Dienstag, 7. April 2015

Die ZUM und OER

1. Soll und darf das Nebeneinander von verschiedenen Benutzungsbedingungen (mit und ohne Creative Commons, mit und ohne "NC") weiter bestehen?

Es darf

2. Wie breit dürfte und sollte das zukünftige Spektrum an Lizenzformen auf ZUM.de sein? - Ein Beispiel: Wir haben gerade ein neues großes Projekt auf ZUM.de veröffentlicht, die Pflanzenfundgrube, die ihr Autor, Dr. K.D. Zinnert, unter die Lizenzform CC-BY-NC gestellt hat: Sollte dies auch in Zukunft möglich sein? Was sollte darüber hinaus noch erlaubt sein? Was nicht?
Gewiss sollte man Autoren dringlich raten, statt NC (non commercial) SA (such alike) zu wählen, weil es die kommerzielle Ausbeutung eines Gedankens / einer Leistung ja durchaus stark einschränkt und dem Urheber die kommerzielle Nutzung offen lässt (freilich nicht, sobald ganz große Institutionen zugeschlagen haben). 
Wenn das Projekt aber ähnlich attraktiv und umfangreich ist wie die Pflanzengrube, plädiere ich dafür, sich die Möglichkeit offen zu halten.

3. Wie stark sollen und wollen wir uns zukünftig für OER engagieren? Ist dies überhaupt der richtige Weg? Falls ja: Welche Aspekte sollten dabei im Vordergrund stehen? Falls nein: Worauf sollte sich stattdessen unser Augenmerk richten?
Schwere Frage. Deshalb nur eine sehr vorläufige allgemeine Antwort: 
Der Vorstand engagiert sich mit seiner ganzen Arbeit für OER. Deshalb braucht er nur bei Initiativen für OER mitzumachen, die besonders vielverprechend erscheinen. 
Welche Aspekte sind wichtig?
Wichtig wäre, dass Verlage Wege zu OER hin beschreiten und dass Wege ausgelotet werden, die es ihnen attraktiv machen könnten. 
Genauso wichtig ist auch, den OER-Gedanken unter Lehrern bekanntzumachen. 
Überflüssig ist der Versuch, eine Mehrheit der Lehrer dafür zu gewinnen, ihre Arbeiten unter eine offene Lizenz zu stellen. Wenn es möglich ist, ergibt es sich mit der Zeit von selbst. Bis dahin aber ist es ein unnötiger Energieverbrauch. Denn es gibt für die einzelnen ja durchaus gut nachvollziehbare Gründe, weshalb sie ihre Arbeiten nicht jedem zur Verfügung stellen wollen. Und seien es persönliche schlechte Erfahrungen.

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