Donnerstag, 3. November 2016

Senzow, Badawi, Menschenrechte

Die Empörung über Festnahme und Verurteilung des Filmregisseurs Senzow (2014) ist verklungen. Er sitzt jetzt wegen eines Schadens von ein paar hundert Euro 9000 km entfernt von seiner Heimat in Lagerhaft. 20 Jahre lautete das Urteil.
Zu 1000 Peitschenhieben ist der saudische Blogger Badawi verurteilt worden. Die ersten 50 im Januar 2015 hat er noch überlebt. Nach Protesten wurde der Vollzug der 950 weiteren aufgeschoben.
Jetzt sollen sie - laut Raif-Badawi-Stiftung - möglichst unbemerkt vorgenommen werden.

Russland und Saudi-Arabien (Saudi-Arabien köpfte 2015 mehr Menschen als der IS) sind Mitglieder im UN-Menschenrechtsrat. Gegen die Verlängerung des Mandats bis 2020 wurde im Fall Russlands protestiert, für Saudi-Arabien ging sie durch, ohne dass ich Proteste dagegen mitbekommen hätte,

Es gibt so viele Missstände, so viele Gräueltaten werden verübt, dass unsere Aufmerksamkeit dafür stets allenfalls für ein paar Tage anhält. Amnesty International vergisst nicht so leicht wie wir.
An diese beiden Fälle hat mich Klaus Staeck in der FR vom 3.11.16 erinnert.

Wir sollten jede Gelegenheit, Protest gegen die ungerechten Verurteilungen zu erheben, nutzen und nicht hinnehmen, dass Saudi-Arabien fortlaufend schwerste Menschenrechtsverletzungen verübt und ständig wieder im UN-Menschenrechtsrat sitzt.

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