Donnerstag, 8. Februar 2024

Ist Björn Höcke ein Faschist?

 Zum Beweis führt der Volksverpetzer 25 Zitate an: 

25 KRASSE ZITATE, DIE ZEIGEN, DASS HÖCKE EIN WASCHECHTER FASCHIST IST

, Jul 3, 2023 Analyse 

Während in Thüringen der erste AfD-Landrat gewählt wurde und der Rechtsextremismus in Umfragen so beliebt ist wie noch nie seit 1945, ist es wieder einmal wichtig, nicht einfach nur „Höcke ist ein Nazi“ zu wiederholen – auch wenn es stimmt. 

Auch wenn skandalöserweise Beamte genau wegen dieses Satzes wegen angeblicher Beleidigung ermitteln, ist es wichtig, das auch zu belegen. Denn im Gegensatz zur beliebten Nazi-Keule der AfD und ihrer Gesinnungsgenossen gegen alles, was ihnen nicht passt, müssen wir die gefährliche Wahrheit nun mal aussprechen. Wer wirklich anzweifeln sollte, dass Höcke ein lupenreiner Faschist ist, der soll diese 25 Zitate lesen.

Dieser Artikel ist eine geupdatete Version eines unserer Artikel von 2020.

SCHON 2010 BEI NAZI-DEMO

Vor 13 Jahren bereits hat der jetzige Führer des Thüringer Landesverbands der AfD, Björn Höcke, an einem Neonazi-Aufmarsch der NPD in Dresden teilgenommen. Dass er zusammen mit 5000 Rechtsextremisten 2010 demonstrierte, wurde 2017 bekannt – und sorgte seinerzeit für viel Kritik – Der Zentralrat der Juden bezeichnete ihn deshalb als „Rechtsextremisten“, der aus der AfD ausgeschlossen werden sollte.

Faschist Höcke ist auch kein Ausreißer in der inzwischen strammrechten AfD. Gauland bezeichnete Höcke 2019 als „Mitte der Partei“ und erklärte über seinen „Flügel“ in der AfD, dieser werde auf Parteitagen von „40 Prozent der Delegierten“ gewählt – was ihn zum stärksten und größten Teil der AfD macht. Wegen dieses Flügels sind schon viele aus der AfD ausgetreten, weil sie ihnen zu rechtsextrem seien (Zum Beispiel). Übrig geblieben ist der Nazi-Kern.

Höcke darf laut einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgericht Meiningen (Link) als „Faschist“ bezeichnet werden, denn die Aussage, dass Höcke ein Faschist ist, sei keine Beleidigung, da sie „auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage beruht.“ Das stimmt auch, aber Achtung: Was nicht stimmt, ist, dass ein Gericht ihn als Faschist eingestuft habe.

Höcke veröffentlichte laut Verfassungsschutz vor seiner Zeit in der AfD unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ rechtsextreme Texte unter anderem in NPD-Zeitungen (Hintergrund dazu). Er verfasste auch das Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“. Doch das sind alles erst einmal nur Behauptungen über ihn. Wir möchten, dass sich jeder selbst ein Bild von Björn Höcke machen kann und zitieren ihn einfach selbst.

DIE 25 NAZI-ZITATE VON HÖCKE

  1. „Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr als zu Franz Josef Strauß’ Zeiten. Wir brauchen nichts anderes als erinnerungspolitische Wende um 180 Grad!“ (Was heißt, die Zeit des Nationalsozialismus positiv zu betrachten, was man aus seiner Rede auch einfach herauslesen kann, Quelle.)
  2. „Wir Deutschen […] sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ (Die absichtliche Doppeldeutigkeit, mit der Höcke das Holocaust-Denkmal in Berlin bezeichnet hat, wird ihm als antisemitisch ausgelegt. Er behauptet, er habe den Holocaust mit der „Schande“ gemeint, der Kontext seiner Rede lässt das jedoch nicht vermuten, Quelle)
  3. „Ich will, dass Magdeburg und dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit haben. Ich will, dass sie noch eine tausendjährige Zukunft haben, und ich weiß, ihr wollt das auch.“ (Eine direkte Kopie nationalsozialistischer Sprache durch Höcke, siehe „Tausendjähriges Reich“ Quelle)
  4. „Das Problem ist, dass Hitler als absolut böse dargestellt wird.“ (Verharmlosung und Relativierung Hitlers und des Dritten Reiches, Quelle)
  5.  Er sagt, dass „eben nicht die Aggressivität der Deutschen ursächlich für zwei Weltkriege war, sondern letztlich ihr Fleiß, ihre Formliebe und ihr Ideenreichtum. Das europäische Kraftzentrum entwickelte sich so prächtig, dass die etablierten Machtzentren sich gezwungen sahen, zwei ökonomische Präventivkriege gegen das Deutsche Reich zu führen.“ (Als Landolf Ladig drehte Höcke die Schuld am Zweiten Weltkrieg um und verherrlicht die NS-Herrschaft, Quelle)
  6. Ebenfalls als Landolf Ladig beklagte er die „Zinsknechtschaft“, „zinsverursachter Wachstumszwang“ und das „Zinsgeldsystem“. („Brechung der Zinsknechtschaft“ war zentraler Slogan der NSDAP, die damit eine „Herrschaft der Juden“ meinte, Quelle)
  7. „Wir müssen klar immer wieder darauf hinweisen, dass Merkel nicht das Problem ist, sondern dass sie der Kopf eines stinkenden Fisches ist… Dass nicht nur Merkel weg muss, sondern dass das Merkel-System weg muss […] und dieses Merkel-System sind sämtliche Kartellparteien, die es nicht gut mit diesem Land meinen.“ (Höcke möchte alle anderen Parteien abschaffen, Quelle)
  8. Höcke möchte laut seinem Buch den Kampf gegen den vermeintlich „bevorstehenden Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch“ antreten. (Genau auf dieses rechtsextreme Märchen stützten sich auch der Christchurch- und Halle-Attentäter.)
  9. „Neben dem Schutz unserer nationalen und europäischen Außengrenzen wird ein groß angelegtes Remigrationsprojekt notwendig sein.“ („Remigration“ ist ebenfalls ein von Rechtsextremen und dem Christchurch-Attentäter genutztes Wort, was einfach „Deportationen“ bedeutet. Höcke möchte Massendeportationen durchführen, S. 254.)
  10. Ziel dieser „Remigration“ sei es, nach „der erhofften Wendephase“ (Machtantritt der AfD) „kulturfremde“ Menschen (Afrikaner und Asiaten) zu deportieren. Und weiter „Vor allem eine neue politische Führung wird dann schwere moralische Spannungen auszuhalten haben: Sie ist den Interessen der autochthonen Bevölkerung verpflichtet und muss aller Voraussicht nach Maßnahmen ergreifen, die ihrem eigentlichen moralischen Empfinden zuwiderlaufen.“ Man werde, „so fürchte ich, nicht um eine Politik der ‚wohltemperierten Grausamkeit‘ herumkommen.“ (Höcke will diese Massendeportationen also notfalls mit Gewalt durchführen, S. 254ff.)
  11. „Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen.“ Er denke an einen „Aderlass“. (Höcke will bei seinen Massendeportationen auch den Tod oder die Verbannung von Menschen in Kauf nehmen [oder verursachen], die sich dagegen wehren.)
  12. „Ich weise dieser Partei einen langen und entbehrungsreichen Weg. Aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt, und dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD und deshalb will ich diesen Weg – und nur diesen Weg – mit euch gehen, liebe Freunde!“ (Höcke träumt also von einem „Endsieg“ der AfD, Quelle)
  13. „Mit der Bombardierung Dresdens und der anderen deutschen Städte wollte man nichts anderes, als uns unsere kollektive Identität [zu] rauben. Man wollte uns mit Stumpf und Stiel vernichten, man wollte unsere Wurzeln roden. Und zusammen mit der dann nach 1945 begonnenen systematischen Umerziehung hat man das auch fast geschafft.“ (Höcke bezeichnet die Entnazifizierung als etwas Schlechtes, ergo ist Nazi-Denken gut? Quelle)
  14. „Eine wirkliche Demokratie ist Deutschland heute für mich nicht mehr. Deutschland ist für mich heute eine Maulkorbdemokratie, die leider auf dem besten Weg ist, eine Wohlfühldiktatur zu werden.“ (Höcke behauptet, wir würden in keiner Demokratie leben, weil er angeblich nicht mehr alles sagen dürfe, Quelle)
  15. „Heimat verliert man dadurch, dass man zur Minderheit im eigenen Land wird. In den westdeutschen Großstädten ist es mittlerweile so, dass wir Deutschen Minderheit im eigenen Land sind.“ (Das ist natürlich eine Lüge, deutsche Staatsbürger sind natürlich nicht die Minderheit. Aber auch „Deutsche ohne Migrationshintergrund“ sind auch in allen westdeutschen Großstädten immer noch die größte Gruppe. Es ist wieder die rechtsextreme Theorie des Volkstods. Ähnliche Zitate brachte er sogar häufiger, Quelle)
  16. „Die sogenannte Einwanderungspolitik, die nichts anderes ist als eine von oben verordnete multikulturelle Revolution, die nichts anderes ist als die Abschaffung des deutschen Volkes.“ (Wieder die Neonazi-Fantasien vom „Volkstod“, Quelle)
  17. „Im 21. Jahrhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp.“ (Das ist klassische „Rassenlehre“ und einfach Rassismus, Quelle)
  18. „Der Syrer, der zu uns kommt, der hat noch sein Syrien. Der Afghane, der zu uns kommt, der hat noch sein Afghanistan. Und der Senegalese, der zu uns kommt, der hat noch seinen Senegal. Wenn wir unser Deutschland verloren haben, dann haben wir keine Heimat mehr!“ (Höcke behauptet, jemand, der von einem vom Krieg zerstörten Land geflohen ist habe noch eine Heimat, aber die Deutschen würden ihre wohlhabende, friedliche Heimat verlieren, Quelle)
  19. „Ich habe die AfD stets als letzte evolutionäre Chance für unser Land bezeichnet. Sie kann es nur bleiben, wenn sie – als eigentlich zutiefst bürgerliche Partei – über ihren Schatten springt: Sie muß in den nächsten Jahren als fundamentaloppositionelle Bewegungspartei gegen die Feinde des Gewordenen organisieren.“ (Höcke erklärt die AfD zum Feind aller anderen Parteien, Quelle)
  20. „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt.“ (Höcke behauptet, die Deutschen sehnen sich nach einem „Führer“, Quelle)
  21. „Die Überwindung des Parteigeistes und die enge Verbindung mit den neutralen, sachkompetenten staatlichen Institutionen halte ich für entscheidend bei der Lösung der anstehenden Probleme. Bis dahin ist es die Aufgabe der AfD, eine unüberhörbare parlamentarische Stimme und Vertretung der Volksopposition im Land zu sein.“ (Höcke möchte das Parteiensystem „überwinden“ und durch „staatliche Institutionen“ ersetzen, Quelle)
  22. „Ein paar Korrekturen und Reförmchen werden nicht ausreichen, aber die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen, dann werden die Schutthalden der Moderne beseitigt.“ (Höcke möchte keine Reformen einführen sondern will eine Revolution, Quelle)
  23. „Die Weißen und die Schwarzen setzten sich vor ihrer Amerikanisierung aus mehreren hochdifferenzierten Völkern mit eigenen Identitäten zusammen. Jetzt sind sie in einer Masse aufgegangen. Diesen Abstieg sollten wir Europäer vermeiden und die Völker bewahren.“ (Muss man zu diesem offensichtlichen Rassismus noch etwas sagen? Quelle)
  24. „Überlegung über ein Zusammengehen oder Koalieren mit Teilen des politischen Establishments setzt deren Läuterung und prinzipielle Neujustierung voraus. Das ist erst zu erwarten, wenn das Altparteienkartell unter der steigenden Krisenlast zerbrochen ist.“ (Höcke nennt nicht nur alle anderen Parteien kriminell, er will auch nur mit „Teilen des politischen Establishments“ zusammenarbeiten, wenn diese vollständig auf AfD-Linie stehen, Quelle)
  25. „Die Altparteien sind nicht nur inhaltlich erstarrt, sie sind inhaltlich entartet.“ („Entartet“ ist ein offizieller Propagandabegriff der Nazis, mit welchem sie Kunstwerke bezeichneten, die nicht ihrer Ideologie entsprachen, Quelle)
Höcke ist meiner Meinung nach ein sehr gefährlicher Neo-Nazi, der die Absicht hat, die Tatsache, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist, dafür zu nutzen, die demokratischen Institutionen so zu behindern, dass die schweren Probleme, vor denen die gegenwärtige Regierung gegenwärtig steht, nicht erfolgreich genug bekämpft werden können, und daraus für seine Partei Kapital zu schlagen.

Einige der Zitate, die der Volksverpetzer anführt, sind ein Beweis dafür, dass er dabei recht geschickt vorgeht.
Der Holocaust ist nach Ansicht von Millionen das größte Menscheitsverbrechen der Geschichte. Er wird - hoffentlich - die größte Schande bleiben, die Deutschland zu tragen hat, und es ist ein gutes Zeichen, dass nach langen Diskussionen über die Art des Denkmals, das ihm gesetzt werden sollte, eine Form gefunden worden ist, die an das ungeheure Ausmaß des Verbrechens erinnert.
In der Situation, der Höcke die Aussage „Wir Deutschen […] sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ gemacht hat, fand er dafür Beifall. Dabei ist gerade die Tatsache, dass das Denkmal für den Holocaust in der deutschen Hauptstadt einen so großen Raum einnimmt, dass bei der Errichtung des Denkmals bei den Entscheidungsträgern die feste Absicht bestand, deutlich zu machen, dass diese Schande nicht klein geredet werden darf. 
Dass Alexander Gauland dennoch sagen konnte, "Hitler und der Nationalsozialismus seien in 1000 Jahren deutscher Geschichte nur ein „Vogelschiss“ " (Wikipedia) sagt sehr viel über sein moralische Bewusstsein und über das seiner Anhänger aus. Leider aber auch darüber, wie weit die Grenzen des Sagbaren von Politikern der AfD verschoben worden sind. Er drückt aus, dass Hitler eine Belanglosigkeit sei, wie sie täglich ständig vorkommen und das auch noch mit vulgärem Vokabular. 
Höcke geht anders vor. Aus dem Zusammenhang gerissen kann man viele seiner Sätze als nicht falsch interpretieren. Nur im Zusammenhang seine Argumentationen, belegen sie, dass er dass er die Menschenrechte nicht achten will. Dass der Volksverpetzer so viele Erläuterungen zu den einzelnen Äußerungen gibt, beweist, dass er daran zweifelt, ob die Absicht, die hinter diesen Äußerungen steht, ohne weiteres erkannt werden kann.
Übrigens: Wenn man unter Faschismus den italienischen Faschismus von den zwanziger bis zu den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts versteht, dann  hieße das die Gefährlichkeit Höckes zu verharmlosen.  Harmlos ist Höcke ganz gewiss nicht. 

Mittwoch, 7. Februar 2024

Rüstungskonzerne wittern Morgenluft

Der nächste große Schachzug des Rheinmetall-Rivalen  von Gerhard Hegmann
Die Welt 6.2.23

"Der deutsche Rüstungskonzern Renk schafft es im Eiltempo zurück an die Börse. Für Rheinmetall gerät dieser Schritt zum Dämpfer. Denn ein deutsch-französischer Rivale steigt groß ein – und sichert sich damit tiefe Einblicke. [...]"

mehr zu Rüstung auf diesem Blog


Samstag, 3. Februar 2024

Computersicherheit (Cybersecurity, Informationssicherheit)

 In einer Broschüre von Google lerne ich, dass Google mit vielen Institutionen zusammenarbeitet, um Cybersecurity zu verbessern.

Gemerkt habe ich mir, dass Google einen Professor Eckert an der Technischen Universität München mit eine erstaunlich hohen Summe unterstützt. 

Dann lese ich noch einmal nach, um festzustellen, wie hoch die Summe war, und finde:

"Anfang 2023 wurde dort die Partnerschaft mit der TU München erweitert: Mit einer finanziellen Förderung von mehr als 1 Million Euro  durch Google finanziert die Universität ein neues TUM Innovation Network Cybersecurity, in dem unter Leitung von Prof. Eckert akademische Teams aus unterschiedlichen Fachbereichen zu Zukunftsfragen rund um Cybersecurity forschen."

Über die Ungenauigkeit meines Gedächtnisses ist dazu anzumerken: Ich war mir nicht völlig sicher, ob es nicht auch 1 Milliarde gewesen sein könnte, als ich auf die Abküzung TUM stieß, war ich zunächst unsicher, wofür sie steht und der Professor war für mich durchaus ein Mann. Erst ein Bild nebendran veranlasste mich dazu, die Bilderläuterung Prof. Claudia Eckert zu lesen. 

Ein geschlechtsneutrales Prof. hatte mich also nicht gehindert, mir einen männlichen Prof. zu merken. Ein Grund mehr, weshalb ich so viele Texte ins Netz stelle, um meinem Gedächtnis aufzuhelfen. Das Prof. der Notiz hätte meinem Irrtum freilich nicht abgeholfen. 

Daher hier die Broschüre Künstliche Intelligenz zum downloaden

.Sie ist die Nr. 30 der Reihe Aufbruch (goo.gle/aufbruch.de) Nicht aus Reklamegründen, sondern, weil ich mir solche Broschüren nicht aufhebe, hier verlinkt (fürs Gedächtnis).

Dort im Interview übrigens die von mir von Twitter her geschätzte Prof. Zweig. unter der Überschrift KI - zum Wohle der Gesellschaft.

Meine KI hatte übrigens "falschen" statt "forschen" geschrieben. Meine schlechte Aussprache oder steht "rund um Cybersecurity" häufig nah bei "falschen"? 



Malweib Brigitte Fugmann

 Brigitte Fugmann Malweib

In der DDR war die Malerin Brigitte Fugmann ein Star, heute will ihre Tochter das vergessene Werk der Mutter wieder in Erinnerung rufen. Über eine Frau, deren Leben nach der Wende tragisch endete. von Eva Sudholt

Über die Studie zu sexuellem Missbrauch in der evangelischen Kirche

 Ein Interview mit dem Leiter der Studie Martin Wazlawik

von Christ & Welt 1.2.2024 (https://www.zeit.de/2024/06/martin-wazlawik-forum-studie-missbrauch-evangelische-kirche-wissenschaft/komplettansicht)

sieh auch:

Glaube, Macht, Gewalt; Publik Forum 8.2.24

(Posts auf diesem Blog seit 2013 und systematischer in der Wikipedia in einem Artikel, der 2003 begonnen wurde.)

Daraus möchte ich hier besonders auf den Artikel aus chrismon von 2017 hinweisen, in dem es einerseits heißt:
"Man weiß, dass in jedem Zeitalter seit der Antike Erwachsene Kinder sexuell missbraucht haben. Man weiß auch, dass der Großteil der Täter im familiären Umfeld lebt: Väter, Mütter, Großeltern, Onkel, Nachbarn... Aber man weiß nicht, wie groß das Ausmaß ist. Man kennt das "Hellfeld", also die Zahl der angezeigten Taten in Deutschland: jährlich etwa 12 000. Das "Dunkelfeld" kann man nur zu erhellen versuchen: indem man Tausende von Menschen fragt, ob sie in der Kindheit Missbrauch erlebt haben. Genau solch eine Befragung hat jetzt in Baden-Würt­temberg das Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin an der Uniklinik Ulm gemacht. Ergebnis: In jeder 20-köpfigen Schulklasse könnten ein bis zwei Kinder sitzen, die sexuelle Gewalt erfahren haben."

und andererseits ein Einzelschicksal geschildert wird, aus dem unabweislich klar wird: Es muss mehr unternommen werden, damit solchen Fällen vorgebeugt werden kann und dass sie früh genug aufgedeckt werden. 
Dafür sprechen auch die dort angeführten Kommentare.
Hier noch ein Hinweis darauf, wie solche Erfahrungen über Generationen hinweg traumatisierend wirken können. Marion König

So notwendig es ist, dass mehr unternommen wird. Ich denke, wenn einzelne Institutionen vorgeführt werden, ist das problematisch, weil es hier um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe geht, die nicht allein auf einzelne Institutionen projiziert werden sollte.

Eine persönliche Erfahrung: Ein von mit mir hochgeschätzte Richter eines Landesgerichtshofs, dem ich viel verdanke, fragte mich als Lehrer, weshalb ich eine Schülerin nicht bei einem Konflikt mit ihren Eltern unterstützt hätte. Dieser Richter war befreundet mit diesen Eltern und wusste um diese Konflikte, die mir von der Schülerin nicht offenbart worden waren. Die Eltern der Schülerin hatte ich sicher schon einmal gesehen, sie waren mir aber nicht persönlich bekannt. (Übrigens, es ging nicht um sexuellen Missbrauch, sondern um einen Autoritätskonflikt.)

Es ist fragwürdig, einer Institution Versagen vorzuwerfen, wenn hundertfach oder zehntausendfach ihre Vertreter sich überfordert sahen, denkbare Missstände aufzudecken und sie zu beseitigen. Auch inklusive Pädagogik  ist nach meiner festen Überzeugung an deutschen Schulen nicht zureichend gelungen. Ebenso bin ich davon überzeugt, dass bisher weder die einzelnen Lehrkräfte noch die gegenwärtigen Institutionen die zureichenden Kompetenzen hatten, sie zum Erfolg zu führen. 

Wer will, kann daraus einen Vorwurf an die aktuellen Kultusminister, an die Bundesregierungen der letzten Legislaturperioden oder an die "Altparteien" ableiten. 

Ich halte das für unrealistisch. Das heißt aber nicht, dass man nicht weiterhin an dem angestrebten Ziel arbeiten sollte und sei es mit anderen Methoden als den bisher angewandten. 

Dasselbe gilt m.E. auch für den Umgang mit sexuellem Missbrauch und nicht zuletzt für den in den evangelischen Landeskirchen.


Donnerstag, 1. Februar 2024

Leichter gendern

 Die Webseite genderleicht  bietet:

"Tipps und Tools für diskriminierungsfreies Arbeiten in Wort und Bild. Wir sind Journalistinnen und zeigen, wie faire Medienarbeit einfach und immer funktionieren kann."

Nicht x verschiedene Zeichen, die für jede Art von Geschlecht stehen und die bisherige Rechtschreibung sprengen, aber auch nicht sprachlich Unschönes wie "geschlechtergerechtere" Sprache (nur e als Vokal und nahezu zungenbrecherischer Wechsel von ähnlichen Konsonanten)  oder Doppel- und Dreifachfloskeln wie "Sehr geehrte Zuschauer, Zuschauerinnen und diverse Zuschauer", sondern einfach: "Geschätztes Publikum".

Anregungen, wie man unauffällig Genderklippen vermeiden kann.