student bei der Deputation, welche die Universität zur Beglückwünschung abgeordnet hatte. Ich wohnte wieder bei meinem Freunde Gottschalk, welcher zugleich mit Körner die Freiberger Akademie verlassen hatte und in Leipzig Cameralia studirte, was wegen einer Anstellung in der Bergbauverwaltung erforderlich war. Mein erster Gang war zu Theodor, von dem ich mit herzlicher Brüderlichkeit – wir hatten schon m Freiberg » smollis« getrunken, – empfangen wurde. Durch eine Recension in der Jenaer Literaturzeitung war ich auf die von ihm unter dem Titel » Knospen« erschienene Gedichtsammlung aufmerksam gemacht worden und fand mich dadurch veranlaßt, ihm einige meiner Gedichte mitzutheilen.[...] 
In der Nachbarschaft von Gernrode, in einem hochgelegenen Wirthshause auf dem Stuben- oder Stufenberge, zeigte man vor Jahren einen von Körner in eine Fensterscheibe mit einem Diamant eingekritzelten Vers. Dort wurde erzählt: Körner sei in der Walpurgisnacht 1813 als schwarzer Jäger auf dem Blocksberge gewesen und habe in einem verfallenen Kloster nahe bei der Teufelskanzel einen daselbst verborgenen Schatz gehoben, worauf er sich, als Freiberger Bergstudent und mit einer Wünschelruthe versehen, ganz ausbündig verstanden habe. Eine Tonne Goldes mindestens sei die Ausbeute gewesen, und mit diesem Gelde habe dann Lützow eine Schwadron schwarzer Husaren, »lauter stich-, hieb- und kugelfeste Mordkerle«, angeworben und ausgerüstet. – Diese romantisch schauerliche Sage ist – wir sagen: leider! – durch die historischen Forschungen unseres gelehrten Freundes H. Pröhle also aufgeklärt worden: »Auf einem Streifzuge der Lützower durch den Harz kam Theodor Körner nach Halberstadt; hier begab er sich in die am Domplatz gelegene Wohnung des Kreissekretairs Klewitz. Er war sehr galant gegen die Damen und forderte den Herrn des Hauses auf, ihn nach seinem Keller zu begleiten. Dieser hatte dort eine ihm anvertraute westphälische Kasse vergraben. Ein patriotischer Kassenbeamter, der nachmalige preußische Steuerrath Stävie, hatte dies verrathen. Körner – ein studirter Bergmann – erkannte sofort die Stelle in der Mitte des Kellers und ließ von einigen mitgebrachten schwarzen Jägern den vergrabenen Schatz, eine Kiste mit mehreren hundert Thalern, heben.« [Fußnote]"
(Friedrich Förster: Theodor Körner's Leben, in: Theodor Körners Werke Gustav Hempel, Berlin)

Samstag, 6. Januar 2018

Was es vor 10 Jahren noch nicht gab

Uber Airbnb Instagram Snapchat Bitcoin iPad Kickstarter Pinterest App Store Angry Birds Siri Google Chrome  WhatsApp Candy Crush Alexa Tinder Apple Watch Facebook Messenger Starbucks Pumpkin Spice Lattes

https://twitter.com/AndrewBloch/status/939806353068982272

Aus Bismarcks Briefen 1854

Am 13.4.1854 fürchtet Bismarck, dass Österreich Preußen in einen Krieg gegen Russland hineinziehen könnte, weil dann die deutschen Mittelstaaten die erste Gelegenheit nutzen würden, sich Frankreich anzuschließen. (an L. v. Gerlach)

Freitag, 5. Januar 2018

Das Buch - eine starke Waffe für die Demokratie

"[...] In diesem Kampf ist das Buch eine starke Waffe. Sein Umfang ist kein Selbstzweck, sondern ein unentbehrliches Potential. Das Buch ermöglicht die eingehende Auseinandersetzung. Es erlaubt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Eine notwendige Bedingung, wenn es um Komplexes und Kompliziertes geht. Es gestattet, Zusammenhänge herzustellen. In Ruhe und mit Zeit. Im besten Falle ermöglicht es, aus Informationen Wissen – und Bewusstsein – werden zu lassen. Ein Prozess, den wir dringend benötigen, weil Lesen in der explodierenden Bilderflut zum „Überfliegen“ verkommt. [...]"
(DAS BUCH ALS KULTURGUT: JÖRG BONG: Eine starke Waffe für die Demokratie faz.net 2.1.18)

Wer kann sich nicht besinnen, von einem Buch ergriffen worden zu sein. Wer kennt nicht Bücher, zu denen er gern zurückkehrt. Kann das Internettexten gelingen? (Beispiel: Werther in: Die neuen Leiden des jungen Werthers)

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Dienstag, 2. Januar 2018

Wir wissen das Wichtigste schon seit über 40 Jahren, doch was tun wir? - Blogparade???

Versuch eines Aufrufs zu einer Blogparade

Dass konventionelle Landwirtschaft Lebensraum zerstört und zu Artensterben führt, wurde einer breiten Öffentlichkeit seit Rachel Carsons "Der stumme Frühling" (1962) nach und nach bekannt.
Die Studie des Club of Rome Die Grenzen des Wachstums (1972) wurde zwar energisch bekämpft, aber der Gedanke, dass wirtschaftliche Ressourcen begrenzt sind, wurde mit dem Spruch "Wir haben nur eine Erde" zum Allgemeinplatz.
Auf den "stummen Frühling" hin wurde DDT ab 1970 in mehreren Ländern verboten, die USA hoben ihr Verbot von 1972 aber bald wieder auf. Die Produktion von DDT lief in den USA erst 1982 aus, in Österreich wurde es erst 1992 verboten.
Die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von der knappen Ressource Erdöl wurde schon 1973, ein Jahr nach  Die Grenzen des Wachstums in der Ölkrise deutlich. Dennoch wurde Flugbenzin steuerlich begünstigt, obwohl CO2-Ausstoß in großen Höhen besonders umweltgefährdend ist. 
Die 45 Jahre währende Entwicklung von der ersten Umweltkonferenz in Rio 1992 zu schildern würde hier zu weit führen. Man kann sie nachlesen.
Das Ergebnis: Billigfluglinien bieten Flugreisen an, die billiger sind als die Taxifahrt zum Flughafen, und werden fast durchweg hofiert, oft sogar mehr oder minder offen subventioniert. 
Die Emissionszertifikate werden seit Jahren zu Schleuderpreisen gehandelt, Betrug von Autokonzernen bei Umweltauflagen wird staatlich gedeckt und vor privaten Regressansprüchen geschützt, die besonders umweltschädlichen Braunkohlebergwerke dürfen weiter produzieren und bekommen einen Artenschutz wie sonst nur der Panda, das Markenzeichen des WWF.

Und wenn es dagegen Proteste gibt, heißt es, der Kunde sei selbst schuld, wenn er die Konzerne nicht mit seiner Marktmacht zwingt, sich ökologischer zu verhalten. 
Wie können Bürger, die vielleicht alle 2, 3 Jahre eine Flugreise unternehmen, eine Billigfluglinie in die Knie zwingen? Wie können sie eine Erhöhung der Kerosinsteuer durchsetzen und eine unfaire Subventionierung durch Flughafenbetreiber verhindern? 
Mit ihrer Marktmacht gewiss nicht, sondern allenfalls durch Boykott, der durch Nichtregierungsorganisationen angeregt wird, oder durch das Wählen von Parteien, die für die Umweltziele, mit denen sie werben, auch eintreten. 

Zum Thema Umweltschutz ist scheinbar schon alles gesagt. Aber auf  den empörenden Unterschied zwischen den angeblichen Zielen der Parteien und ihrem tatsächlichen Handeln wird nach meiner Beobachtung häufiger von Gegnern des Umweltschutzes als von seinen Befürwortern hingewiesen. 

Aber das ist ja längst nicht das einzige, das anzusprechen wäre. Wo ist auf die Ergebnisse der über 10 Jahre alten Studie 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome hingewiesen worden? Wie bekannt ist der neuste Bericht "Wir sind dran" von 2017? 

Die Aspekte, die anzusprechen wären, sind ungeheuer vielfältig. 
Wer ist bereit, dem, was er schon immer sagen wollte, im Rahmen einer Blogparade eine breitere Plattform zu bieten? 


Artikel in diesem Kontext kann man hier im Kommentar verlinken oder unter dem Hashtag  #tuwas18
verbreiten.

Ernährungsräte und essbare Städte

"Ernährungspolitik schien lange kein Thema für Kommunen mehr. Lebensmittel sind in unseren Städten quasi immer und überall verfügbar: Wo sollte da Handlungsbedarf für die lokale Politik bestehen? Doch die Art und Weise wie unsere Städte mit Lebensmittel versorgt werden, belastet die Umwelt in Deutschland und weltweit. Unsere Ernährung beschleunigt als ein wesentlicher Verursacher den Klimawandel. Die Produktion und der Handel unserer Lebensmittel sorgen für Hunger und soziales Elend an den anderen Enden der Nahrungsketten. In unseren Städten führt der Konsum der Nahrung bei vielen zu gesundheitlichen Schäden: Übergewicht gilt als die neue Volkskrankheit. Wäre es nicht gut, wenn wir die starke Kraft von so etwas faszinierendem wie unserer Ernährung für die Entwicklung der Städte, für die Bereicherung des Zusammenlebens und positiv für die Umwelt nutzen würden? Immer mehr Bürger engagieren sich heute in Deutschland auf kommunaler Ebene für die Themen des Ernährungssystems. Und spätestens der Milano Urban Food Policy Pact hat Ernährung auch wieder zum Thema der Kommunalpolitik gemacht. Der Ernährungsrat ist eines der wichtigsten Instrumente einer kommunalen Ernährungspolitik. Die ersten Ernährungsräte in Deutschland sind 2015 und 2016 in den Städten Berlin und Köln entstanden."


mehr dazu unter: http://ernaehrungsraete.de/