Dienstag, 22. Mai 2018

Wie Inklusion gelingt

"[...] Wer von Inklusion spricht, denkt eher an Schüler mit auffälligem Verhalten und Lernstörungen, die sich unter jene mischen, die "keine Diagnose" mitbringen. Vier bis fünf sind es meist pro Klasse, und schon die können Lehrer zur Weißglut, Mitschüler außer Rand und Band und Eltern auf die Barrikaden bringen.
An der Martinschule ist das anders. Hierhin kommen jeden Morgen auch Kinder mit schweren geistigen Behinderungen. Einige sitzen im Rollstuhl, andere sind kaum ansprechbar, manche müssen gefüttert werden. Es gibt Kinder, die schnell aggressiv werden, die nur langsam begreifen, die als Autisten gelten. [...]
Heute, da die Inklusion behinderter Kinder in den Regelschulbetrieb zum bildungspolitischen Reizthema geworden ist, ist Skladny überzeugt, den richtigen Weg gegangen zu sein. Es sei einfacher, aus einer Schule für geistig Behinderte eine inklusive Gesamtschule zu machen, als eine Regelschule umzuwandeln. "Unsere Kinder hier sind so unterschiedlich, dass uns noch nie in den Sinn kam, allen denselben Unterricht zu geben."
An anderen Schulen im Land dagegen fragt man sich immer noch, wie Inklusion gelingen kann. [...]"(Martinschule in Greifswald ZEIT 17.5.18)

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