Alice Weidel: "Migranten ohne Bleiberecht - abschieben! Und wenn das dann Remigration heißt, dann heißt das eben Remigration!"
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Remigration im Sinne von freiwilliger Rückkehr nach einer Auswanderung in das Ursprungsland hat in Deutschland vor allem im 19. Jahrhundert eine Rolle gespielt, als Auswanderer in die USA wegen Integrationsschwierigkeiten nach Deutschland zurückkehrten. Zeitweise erreichte sie trotz fortdauernder Auswanderung sogar knapp die Hälfte der Auswandererzahlen. Doch in dieser Zeit war das Fremdwort noch nicht gebräuchlich.
In die öffentliche Diskussion geriet das Wort in der Umdeutung, die der extrem rechtsradikale Flügel der AfD an dem Wort vornahm, als Björn Höcke 2018 mit dem Wort darunter eine Maßnahme zur Rückführung „kulturfremder Menschen“, die unter Umständen auch „wohltemperierte Grausamkeit“ erfordere, bezeichnete.[1]
Auf dem AfD-Bundesparteitag in Riesa Januar 2025 griff die Spitzenkandidatin Alice Weidel in Ihrer Rede dann dieses Schlagwort im Sinne von Höcke auf.[2] Danach wurde es auch ins Parteiprogramm aufgenommen.
https://unterrichten.zum.de/wiki/Historische_Stichworte/Remigration
"Donald Trump sagte einst, er könne einen Menschen auf der Fifth Avenue erschießen, ohne dafür belangt zu werden. Die AfD benimmt sich in diesen Tagen so, als gelte dieser Satz auch für sie. Mehr noch: Die Partei trumpisiert sich. Sie wittert ihren Moment, hofft, dass der globale Hegemoniewechsel von links-progressiv zu rechts-national sie bis ins Kanzleramt trägt. Wer hat's vorgemacht? Trump!" (ZEIT 14.1.25)
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