Montag, 9. April 2018

Bankrotterklärung des Staates!

Der Städte- und Gemeindebund empfiehlt den Kommunen Daten zu verkaufen. (Spiegel 9.4.18)
"Die Städte und Gemeinden müssen sich noch mehr klarmachen, dass Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind und sich damit wichtige Einnahmen erzielen lassen", so hat es Gerd Landsberg formuliert, Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Kommunen sollten nach Möglichkeiten suchen, die Daten zu Geld zu machen, die sie über ihre Bürger speichern."
Datenschutz???

Die Süddeutsche Zeitung empfiehlt Lehrern, Sponsoren einzuwerben, um Unterrichtsmaterial anzuschaffen.
Unterrichtsfinanzierung durch Industrielobby???
"Alle sieben Teams haben ihr eigenes Spektralphotometer, schwarze flache Geräte, auf die Schaller stolz ist. "Die hab ich gebraucht gekauft, knapp 2000Euro pro Stück, sonst kosten sie 6000." Ein Labor wie das Schiller-Mobil ist an staatlichen Schulen die große Ausnahme: viel zu teuer. Die biologische Fachschaft seines Gymnasiums erhalte vom Land etwa 300 Euro pro Jahr für Chemikalien und Geräte, erklärt Schaller. "Um das Equipment, das wir im Schiller-Mobil bereits angesammelt haben, damit bezahlen zu können, hätten wir 150 Jahre lang sparen müssen."
Dass Schaller sich davon nicht aufhalten ließ, hat ihm 2016 den Titel "Lehrer des Jahres" eingebracht. Er erhielt den Klaus-von-Klitzing-Preis für besonders engagierten naturwissenschaftlichen Unterricht. Seit drei Jahren baute er sein Labor da erst auf. Inzwischen hat er fleißig weiter Anträge an Sponsoren geschrieben. Die meisten Utensilien finanziert die Stiftung eines Chemieunternehmens, das den naturwissenschaftlichen Nachwuchs fördern will."

Sollen tausende Schulen sich vom Wohlwollen der Industrie abhängig machen, weil der Staat kein Geld für Bildung ausgeben will?

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