Donnerstag, 7. Mai 2015

Er weigerte sich, in die Staatspartei SED einzutreten: Weselsky

Wie die Bildzeitung aus Gegnerschaft zur SED ein Negativimage zu stricken versucht:

CLAUS WESELSKY: Schon als junger Mann war er Außenseiter
"Claus „QUÄLselsky” – wer ist der Mann der uns die Woche versaut? So wurde aus dem GDL-Chef der Quälgeist für Pendler und Bahnfahrer..."  (Bild.de 5.5.15)
„Er hat es nicht leicht: Oberlippenbart eines Karussellbremsers, Sachse und dann auch noch Chef einer Mini-Gewerkschaft, die alles lahmlegen kann – und davon ausführlich Gebrauch macht. Viel mehr kann nicht schiefgehen, wenn man in Deutschland Sympathieträger werden will…Er ist der Minderheitenführer, der die Mehrheit ausbremsen kann. Ein Zwerg mit Riesenkräften, ein Leichtgewicht am langen Hebel. Und ein Radikaler…Er ist der Ostdeutsche, der streikenden Außenseiter…." (Druckausgabe der Bildzeitung)
So viel Positives habe ich über Weselsky lange nicht gelesen, weil ich nichts über sein Vorleben wusste. Dass jedes Detail, das völlig wertneutral ist oder für ihn spricht, durch die Art der Darstellung  benutzt wird, um ihn zum Usympath umzufrisieren, habe ich selten deutlicher gelesen.
Ein Schrecken, man sähe diese Methode auf sich selbst angewandt. Kein Wunder, dass deutsche Politiker das Wohlwollen der Bildzeitung suchen.

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