Donnerstag, 7. November 2019

Bakuninhütte in Thüringen


Martin Brust: Das Freigeisterhaus FR 7.11.19

"Seit fast hundert Jahren steht die Bakunin-Hütte auf der Hohen Maas in Thüringen. Wie ein Fels in der Brandung hat sie die Brüche der deutschen Geschichte überdauert – und doch grenzt es an ein Wunder, dass sie noch steht. [...]
Nach dem Ersten Weltkrieg mussten viele Menschen hungern, so entschieden sich Reichsbahner und andere Arbeiter aus Meiningen und Umgebung, die in der zu SPD und KPD und deren Gewerkschaften oppositionellen Freien Arbeiter Union Deutschland (FAUD) organisiert waren, die Sache selbst in die Hand zu nehmen: Sie pachteten 6400 Quadratmeter Land auf der Hohen Maas und begannen mit dem Anbau von Gemüse, Kartoffeln und Getreide zur Selbstversorgung. Bald entstand ein kleiner, in die Erde gegrabener Unterstand, um sich vor Wind und Wetter auf dem 495 Meter hohen Berg schützen zu können. Aus dieser so genannten „Erdgamme“, deren Wände mit Zweigen und Moos gepolstert waren, entstand eine einfache, niedrige Steinhütte, deren Bau 1926 abgeschlossen war. Zudem gründeten die Arbeiter und Arbeiterinnen den „Siedlungsverein gegenseitige Hilfe“. [...]"
https://www.fr.de/politik/bakunin-huette-thueringen-freigeisterhaus-13201495.html

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