Samstag, 7. Juli 2018

Hegel

@Daily_Hegel berichtet auf Twitter über seine Hegel-Lektüre.

Er beginnt mit einer Vorstellung der Differenzschrift: (seine Tweets sind hellblau unterlegt.)
9.Die Differenzschrift ist also Hegels erstes publiziertes Werk. Er tritt damit zum ersten Mal als Philosoph auf, ohne allerdings ein eigenes System vorzustellen. Stattdessen erscheint er (trotz aufscheinender Differenzen) hier noch als Anhänger Schellings gegen Fichte.
10. Die Lektüre ist dennoch wertvoll, da die Schrift die zentralen Motive der nachkantischen Philosophen aufzeigt und somit als Einleitung für das Verständnis der Phänomenologie dienen kann. Sie stellt auch als eine Art Schlußpunkt der "wilden" 1790er Jahre. [...]
Einschub: "Die Frage nach der Fundierung der Einheit der Wahrnehmung durch das Ich und nach dessen Bewusstsein seiner selbst ist eins der zentralen philosophischen Probleme bzw. Motive des Deutschen Idealismus, wobei Hegel die Kant-Rezeptionen von Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Schelling verarbeitet." (Wikipedia)
22. Die Differenzschrift beginnt mit einer Rechtfertigung ihrer Selbst. Nötig ist sie - so Hegel - durch den Irrtum des Philosophen Reinholds, der die Systeme Fichtes und Schellings als identisch ansah. Hegel will diesen Irrtum aufklären und die Differenz deutlich machen. [...]
28. Hegel will darüber hinausgehen und zeigen, dass in jedem Begriff automatisch der Bezug zu seinem Gegenbegriff implizit ist. Und die Wahrheit nicht in dem ausschließenden Gegensatz besteht, sondern in der gegenseitigen Bezugnahme aller Begriffe aufeinander. 29. Diese Denkweise, wie aus Gegensätzen eine Identität/Einheit wird und zwar gerade durch das gegenseitige Verhältnis und wie jeder isoliert scheinende Begriff alle anderen Begriffe voraussetzt und impliziert, nennt Hegel spekulativ. Er selbst erläutert das in der Enzyklopädie. 30. H. richtet zu Beginn der Differenzschrift nun an Kant und Fichte den Vorwurf, das Prinzip der Spekulation nicht vollendet zu haben. [...]
39. Philosophie erscheint hier als Ergebnis der Störung einer harmonischen gesellschaftlichen Einheit - der Verstand verschärft durch sein starres Gegensatzdenken den Widerspruch zwischen der Einheit des Lebens und den auseinanderfallenden Erscheinungen noch. [...]

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