Sonntag, 29. Oktober 2017

Deutschland Land der Fußballfans oder der Kirchgänger?

An jedem Wochenende zählen die deutschen Bundesligastadien 436 000 Besucher, die christlichen Gottesdienste besuchen etwa achtmal so viel Menschen: 3,5 Millionen.
Es gibt 45 000 Kirchen in Deutschland. (ZEIT 44/2015, 26.10.17)
Wie viele Fußballplätze es gibt, habe ich nicht gefunden. Wie viele Zuschauer insgesamt im Lauf der Woche einmal zu einem Fußballspiel gehen, weiß ich auch nicht.


John Lancaster über Facebook

"[...] Ein aufschlussreiches YouTube-Video von "Kurzgesagt", einem deutschen Wissenskanal, der hochwertige kurze Erklärvideos veröffentlicht, weist darauf hin, dass im Jahr 2015 725 der 1.000 meistgesehenen Videos auf Facebook gestohlen waren. Dies ist ein weiterer Bereich, wo Facebooks Interessen denen der Gesellschaft entgegenstehen. Wir mögen ein gemeinschaftliches Interesse daran haben, kreative und einfallsreiche Arbeiten zu unterstützen und zu erhalten - in vielfältiger Form und auf vielen Plattformen.
Facebook hingegen hat das nicht. Es hat zwei Prioritäten, wie Martínez in "Chaos Monkeys" erklärt: Wachstum und Monetarisierung. Woher die Inhalte kommen, ist Facebook völlig egal. Erst jetzt beginnt es, sich darum zu kümmern, wie die Tatsache, dass seine Inhalte zu einem großen Teil betrügerischen Ursprungs sind, in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, denn wenn diese Wahrnehmung sich verstärken sollte, könnte sich das auf das Maß an Vertrauen und folglich an Zeit auswirken, das die Leute der Seite schenken. [...]"
http://www.deutschlandfunk.de/ueber-facebook-du-bist-das-produkt.1184.de.html?dram:article_id=397257

Was in diesem Kontext "gestohlen" heißt, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich zu Facebook Abstand halte. 
Am 19.10.11 habe ich so formuliert:
Facebook lehne ich ab. Die Beseitigung von Privatheit (dazu jetzt auch Computerbild), die Facebook aggressiv betreibt, widerspricht m.E. eindeutig dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung.  Und die ist mir wichtiger als die vielen schönen Instrumente, mit denen das Internet soziales Lernen erleichtert. Wenn Social Learning nur in einer Gesellschaft möglich wäre, in der die Regeln von Facebook gelten, würde ich darauf verzichten.
Ich weiß etwas über die Möglichkeiten, auch bei Facebook eine gewisse Datenautonomie zu erhalten, ohne mich darin wirklich auszukennen. Wer Experte ist, wird vermutlich auch bei Facebook noch seine informationelle Selbstbestimmung erhalten können, zumal wenn er aus bewusster Entscheidung seine Privatsphäre energisch beschränkt oder auch ganz aufgibt.
Weil Facebook aber so leicht zugänglich ist, dass es auch dem in Datenschutz ganz Unbefangenen den Zugang erlaubt, hat es für mich dieselbe moralische Integrität wie die Stasi. Die war (als Organisation, nicht alle Mitglieder) auch davon überzeugt, dass ihr System richtig sei. (Fontanefan)

Heute würde ich nicht so starke Worte gebrauchen. Aber es ist vielleicht verständlich, weshalb ich mich nicht darum bemühe, Facebook-Insider zu werden, um ein abgesichertes Urteil zu erwerben.
In diesem Fall verlasse ich mich auf renommierte Quellen; denn dass ich meine Daten vor Facebook schützen könnte, bilde ich mir nicht ein.* 
Dass Geheimdienste meine Daten verwenden, kann ich leider noch nicht verhindern. Mein indirektes Einverständnis zu formulieren, dass meine Daten monetarisiert werden, versuche ich aber zu vermeiden.

Google mag sich in der Hinsicht nicht viel von Facebook unterscheiden. Manche seiner Dienste sind aber für die Allgemeinheit nützlich. Der Datenklau scheint mir nicht der Hauptzweck zu sein.

Das sicherste Mittel, getäuscht zu werden, ist, sich für schlauer zu halten als die anderen. (François de La Rochefoucauld)

Zur Situation der Kurden

http://myrau.org/index.php?option=com_content&view=article&id=235:kurdistan-wird-kleiner&catid=2&Itemid=101

Webquests für die Primarstufe

https://www.inst.uni-giessen.de/idm/primarwebquest/webquests/

Der kochende Fluss im Amazonasgebiet


"[...] der Fluss hat nur auf einer Länge von 6,24 Kilometern eine durchschnittliche Temperatur von 86 Grad Celsius. Ruzo berichtet er habe schon oft gesehen wie Tiere, die hineingefallen sind, sofort gegart wurden.[...] Die Frage nach dem Nutzen des Flusses für den Menschen ist noch nicht geklärt. Sollte der Fluss geschützt werden um weiterhin Forschung zu betreiben oder ist es besser daraus Energie zu gewinnen. Sicher ist jedoch: durch die Entdeckung des „boiling river“ wird der peruanische Dschungel zum Tourismusmagneten."

Geothermie

mehr dazu

Streeck: "Kapitalversteher" und die Nationalstaaten

Wolfgang Streeck  formulierte, Wirtschafts- und Finanzexperten seien Kapitalversteher, „deren besonderes Know-how darin besteht, den Eigentümern von Produktionsmitteln ihre Wünsche von den Lippen abzulesen und sie für den öffentlichen Gebrauch in »Sachzwänge« zu übersetzen.“ (Eine Last für Generationen. in: Handelsblatt. 10. März 2009)

Streeck über: die Zukunft der Nationalstaaten

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Murat Kurnaz

Murat Kurnaz hat in Guantanamo jahrelang menschenrechtswidrige Behandlung erfahren. Über drei Jahre davon musste ertragen, weil die deutsche Bundesregierung nicht bereit war, seine Rückkehr nach Deutschland zu unterstützen. Das Unrecht, das ihm widerfahren ist, hat ihn aber nicht daran gehindert, jetzt als Trainer und Betreuer in Flüchtlingsunterkünf-ten zu arbeiten und in der ZEIT Migranten dazu aufzurufen, trotz aller Schwierigkeiten, die sich ihnen auch hier entgegenstellen, die Möglichkeiten, die ein demokratisches Land ihnen bietet, zu nutzen. Der Zeit ist zu danken, dass sie sich als Plattform zur Verfügung gestellt hat.
Sein Text:  Ihr habt alle Chancen! 
ZEIT 11.10.17

"[...] Viele der Jungs, mit denen ich spreche, glauben, sie gehören nicht dazu. Werden nie dazugehören. Und also haben sie keine Chance in diesem Land. Denen sage ich: Hört auf mit dem Quatsch! Ihr habt ALLE Chancen.
Strengt euch an in der Schule. Macht eine vernünftige Ausbildung. Verlasst euch nicht auf irgendwelche Ämter, steht auf eigenen Beinen. Nehmt das Leben ernst. Und auch wenn ihr euch von geregelter Arbeit nicht gleich den dicksten Wagen leisten könnt: Lernt zu warten. Habt Geduld!
Den Geflüchteten sage ich immer: Versucht, dankbar zu sein für diese Chance. Auch wenn euer Leben hier hart ist und ihr viel durchgemacht habt. [...]"

Allerlei zu Kommunikation


Man sieht: Kommunikation ist ein schwieriges Geschäft.
Aber bevor du davon ausgehst, dass dein Lehrer falsch formuliert hat, solltest du ihn erst einmal fragen, was er gemeint hat. 
Gewiss hat er nicht gemeint 
wie gut man sich auch das zwischen den Zeilen merken konnte, 
sondern allenfalls, ob man auch Unausgesprochenes verstanden hat (das nennt man bildhaft auch "zwischen den Zeilen lesen" und könnte deshalb fragen: "Habt ihr auch gemerkt, was zwischen den Zeilen stand?")
Aber: aus vielen Missverständnissen kann man sich mit der Zeit eine bessere Kommunikationsfähigkeit erarbeiten. 
Besonders oft ergibt sich das beim Erlernen einer fremden Sprache. 
So sind die englischen preservatives z.B. etwas anderes als die französischen préservatives etc.

Dein Problem ist, dass du, einen deutschen Text korrekt ins Englische übertragen willst, dessen (aus welcher Sprache auch immer übersetzt) Deutsch inkorrekt ist. 
Wenn ein König eingeäschert wird, wird davon die Einäscherung noch nicht königlich. Und wenn die Bevölkerung landesweit trauert, wird sie dadurch noch nicht zur landesweiten Bevölkerung. Und Zeremonien sind etwas anderes als Ereignisse.
Nicht die Einäscherung ist geschichtsträchtig, sondern das Leben und der Tod dieses Königs, der so lange Jahre lang, die Geschichte seines Landes beeinflusst hat. 
Es hat also zwar Sinn, den vorliegenden Text in korrektes Deutsch zu übertragen. Wenn man aber das ursprünglich Gedachte in korrektes Englisch übertragen wollte, müsste man die Gedanken in der Originalsprache kennen. 
Denn auch Muttersprachler können das Gedachte nicht immer korrekt formulieren.

Ein Beispiel dafür hast du selbst geliefert: Denn ein deutsches Wort kann man nicht auf Englisch verstehen, man kann es nur möglichst gut durch ein englisches Wort wiedergeben oder durch ein Wort oder mehrere verständlich machen
Auch ich habe sicher nicht alles, was ich sagen wollte, korrekt ausgedrückt und schon gar nicht verständlich. Aber bevor man von anderen Leuten eine korrekte Übersetzung ins Englische erwartet, sollte man erst einmal überprüfen, ob der Gedanke im Deutschen korrekt formuliert ist. 


Montag, 23. Oktober 2017

Humor im alten Ägypten

"In den Reliefs, Papyri und Tonscherben hat der Ägyptologe einen „sehr subtilen Humor“ ausgemacht, der auch heutige Zeitgenossen dazu bringe, „lauthals herauszulachen“. Teilweise erschließe sich die Komik auch jetzt noch auf Anhieb. So hätten die Ägypter gerne ihre Feinde verspottet. Auf einer Tonscherbe etwa sei ein Nubier (ein häufig befehdetes Volk) dargestellt, der mit erhobenen Händen vor Katze und Maus um Gnade flehe. Beliebt seien auch Berufssatiren gewesen. Als Beispiel dafür nennt Morenz ein Relief aus einem Grab in Saqqara, auf dem ein schlafender Türhüter dargestellt sei. Der Wissenschaftler wertet diese Abbildung als eine Art „Shakespearesche groteske Nebenrolle“, die die geordnete Welt der Grab- und Tempelbilder „etwas menschlicher machen und zugleich den Sinn für das Komische bedienen sollte“."
(http://www.fr.de/wissen/humor-was-die-alten-aegypter-amuesierte-a-596582)

Sonntag, 22. Oktober 2017

Du hast die Wahl - jeden Tag

Wer seine Wahlentscheidung von der großen Koalition verfälscht sah, braucht mit der Jamaika-Koalition um keinen Deut glücklicher zu sein.
Und wer nur aus Protest gewählt hat, der fühlt sich gewiss weder von AfD noch von der Linken richtig repräsentiert.
Da erinnern Maria und Rebecca Stremmel aus Köln mit ihrem Spruch daran, dass wir versuchen können, uns selbst an die Grundsätze zu halten, die wir für richtig halten.
Anregungen bietet z.B. Utopia.de . Rasch wird klar, dass das auch nicht einfach ist und dass man selbst Kompromisse schließen muss zwischen dem, was man anstrebt und was man zu tun bereit ist.

Freilich gibt es auch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten politischer Beteiligung außerhalb der Parteien und zwischen den Wahlterminen. (Was es bedeutet, wenn man die Wahltermine gar nicht nutzt, wird hier erklärt.*)

Informationen als Ausgangspunkt und Anregungen für politische Beteiligung findet man bei der Bundeszentrale für politische Bildung und insbesondere im neusten Magazin der bpb, in dem ich auf S.9 auf einem Poster den Spruch von Maria und Rebecca gefunden habe.
Das Magazin und manches andere kann man bei der bpb kostenlos bestellen, anderes kostet auch was.
Ich habe z.B. über http://www.eurotopics.net/de/ einen kostenlosen E-Mailservice mit Zeitungskommentaren aus vielen europäischen Ländern abonniert.

Und jeden Tag kann man sich neu entscheiden für soziales oder eher politisches Engagement oder für keins von beiden oder beides. Das ist Teil unserer Freiheit und Teil unserer Verantwortung.

Wogegen habe ich mich wohl entschieden, als ich beschlossen habe, diese Zeilen zu schreiben?
Das kann diesem Blogartikel kein Geheimdienst eindeutig entnehmen.
Aber vermutlich gegen etwas, was mir mehr Mühe machen würde und was gefährlicher für mich wäre.
Wofür entscheide ich mich jetzt?

*Verantwortung

SWR Archivradio

https://twitter.com/SWRGeschichte

SWR2 Archivradio jetzt als Podcast und in der ARD Audiothek

Die neue Herausforderung Demenz

Die neue Herausforderung Demenz Vortrag von Helga Rohra 2010

"[...] Machen wir uns auf den Weg in eine demenzfreundliche Gesellschaft! [...] Leben wir Gemeinschaft!"


Bewegend die Szene, wo die 96-jährige Mutter des Mannes (Malte) nachfragt, wie alt seine Frau Gretel ist. Als sie erfährt, dass sie 73 Jahre alt ist, meint sie: "Aber das kann mein Sohn doch nicht machen, ihr könnt ihn doch nicht so verbrauchen."
[...]

Gewiss ist sie eifersüchtig auf ihre Schwiegertochter, die so viel Zuwendung erfährt und sie doch gar nicht richtig nutzen kann, weil sie schon im nächsten Moment vergessen hat, dass sie sie erfahren hat. Und sie, die Mutter, die doch Jahrzehnte so für ihren Sohn da war, wird von ihm so vernachlässigt. (Vergiss mein nicht!)



Mittel gegen Demenz
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/demenz/demenz-3-neue-ansaetze-im-kampf-gegen-das-vergessen_id_8194339.html

sieh auch:
https://www.morgenpost.de/familie/article214317225/Die-Krankheit-ist-wie-der-Verlust-des-Ich.html

Samstag, 21. Oktober 2017

Zur Bewahrung der Lebensgrundlagen für die kommende Generation

Generationenmanifest

1. Frieden: Eine Zukunft ohne Krieg ist nicht selbstverständlich. ...

2. Klima: Mit allen Mitteln die Klimakatastrophe abwenden. ...
3. Bildung: Wir werden neue Kompetenzen brauchen. ...
4. Armutsbekämpfung: Hunger, Armut und Überbevölkerung beenden. ...
5. Gerechtigkeit: Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich verringern. ...
6. Unternehmenshaftung: Unternehmen und Banken dürfen nicht gegen, sondern müssen für die Menschen arbeiten. ...

...

Liebespaare in der englischen Literatur

  • Elizabeth Bennett und Fitzwilliam Darcy (Jane Austen: Pride and Prejudice)
  • Jane Eyre und Edward Rochester (Charlotte Brontë: Jane Eyre)
  • Catherine und Heathcliff (Emily Brontë: Wuthering Heights)
  • Scarlett O'Hara und Rhett Butler (Margaret Mitchell: Gone With the Wind)
  • Daisy Buchanan und Jay Gatsby (F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby)

(zusammengestellt von  TheseGoToEleven bei gutefrage.net)

Außerdem:
Ginever und Lancelot, aus der Arthussage
Robin Hood und Maid Marian
Emma und Knightley und alle anderen Protagonistinnen in Jane Austens Romanen mit ihren Liebhabern
König Harold und Edith Schwanenhals in: Hope Muntz: The Golden Warrior (dt. Der goldene Reiter)

Literarisches Magazin des S. Fischer Verlags: 114

https://www.hundertvierzehn.de/

Der Sommer ihre Lebens Ein poetischer Comic darüber, was von einem Leben bleibt.

Jetzt als Buch zu haben:
Barbara Jelin / Thomas von Steinaecker:
Der Sommer ihres Lebens. Berlin 2017. 80 S. 20 €

"Die Geschichte handelt von Gerda Wendt, die in einem Seniorenwohnheim lebt. Und die sich fragt, ob es das jetzt war, und wenn ja: Was "das" dann gewesen ist. Was Gutes? Was Schlechtes? Mit diesem Bisschen an Inhalt füllt Yelin 80 Seiten, die deshalb so grandios sind, weil sie zusammen mit dem Autor Thomas von Steinaecker immer ganz aufs Ziel fixiert ist: das ziemlich normale Altern zu schildern, das Leben auf der Zielgeraden, das mit etwas gesundheitlichem Glück bei uns allen nicht schlimmer aussehen wird, sondern genauso. [...] Ich kann diesen Comic nicht genug empfehlen. Die einzige Einschränkung: Er schlägt vermutlich eindrucksvoller ein, wenn man deutlich jenseits der 30 ist." (Spiegel online 6.10.2017)

Die erste Folge des Blogs

Dienstag, 17. Oktober 2017

Reformationsstädte Europas

https://de.wikipedia.org/wiki/Reformationsstadt_Europas

Cyberkrieg im Frieden

Stell dir vor, es ist Krieg und keiner merkts
Von Hannes Grassegger Das Magazin N°35 – 2. September 2017

"Es ist vermutlich kein Zufall, dass die neue Art der Kriegsführung in Estland begann. Estland ist der nördlichste der drei baltischen Staaten, so gross wie die Schweiz, mit einer langen, unglücklichen Geschichte ständig wechselnder Besetzungen. Seit der Unabhängigkeit 1991 aber blüht das Land. In Tallinn lebt es sich gut, es gibt Strände, die Altstadt mit ihren Bars, Galerien und Restaurants ist ein Touristenmagnet, in ehemaligen Fabriken werkeln Start-ups.
Estland brüstet sich, das technologisch fortschrittlichste Verwaltungssystem der Welt zu haben. Jeder Bürger besitzt eine digitale Identität, also seine ID-Nummer und einen Log-in-Code als Zugang zur komplett digitalen Administration. Seit 2007 kann man online wählen, seine Steuern online abrechnen, kriegt Rezepte vom Arzt online und kann jederzeit überprüfen, welche Behörden Zugriff auf die eigenen Daten nehmen wollten. Jeder Este ist ein gläserner Bürger, und der Staat ist ebenso transparent.
«Wir leben in der Zukunft. Onlinebanking, Onlinenews, Textnachrichten, Onlineshopping – die totale Digitalisierung hat alles schneller und leichter gemacht», erklärt Priisalu, «aber auch die Möglichkeit geschaffen, uns in Sekunden um Jahrhunderte zurückzuwerfen.» Das Land ist zugleich extrem effizient und extrem verletzlich geworden. «Wenn der Strom ausfällt, der Bancomat kein Geld mehr liefert, die Supermarktkassen gehackt sind und die Zeitungen offline gehen, während im Netz Verschwörungstheorien geschürt werden – dann bricht Chaos aus.»
Die neuen Kriege, so sieht man in Estland, haben eine neue Organisationsstruktur. Die Angriffe waren «outgesourct» – selbst wenn die ursprünglichen Angreifer wohl in Russland sassen, die Attacken starteten von Rechnern im Ausland. Und die Angriffe waren «crowdgesourct». Das heisst: Jeder, der wollte, konnte sich daran beteiligen. Rezepte wurden im Netz verbreitet. Das Resultat war eine merkwürdige, niemals zuvor in Kriegen beobachtete, flache und aus diesem Grund hochgradig dynamische Ordnung. Netzwerk schlägt Hierarchie, folgert Priisalu heute nüchtern.
Er zog zwei wichtige Schlüsse aus dem Angriff:
Erstens: Russland trage die Verantwortung für die Attacken. Warum sonst lehnte der Kreml die Rechtshilfegesuche ab, die Estland im Zuge der Aufklärung des Angriffs stellte?
Zweitens: Cyberkrieg ist mehr als ein Hackerangriff. Die Hacks, also die rein technischen Angriffe auf die Infrastruktur des Landes, waren nur ein Teil der Attacke. Die Hetztiraden in russischsprachigen Internetforen und Blogs, die Flutung der Kommentarspalten von Zeitungen, die zu den Unruhen geführt hatten, waren ebenfalls Teil der Kriegsführung. Und es war dieser Teil, der Priisalu beunruhigte.
Jaan Priisalu lobbyierte für die Einrichtung eines Cyberkriegforschungszentrums der Nato in Estlands Hauptstadt Tallinn. Seit 2008 wird dort jedes Jahr die grösste internationale Cyberkriegsübung der Welt durchgeführt: «Locked Shields». 25 Mitgliedstaaten haben dieses Jahr ihre Cyberkrieger gegen Tausende simultaner Attacken auf ein virtuelles Land namens «Crimsonia» kämpfen lassen. Auf riesengrossen Screens war der «Schlachtverlauf» zu sehen, manche Soldaten kamen in Anzügen, andere in Sweatshirts, aber die meisten loggten sich von zu Hause ein. Auch die Schweiz war zweimal dabei, 2012 und 2016. Im vergangenen Jahr hat die Nato wiederum den Cyberspace offiziell zum Handlungsfeld erklärt – neben Boden, See und Luft." [Hervorhebungen von Fontanefan]


Sieh auch:

US-Historiker Timothy Snyder: "Russland hat einen Cyberkrieg gewonnen"
 Timothy Snyder über Trumps Wahlsieg, Strategien russischer Propaganda, Fehler des Westens und Gefahren des Postfaktischen.
VON CLAUDIA VON SALZEN Der Tagesspiegel, 28.06.2017

Montag, 16. Oktober 2017

DAS SOZIALE BEKENNTNIS DER EVANGELISCH-METHODISTISCHEN KIRCHE

Wir glauben an Gott, den Schöpfer der Welt,
und an Jesus Christus, den Erlöser alles Erschaffenen,
und an den Heiligen Geist,
durch den wir Gottes Gaben erkennen.

Wir bekennen, diese Gaben oft missbraucht zu haben
und bereuen unsere Schuld.

Wir bezeugen,
dass die natürliche Welt Gottes Schöpfungswerk ist.
Wir wollen sie schützen
und verantwortungsvoll nutzen.

Wir nehmen dankbar
die Möglichkeiten menschlicher Gemeinschaft an.

Wir setzen uns ein für das Recht jedes Einzelnen
auf sinnvolle Entfaltung in der Gesellschaft.

Wir stehen ein für das Recht
und die Pflicht aller Menschen,
zum Wohl des Einzelnen
und der Gesellschaft
beizutragen.

Wir stehen ein für die Überwindung
von Ungerechtigkeit und Not.

Wir verpflichten uns zur Mitarbeit
am weltweiten Frieden
und treten ein für Recht und Gerechtigkeit
unter den Nationen.

Wir sind bereit,
mit den Benachteiligten
unsere Lebensmöglichkeiten zu teilen.
Wir sehen darin eine Antwort auf Gottes Liebe.

Wir anerkennen Gottes Wort
als Massstab in allen menschlichen Belangen
jetzt und in der Zukunft.

Wir glauben
an den gegenwärtigen und endgültigen Sieg Gottes.
Wir nehmen seinen Auftrag an,
das Evangelium in unserer Welt zu leben.

Amen.


http://www.emk-kircheundgesellschaft.ch/de/soziales-bekenntnis/das-soziale-bekenntnis.html

Internetsicherheit

Schutz für Verräter ZEIT 42/2017:

"[...] Seit Ende 2016 gibt es die Organisation, die nicht nur dem Namen nach an die Ärzte oder Reporter ohne Grenzen erinnert. Auch Security Without Borders operiert weltweit und orientiert sich an Idealen. Das Ziel ist, Menschenrechtlern, Whistleblowern und anderen Gruppen zu helfen, dem digitalen Teil ihrer Arbeit sicher nachzugehen – selbst wenn die äußeren Bedingungen widrig sind. "Es gibt Dutzende Links, Handbücher und Ratgeber für generelle Maßnahmen, die für alle Nutzer gleichermaßen gelten. Zum Beispiel, wie man seine E-Mails verschlüsselt", sagt Anderson. Seine Organisation lege den Fokus darauf, sich gezielt auf das zu konzentrieren, was für einzelne Gruppen wichtig ist. Während manche Blogger vor Spionage geschützt werden müssen, kommen andere gar nicht erst an staatlichen Firewalls vorbei ins freie Internet. [...]"

Sonntag, 15. Oktober 2017

Zu viel Ungleichheit schadet dem Wirtschaftswachstum

"[...] Und das soll nun nicht mehr gelten? Die Ökonomen des Währungsfonds formulieren in gebotener Vorsicht. „Während kräftiges Wachstum nötig ist für die ökonomische Entwicklung, ist es doch nicht ausreichend“, sagt der Chefökonom des Währungsfonds, Maurice Obstfeld. Die Ungleichheit sei in mehreren Industrieländern gestiegen, sie bleibe in vielen Aufsteigerländern hoch.
Das müsse die Regierungen beunruhigen, denn Ungleichheit schade dem sozialen Zusammenhalt und begünstige politische Polarisierung – mit der gefährlichen Folge, dass Wachstum dann nicht mehr nachhaltig sei. Wenn große Teile der Bevölkerung nicht in den Genuss der Früchte des Wirtschaftswachstums kommen, zugleich aber durch Importkonkurrenz und technischen Wandel ihre Arbeitsplätze und ihr Einkommen bedroht sehen, dann befürworten sie eine Politik der Abschottung, die Barrieren für Einwanderung und Einfuhren erhöht." (faz.net 15.10.17)

Waffenbesitz in den USA

Bemerkenswerte Statistiken gibt es hier:
https://www.vox.com/2015/10/3/9444417/gun-violence-united-states-america

"The US has by far the highest number of privately owned guns in the world. Estimated in 2007, the number of civilian-owned firearms in the US was 88.8 guns per 100 people, meaning there was almost one privately owned gun per American and more than one per American adult. The world's second-ranked country was Yemen, a quasi-failed state torn by civil war, where there were 54.8 guns per 100 people. [...] Another way of looking at that: Americans make up about 4.43 percent of the world's population, yet own roughly 42 percent of all the world's privately held firearms."

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die heutige spanische Verfassung stammt aus der Franco-Zeit

Franco


"Na schön, aber es gibt ja auch eine Verfassung, die bestimmte Reformen und ein Unabhängigkeitsreferendum verbietet.
Genau diese Verfassung ist das Problem. Sie wurde 1978 verabschiedet, als Spanien noch eine faschistische Diktatur war. Spaniens Öffnung war das Resultat eines Paktes zwischen den alten Eliten der Franco-Diktatur und der PSOE. Dieser Staatspakt modernisierte Spanien, sicherte den Franquisten aber ihre Machtpositionen in Polizei, Justiz und Großkonzernen. Außerdem wurde Spanien dauerhaft zu einem monarchistischen Zentralstaat mit Autonomiegemeinschaften (die der Zentralstaat jederzeit einseitig suspendieren kann). Eine föderale Lösung und die Gründung einer Republik wurden damit ausgeschlossen.
Und: Der Verfassungspakt von 1978 ermöglichte, dass die Verbrechen der Franco-Diktatur bis heute ungesühnt geblieben sind."
(https://www.raulzelik.net/baskenland-texte/502-12-faqs-zu-katalonien-republik-und-unabhaengigkeit-blog-9-10-2017)

Deutscher Buchpreis

"Es gewann Robert Menasse mit seinem in Brüssel angesiedelten EU-Roman „Die Hauptstadt“, natürlich wieder ein im Herbst erschienener Titel, wie noch jeder Buchpreisgewinner seit 2005, und in den obligatorischen Montagsreden des Börsenvereinsvorsitzenden Heinrich Riethmüller und der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig wurde, wie es zu erwarten war, die Unentbehrlichkeit des Romans als literarische Form im Speziellen, die Bedeutung der Literatur im Allgemeinen und der Erfolg des Buchpreises als Institution im Allergemeinsten gelobt. Was man eben so sagt, wenn man die feste Zeitvorgabe des wegen seiner Fernseh-Liveübertragung streng getakteten Programms ausfüllen möchte." (faz.net 9.10.17)

Interview mit Menasse (Video)

Preiverleihung

Man kann auch zuviel Schwein haben

Bäume für die Erde - Plant for the planet

2.859.664.398 Bäume sind gepflanzt, es sollen 1 Trillion Bäume werden.

Angefangen hat alles mit einem Schulreferat – heute ist Plant-for-the-Planet eine globale Bewegung mit einem großen Ziel: auf der ganzen Welt Bäume pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen.

9-jährigen Felix Finkbeiner gegründet.

Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formuliert Felix seine Vision Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr ca. 10 kg CO2.

2017:

Heute sind über 100.000 Kinder weltweit für
Plant-for-the-Planet aktiv.

63.000 von ihnen sind Botschafter für Klimagerechtigkeit. Das sind Kinder von 9-12 Jahren, die ihr Wissen auf den Akademien an andere weitergeben und sie ebenfalls zu Botschaftern ausbilden.
So erreicht Plant-for-the-Planet möglichst viele Kinder und motiviert sie, für ihre Zukunft aktiv zu werden.

 Drei Billionen Bäume vernichtet, epo 27.12.2015

Sonntag, 8. Oktober 2017

Ramayana und Mahabharata

Ramayana  und Mahabharata sind die beiden indischen Nationalepen, die die Stoffe für viele indische Dichter geliefert haben, nicht zuletzt für Kalidasa.

Verzeiht, dass ich so unwissend bin.

"Es gibt ein Land, das Ägypten heißt", sagte sie. "Ich weiß nichts darüber. Ich wünschte, ich könnte euch Kindern von Ägyptenland erzählen. Verzeiht, dass ich so unwissend bin. Aber wenn ihr mögt, will ich euch alles sagen, was ich über die Farbe Blau weiß." (Lloyd Jones)

Freitag, 6. Oktober 2017

Friedensnobelpreis an Ican

"[...] Ican, ein Zusammenschluss von etwa 450 Organisationen in mehr als 100 Ländern, erhält den Friedensnobelpreis, "für ihre Arbeit, mit der sie die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen eines jeglichen Einsatzes von Atomwaffen lenkt und für ihre bahnbrechenden Bemühungen, ein vertragliches Verbot solcher Waffen zu erreichen", wie es das norwegische Nobelkomitee mitteilt.
Ican hat in den vergangenen Jahren in mühevoller Kleinarbeit eine globale Kampagne auf die Beine gestellt und immer wieder für einen Deal gekämpft, der zunächst fernab von großer medialer Aufmerksamkeit ausgehandelt worden ist. Bei den Vereinten Nationen haben sich dafür mehr als 120 Staaten zusammengesetzt und über ein Verbot von Atomwaffen gesprochen. Am 20. September gipfelten diese Gespräche am Rande der UN-Generalsversammlung in New York dann in eine feierliche Zeremonie - der Vertrag wurde im Beisein von UN-Generalsekretär António Guterres zur Unterschrift ausgelegt. Sobald ihn 50 Staaten ratifizieren, tritt er in Kraft, dieser Prozess könnte noch bis Ende des Jahres 2018 dauern. Der Deal untersagt den Unterzeichnern den Besitz, Erwerb und die Weiterverbreitung von Atomwaffen. [...]" (Wer steckt hinter Ican? SZ 6.1.17)

Antonio "Zacara" da Teramo

"[...]he became a secretary to Pope Boniface IX; the letter of appointment survives, and indicates that he was a married layman as well as a singer in the papal chapel.[2]
He stayed at this post through the papacies of Boniface IX (to 1404), Innocent VII (1404–1406), and Gregory XII (1406-1415).[2] This was during the turbulent period of the Western Schism, and from his surviving letters, as well as the numerous hidden, and probably subversive political references in his music, Zacara seems to have been involved in the machinations of the time. It is not known exactly when he abandoned service to Pope Gregory, but if the ballata Dime Fortuna poy che tu parlasti is indeed by Zacara then we can read in its text evidence that he left Gregory before the council of Pisa in 1409.[7] He is recorded as a singer in the chapel of John XXIII in Bologna in 1412 and 1413. [...] Studies on Zacara's music are all relatively recent, and much remains to be solved in terms of chronology and attribution. He seems to have been active as a composer throughout his life, and a stylistic development is evident, with two general phases taking shape: an early period, dominated by song forms such as the ballata, similar in style to the work of Jacopo da Bologna or Francesco Landini; and a period possibly beginning around 1400, when he was in Rome, during which his music is influenced by the ars subtilior.
Both sacred and secular vocal music survive by Zacara, and in greater quantity than most other composers from the period around 1400. Numerous paired mass movements, Glorias and Credos, are in a Bologna manuscript (Q15), compiled beginning around 1420; seven songs appear in the Squarcialupi Codex (probably compiled 1410–1415) and 12 in the Mancini Codex (probably compiled around 1410). Three songs are found in other sources, including the ars subtilior, Latin-texted Sumite, karissimi, capud de Remulo, patres.
Apart from one caccia (Cacciando un giorno), a Latin ballade (Sumite, karissimi), and a madrigal (Plorans ploravi), his secular songs are all ballate (Fallows 2001). A recent study proposes attribution to Zacara of a French-texted two-voice composition, Le temps verrà, found in the manuscript T.III.2, in part on stylistic grounds, and in part on the basis of the politically charged, satirical subject matter of the text.["
(Antonio "Zacara" da Teramo )

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Negative Exercise Might be Killing You

"[...] Jim goes to the gym and finds a personal trainer and they start doing all of the exercises you typically see trainers doing with older people. Pulling apart those stretchy bands, lightweight machine exercises, slow rides on the bike. At the end of the workout, Jim’s body won’t have been stressed or pushed near any physical limit. But the activity will let him feel justified in spending the remaining 15 waking hours of his day sitting down, undoing benefits from the exercise. [...]"
mehr

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Wie kommt es zu den Erfolgen der AfD?

"[...] Internationale Unternehmen können seit Langem - und zwar auch politisch unterstützt durch die Deregulierungs-Doktrin - ihre Interessen gegen Regierungen durchsetzen, zum Beispiel weil aufgrund von Standortfaktoren inzwischen nicht mehr nur Konkurrenz zwischen Firmen besteht, sondern zwischen Ländern. Wenn damit gedroht wird, Arbeitsplätze auszulagern, lassen sich nationale Regierungen erpressen und geben einen Teil ihrer Kontrolle über die Wirtschaft preis. [...]" (Wilhelm Heitmeyer 4.10.17)

Eine Empfehlung für die Schule

mehr Herzensbildung

Über die Begegnung des Dalai Lama mit 1 800 Schülern berichtet Frau Schütze
Einige Schüler "fassten die Gedanken des Dalai Lama mit den Worten „Ey, der labert so ein Scheiß!“ zusammen. 
Insgesamt war sehr viel unaufmerksame Bewegung im Saal. Außerdem sprach ich mit Amelie Hipp, mit 13 Jahren die jüngste Schülerin auf dem Podium, die ihre Frage los werden durfte. Für sie war es ein überwältigendes Erlebnis. Ihr ist besonders aufgefallen, wie achtsam der Dalai Lama jede Tätigkeit ausführt. Er lässt sich nicht ablenken, er macht das, was er tut zu 100%."

http://frauschuetze.de/?p=7126

Montag, 2. Oktober 2017

Weltsamenbank landwirtschaftlicher Nutzpflanzen

Svalbard Global Seed Valt

"Das Svalbard Global Seed Vault, zu deutsch Weltweiter Saatgut-Tresor auf Svalbard, ist ein Projekt des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt (engl. Global Crop Diversity Trust, GCDT) zur langfristigen Einlagerung von Saatgut zum Schutz der Arten- und Varietäten-Diversität von Nutzpflanzen. Es befindet sich am Platåberget (dt. Plateauberg) in der Nähe der Stadt Longyearbyen[1] auf der zur Inselgruppe Svalbard gehörenden Insel Spitzbergen. Offiziell wird das Saatgutgewölbe norwegischerseits globalt sikkerhetshvelv for frø på Svalbard „weltweiter Saatgut-Tresor auf Svalbard“ genannt."
(Wikipediaartikel auf Deutsch)