Donnerstag, 17. Juli 2025

Glück

1. Vergleiche anzustellen, ist ein gutes Mittel, um sich sein Glück zu vermiesen. 

2. Glück kommt oft überraschend.

3. Viele Leute sehen ihr Glück nur in der Zukunft.
4. Viele Leute denken, das Glück bedeutet, reicher oder mächtiger zu sein
5. Manchmal bedeutet Glück, etwas nicht zu wissen.
6.Glück, das ist eine gute Wanderung in Mitte schöner unbekannter Berge.
7. Es ist ein Irrtum zu glauben, Glück wäre das Ziel. (Sieh 3.)
8. Glück ist, mit den Menschen zusammen zu sein, die man liebt.
8 b Unglück ist, von den Menschen getrennt zu sein, die man liebt,
9. Glück ist, wenn es der Familie an nichts mangelt.
10. Glück ist, wenn man eine Beschäftigung hat, die man liebt.
11. Glück ist, wenn man ein Haus und einen Garten hat.
12. Glück ist schwieriger in einem Land, dass von schlechten Leuten regiert wird.
13. Glück ist, wenn man spürt, dass man den anderen nützlich ist.
14. Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist.
Anmerkung: Zu einem lächelnden Kind ist mein freundlicher. (sehr wichtig).
15. Glück ist, wenn man sich rund um lebendig fühlt.
16. Glück ist, wenn man richtig feiert.
Frage: Ist Glück vielleicht einfach eine chemische Reaktion im Gehirn?
17. Glück ist, wenn man an das Glück der Leute denkt, die man liebt.
18. Glück wäre, wenn man mehrere Frauen gleichzeitig lieben könnte.
19. Sonne und Meer sind ein Glück für alle Menschen [das auch bekommen kann, wenn man kein Geld hat.] 
20. Glück ist eine Sichtweise auf die Dinge.
21. Rivalität ist ein schlimmes Gift für das Glück.
22. Frauen achten mehr auf das Glück der anderen als Männer.
22. Bedeutet Glück, dass man sich um das Glück der anderen kümmert?

Mittwoch, 16. Juli 2025

Eine Transperson berichtet, weshalb der Genderwechsel für sie Befreiung war

 https://www.gutefrage.net/diskussion/ich-finde-das-interview-mit-einer-transperson-interessant-wie-seht-ihr-das

Sexueller Missbrauch  und falsche Therapie führt zur Flucht aus der Geschlechterrolle. Im Nachhinein sieht sie aber das Problem nur darin, dass sie sich auf eine Identität festlegen soll und nicht die Person sein darf, die nicht auf Zuschreibungen festgelegt ist.

Allerdings die Erfahrungen, die sie gemacht hat, sind ein extremer Ausnahmefall. Was ihrer Erfahrung nach die sinnvollste Erklärung ist: Mein Bedürfnis, die Geschlechtsrolle der Ohnmacht und des Nicht-Richtig-Seins zu verlassen, ist eine Störung, gilt zwar für sie, braucht aber nicht allgemein für Transpersonen zu gelten.

Es bedarf also der Betrachtung von Einzelfällen, und die Vorstellung, dass Spezialisten die allgemeingültig richtige Erklärung für Transgenderwunsch hätten, ist falsch. Schon der Einzelfall wird nicht immer "richtig" "realitätsgerecht" verstanden, umso mehr wird das für eine psychologische Theorie gelten, die für alle Personen zutreffen.

Freitag, 11. Juli 2025

Erdölverbrauch

Transport auf See und in der Luft bislang nahezu vollständig von Erdöl angetrieben. Auch der Straßenverkehr basiert trotz steigender E-Auto-Anteile bislang überwiegend auf Benzin und Diesel. Auch die chemische Industrie beispielsweise bleibt auf absehbare Zeit darauf angewiesen. Dass irgendwann soviel Strom aus erneuerbaren Energiequellen produziert wird, dass sich synthetische Kraftstoffe zu vertretbaren Kosten und Preisen herstellen lassen, ist nicht in Sicht." (Stand Juli 2025)

Völkermord in Srebrenica 1995

Massaker von Srebrenica (Wikipedia)

Das Kind von Sebrenica (ZEIT Podcast in 5 Folgen)

Internationale Pressestimmen zu: Was bedeutet der Gedenktag? 

Ich selbst habe mich, als ich von dem Massaker hörte, lange nicht damit mit diesem Massaker beschäftigen wollen. Denn ich wollte nicht über eine Schuld von Friedenstruppen der Vereinen Nationen an diesem Massaker nachdenken; denn im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt, mit dem ich mich von 1973 bis 1977 intensiv (und danach immer wieder einmal) beschäftigt hatte, hatte ich die Rolle der Friedenstruppen der Vereinten Nationen in der Suezkrise von 1956 als sehr positiv gesehen:

"Im Zuge der Suezkrise 1956 wurde mit der Noteinsatztruppe der Vereinten Nationen (UNEF) erstmals eine bewaffnete Einheit aufgestellt." (Wikipedia)

Ähnlich sah ich auch die UN-Truppen im Kongo: "Die während der Kongokrise 1960  entsandte  Operation der Vereinten Nationen in Kongo (ONUC) verwendete auf Anregung von UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld erstmals die blauen Helme und die Aufschrift „UN“ auf ihren Militärfahrzeugen." (Wikipedia)

Ebenso wie Dag Hammarskjöld als Person. Und jetzt sollten die nur leicht bewaffneten niederländischen UN-Soldaten mitschuldig an dem Massaker sein, nur weil sie nicht wie die Spartaner des Leonidas in der Schlacht bei den Thermopylen (Perserkriege) bereit waren, sich von den überlegenen serbischen Truppen alle töten zu lassen?

Dazu die Wikipedia: "Gemäß der Argumentation des britischen Historikers Richard Hope Simpson traf Leonidas aus einer Vielzahl von Optionen die bestmögliche Entscheidung.[19] Er schreibt, dass im Falle eines vollständigen Rückzuges die griechischen Hopliten der persischen Kavallerie schutzlos ausgeliefert wären und wahrscheinlich hohe Verluste erleiden würden.[20] Entschiede sich die Gesamtheit des Heeres zur Verteidigung, so würde sie früher oder später durch feindliche Truppen oder Versorgungsprobleme aufgerieben.[21] Laut Simpson dürften Prestige und Ehrgefühl nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Als die Perser ihre Soldaten – laut Herodot unter Peitschenhieben[22] – zum Kämpfen anstachelten und die Griechen sich an zwei Fronten verteidigen mussten, bezwangen sie letztendlich die verbliebenen Griechen.[23] " 

Angesichts der Feuerkraft der Serben und der Tausende von Bosniern, die die Blauhelme schützen sollen, war das m.E. nicht die beste Lösung. 

Das von Schiller übersetzte griechische Distichon traf die Sache nicht:

Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.
[3] 

Schon deswegen nicht, weil es kein Gesetz gab, dass die Spartaner und die griechischen Hilfstruppen verpflichtete, sondern eine Entscheidung des Feldherrn Leonidas, der sich zu widersetzen zumindest für einen Spartaner, vermutlich aber auch für die anderen Soldaten so gut wie unmöglich war.

Heute habe ich dank Hannah Arendt eine andere Sicht auf das Problem:

Hannah Arendt argumentierte 1964 in einem Interview mit Fest - dem Sinne nach -wie folgt:

Jeder einzelne ist ohnmächtig. Macht hat man erst zusammen mit anderen. [Die Macht ist umso größer, je mehr mitmachen. Und das ist menschlich.] Deswegen will man gern mitmachen und wir sagen können. Auch Höss wie Eichmann wollten mitmachen. Sie wollten funktionieren. Höss hatte schone einen (politischen) Mord begangen. Eichmann nicht. Er wollte nicht töten. Er war der typische Funktionär. Er wollte funktionieren.

Ich ergänze: Das Milgram-Experiment hat gezeigt, dass das normal ist und dass, das sich-einem-Auftrag-zu-widersetzen die Ausnahme.

Arendt: Brecht hat darauf hingewiesen, dass es eine Versuchung gibt, gut zu sein. Eichmann wollte nicht töten, aber er hat der Versuchung, gut zu sein, widerstanden und funktioniert.

Ich: Gut sein zu wollen, ist menschlich, mit den anderen mitzumachen ist menschlich. Wenn man sich entscheiden muss ist es schwierig. 

Arendt: Die Deutschen, die mitgemacht haben, haben nachher die Sptizenfunktionäre  verteufelt,  um zu erklären, dass sie nicht widerstehen konnten. Die Alliierten, die von den Verbrechen hörten, waren entsetzt und konnten es nicht fassen.

Nach diesen Hinweisen fällt es mir leichter, mich mit dem furchtbaren Geschehen von damals auseinanderzusetzen und mich in die Perspektive der Opfer hineinzuversetzen:

ZEIT Podcast in 5 Folgen

Sieh auch:

Hannah Arendt